Mit Diran durch Armenien

Liebe Freunde des Ostens,

seid ihr bereit für ein weiteres Abenteuer? Dann heißt es anschnallen und ab in den wilden Kaukasus!







Gemeinsam mit unserem Freund Diran genießen wir Armenien von seiner Sonnenseite (ja, liebe Seidenstraßenfahrer: es gibt tatsächlich auch ein warmes Armenien – ihr müsst nur einfach nochmal im Sommer herkommen!) und sorgen dafür, dass sich unsere Reisemobile auf den bergigen Strecken wieder richtig wohl fühlen. Artgerechte Haltung würden es meine Kollegen Janette und Kostya wohl nennen……





Von Georgien kommend ist Armenien für uns bereits das zweite Land mit einer uralten und dennoch durchaus lebendigen christlichen Tradition. Die Kirchen und Klöster des Landes sind stets gut besucht, vielleicht auch dank einigen europäischen Wohnmobilisten?





So mancher Ort liegt auch hier nicht nur malerisch schön, sondern birgt die ein oder andere Überraschung für den westlichen Besucher. Uralte Kreuzsteine, postsowjetische Überreste und moderne Luxuswagen – besser könnte man Armenien nicht erklären!





Neben alten Kirchen und schicken Autos bietet Armenien mit dem auf 1900 Metern Höhe gelegenen Sewansee ein Naherholungsgebiet, welches nicht nur die Einwohner Erevans nutzen. Der größte Süßwassersee des gesamten Kaukasus zieht gleicher Maßen Russen, Georgier, Iraner und auch europäische Wohnmobilisten an. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes mitten drin und erleben menschliche Begegnungen, bei denen die Sprache bei weitem nicht das wichtigste ist.







Zurück in Erevan erkunden wir von unserem Stellplatz am Hotel Valensia aus die armenische Hauptstadt und verschaffen uns dank Diran zunächst einen Überblick über die Millionenmetropole.








Ob sowjetisches, osmanisches oder christliches Erbe – auf engstem Raum wird uns hier die Vielseitigkeit Armeniens vor Augen geführt und auch wenn es nicht immer nur angenehm ist: Der Besuch Erevans ohne das Genozid-Denkmal wäre gerade im 100. Jahr seiner traurigen Geschichte nicht denkbar.






Dass die Armenier im Laufe der Geschichte immer wieder Kraft fanden, alle Schicksalsschläge wegzustecken und weiter zu machen, liegt sicherlich an ihrer guten Küche, dem berühmten Cognac namens „Ararat“, ihrem Gesang sowie der lebensfrohen Art, von der auch wir uns immer wieder überzeugen können.






Mehr oder weniger erholt geht es am nächsten Morgen raus nach Etschmiadsin, der ehemaligen Hauptstadt Armeniens, welche heute den Sitz des Katholikos beherbergt, des geistlichen Oberhauptes der Armenischen Apostolischen Kirche. Neben der architektonischen Anlage ist es vor allem die Lockerheit, mit der die Menschen hier ihre Religiösität ausleben, die uns beeindruckt.





Ein weiteres Highlight stellt der Ausflug zum fast 2000 Jahre alten Tempel Garni dar, welcher sich etwas östlich von Erevan befindet. Und wer auch zu Hause das authentische Gefühl von uralter armenischer Musik nachempfinden möchte, dem sei der Genuss der „Duduk“-Musik, einer Art armenischer Flöte, empfohlen. Wir genießen dies direkt vor Ort und fühlen uns in der Zeit um einige Jahrhunderte zurück versetzt.




Überhaupt stellt Armenien für Freunde von Geschichte, Mythen und Legenden ein wahres Mekka dar und so ist auch der Besuch des Klosters Geghard definitiv einen Ausflug wert. Wir verzichten dafür sogar auf ein Mittagessen und erleben dennoch den nächsten Tag…..







Und was für einen! Das Wetter ist uns wohl gesonnen und so genießen wir den herrlichen Ausblick auf den Berg Ararat vom Kloster Chor Virap aus, wandeln im bronzezeitlichen Zorakarer und übernachten schließlich am Kloster Tatev, welches ja bereits dem ein oder anderen Seidenstraßen-Fahrer bekannt sein dürfte.



Was aber jetzt folgt, liebe Freunde des Ostens, dürfte sogar meinen Freund Kostya neidisch werden lassen: Wir fahren mit unseren Wohnmobilen nach Berg-Karabach!







Wie das geht? Ganz einfach: Foto mit Wohnmobil an der Grenze zur sogenannten „Republic of Nagorno Karabakh“ machen, bei der Kathedrale von Shushi einen Zwischenstopp einlegen und abends in Stepanakert spazieren gehen.



Wir stehen mitten im Herzen von Stepanakert am schicken Hotel Vallex Garden und sind überrascht, was hier so alles geboten wird! Nicht erst die Lektüre des armenischen Tourismus-Magazins macht deutlich, woher das Geld kommt: Russland, Armenien, Kasachstan und Weißrussland heißen die Akteure, die das vor kurzem noch am Boden liegende Berg-Karabach im Sauseschritt ins 21. Jahrhundert befördern.





Auch die Ausflüge ins Umland von Stepanakert machen deutlich, dass man sich hier mittlerweile auch als Tourist sicher bewegen kann und die Zeiten, in denen Armenier und Aserbaidschaner gnadenlos um jeden Zentimeter Boden gekämpft haben, zum Glück vorbei sind.





Wir begeben uns zurück auf armenisches Kernland, genießen ein letztes Mal kaukasische Bergluft, tanken frisches Wasser und schon haben wir mit Meghri unsere letzte Station in Armenien erreicht, wo der morgige Grenzübergang in den Iran besprochen wird. Dass es auch dort alles andere als wild zugeht, darüber berichten wir bald wieder hier!

Eure Arthur & Diran

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