Im Land der Gastfreundschaft

Liebe Freunde des Ostens,

ein iranisches Sprichwort besagt, dass Berg und Berg nicht zusammen kommen, aber Mensch und Mensch. Und genau so ist es auch.




Es ist fast schon ein Mysterium, dass sich ein derartig negatives Bild vom Iran über all die Jahre in den Köpfen der Leute festgesetzt hat – vor allem derer, die selber niemals dort gewesen sind! Auch bei meinem 6. Besuch im einstigen Persien kann ich nur Positives berichten und so ist es vielleicht auch kein Zufall, dass auch die internationale Politik das Land mittlerweile wieder aus der jahrzehntelangen Isolation herausholen möchte.





Von Armenien kommend folgen wir der kaspischen Küste nach Osten und stellen fest, dass es neben einsamen Stränden durchaus auch moderne und schicke Urlaubsorte gibt.



Angekommen in Teheran ist auch ein zufällig an diesem Tag stattfindendes Benefiz-Fußballspiel der beste Beweis dafür, dass der Iran auf dem Rückweg in die internationale Gemeinschaft ist.






Gemeinsam mit unserem Freund Sirous besichtigen wir natürlich auch die beeindruckenden Palastanlagen im Norden der Stadt und machen uns ein Bild von der einstigen Pracht der Schah-Zeit.





Es sind aber nicht nur die Städte, sondern auch faszinierende Landschaften die uns immer wieder gerne in den Iran kommen lassen. Ein Persisch-Kurs in lockerer Runde und unter freiem Himmel – wo gibt es das sonst?





In kaum einem anderen Land kann man so ungestört Landschaften genießen, Ruinen besichtigen und sich der Seidenstraße so nah fühlen.





Angelangt im Osten des Landes besuchen wir das in der Nähe von Maschhad gelegene Grabmal des persischen Dichters Ferdowsi. Es gibt wohl kaum eine andere Person, die selbst knapp 1000 Jahre nach ihrem Tod bis heute von allen Iranern derart verehrt wird. Mit seinem Epos „Shahnameh“, dem sogenannten „Buch der Könige“, schuf er nicht nur das längste Gedicht der Welt, sondern bewahrte damit zugleich auch die persische Sprache vor ihrer Zersetzung durch das Arabische.








Es ist aber nicht nur diese uralte und zugleich lebendige Tradition, die den Reiz des Landes ausmacht. Der moderne Iran beeindruckt gerade durch die Mischung aus Alt und Neu, Tradition und Moderne, riesigen Shoppingzentren und persischen Palästen, Surhane und KFC-Filialen.







Damit wir vor lauter gutem Essen und ständigem Fahren nicht allzu träge werden, begeben wir uns – wie hier in der Nähe von Tabas – hin und wieder auf eine Wanderung und genießen neben der beeindruckenden Landschaft auf dem Weg zum einstigen Staudamm vor allem den Kontakt mit den stets freundlichen Iranern.







Endlose Wüsten, verlassene Karawansereien, traumhafte Sonnenuntergänge – das, liebe Zweifler, ist der Iran! Und wer sich das entgehen lassen möchte, ist selber daran schuld. Wir stehen mit unseren eigenen Wohnmobilen am Fuße des Feuertempels von Chakchak und genießen die einmalige Atmosphäre sowie die Erzählungen unseres schier allwissenden Kollegen Sirous.





Sicherlich geht es bei einer derartigen Reise dem ein oder anderen Reifen an den Kragen, aber wir wollten doch das Abenteuer haben, oder? Und in einer Gruppe ist nach kurzer Zeit stets Hilfe zur Stelle und so sind auch Jürg und Uli in Windeseile wieder flott.






Eine der weniger bekannten Tatsachen ist sicherlich die nach wie vor vorhandene Existenz der Zoroastrier im Iran. Neben dem dominierenden Islam gibt es vor allem rund um Yazd bis heute nicht nur historische Überreste in Form von Feuertempeln und den sogenannten „Türmen des Schweigens“, sondern auch eine – zwar zahlenmäßig kleine – dafür aber immer noch aktive Religionsgemeinschaft, die sogar über eine Reihe von Privilegien verfügt.







Was wäre der Iran ohne seine herrlichen Basare? Wir lassen natürlich auch diese nicht aus und wandeln – wie hier in Kerman – zwischen Kunst und Handwerk sowie neuester Mode für Männlein und Weiblein.






Hier im Südosten des Landes sind wir wieder richtige Abenteurer und begeben uns nach dem Besuch des herrlichen Gartens von Mahan mitten hinein in die Dascht-e Lut, die mit 166.000 km2 größte Wüste des Iran.





Hier, wo im Sommer über 70°C gemessen werden, sollte man vorher genau prüfen, wohin man mit seinem Wohnmobil fährt. Eingespielt, wie wir mittlerweile sind, läuft aber auch dies problemlos und so genießen wir einen Stellplatz der Spitzenklasse!




Und da, wo selbst unsere Wohnmobile nicht mehr weiter kommen, bestellen wir uns kurzer Hand ein zugegebener Maßen sehr individuelles Landrover-Modell und unternehmen eine Spritztour durch die einzigartigen Landschaften der Wüste Lut. Bei den sogenannten Kaluten handelt es sich um bizarre Felsformationen, welche im Laufe der Zeit durch Wind und Wasser ihre heutige Gestalt erhalten haben.





Nach dem bisher mit Abstand heißesten Abenteuer unserer Tour schockt uns so gut wie nichts mehr und so fahren wir – auf teilweise abenteuerlichen Pfaden – wieder westwärts in Richtung der großen Kulturzentren rund um Shiraz und Isfahan.








Hier in der Fars-Provinz, dem Herzen der persischen Kultur, ziehen wir unseren Hut vor dem, was Menschen bereits vor über 2500 Jahren geleistet haben! Ob Persepolis, Pasargade oder Naqsh-e Rostam – zum Verständnis des Iran ist der Besuch jeder dieser Stätten definitiv ein Muss!






In der Zeit knapp 2000 Jahre später, aber mindestens genauso beeindruckend ist Isfahan, die Perle des Iran. Hier kann man sich ein Bild von der hohen Kunst persischer Architektur und Kunst machen, wie sie im 17. Jahrhundert unter dem legendären Schah Abbas wahrscheinlich auf ihrem Höhepunkt war.





Schweren Herzens verlassen wir das prächtige Isfahan und begeben uns in den eher kargen Nordwesten des Landes. Auf unserem Weg zurück in die Türkei genießen wir dafür die angenehmen Temperaturen in den bereits mehrheitlich aserbaidschanisch und kurdisch geprägten Provinzen.

Und wie unsere lange Reise in der Türkei zu Ende geht, das erfahrt ihr, liebe Leser, bald wieder hier!

Euer orientalischer Arthur

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