Heißer Ritt im Süden

Ja, liebe Leser, wir sind nun im Süden des Persischen Reichs gelandet. Heiß, sehr heiß ist es geworden. Obwohl wir Mitte Oktober haben. Schaut das euch mal an, während ihr wahrscheinlich in unserer Heimat frieren müsst (es sei denn, ihr erwärmt euch an der aktuellen Bundesligatabelle …).


Mehr als ein Dutzend Trucks passen auf die Plattform, mit der wir anschließend auch auf die Insel fahren werden. Wie gut, dass wir zu dieser Zeit noch nicht wissen, was es für ein bürokratischer Aufwand ist, das iranische Festland zu verlassen. Hätten wir es gewusst, hätten wir es gelassen, aber so…


…sind wir in Feinstarbeit auf die Fähre aufgefahren. Die mit längeren Überhängen müssen schon ganz schön gut ihr Fahrzeug beherrschen, um die Hafenanlage nicht zu sehr zu beschädigen.


Was für ein Kerl! Johan bekommt tropische Gefühle an unserem Privatstrand. Privat ist wichtig, denn sonst müssten zumindest unsere Mädels textilbehangen ins Wasser steigen.


Aaah, die Belohnung für den Aufwand. Wir baden in der Straße von Hormus, Dubai und Oman zum Greifen nahe. Naja, wenn man denn lange Arme hat.


Ooh, die Kohle. Verdammt, Hossein hat die Reisekasse noch einstecken. Mal sehen, ob wir die iranischen Kröten wieder trocknen können.


So eine große Badewanne. Ingrid und Henro genießen es genauso wie alle anderen. Spielen und Planschen im 33 Grad warmen Wasser.


Ausflug in den Mangrovenwald von Qeschm, der sich unmittelbar an die Wüste anschließt. Es ist 8 Uhr morgens und schon brütend heiß. Aber die Vogelwelt beeindruckt uns.


Fisch-Grillparty am Abend. Trotz gewöhnungsbedürftiger nächtlicher 73 Grad und 600% Luftfeuchtigkeit haben wir Spaß. Und übertrieben habe ich bestimmt nicht.


Als Mainzer sorge ich schon dafür, dass alle Reiseteilnehmer objektiv über die fußballerischen Geschehnisse in der Heimat unterrichtet werden.


Ihr glaubt mir das noch immer nicht mit dem Temperaturangaben? Doch, es stimmt. Geht man ins nicht klimatisierte Geschäft, sieht man ständig Fata Morganas, wie z.B. Angie dieses Knoblauch-Haarshampoo.


Es wird Zeit, dass wir den Brutkasten des Iran, den Persischen Golf wieder verlassen, oder? Die Hitze scheint uns förmlich zu erwürgen.


Damit das alles schneller vonstatten geht, nehme ich das Ruder selbst in die Hand und steure die Plattform hochprofessionell in den sicheren Festlandshafen. ..


Endlich wieder festen Boden unter den Reifen. Und endlich geht es wieder nach oben, weg von den Höllentemperaturen. Obwohl die dreitägige alkoholfreie Golf-Schwitztour zweifelsfrei sehr gesund für den Organismus war.


Unsere Karten – nach wie vor der Renner. Auch im Iran öffnen sie Tür und Angel.


Zu Besuch bei den großen Leuten der Region. Wir stehen mit unseren Reisemobilen in der Natur nahe eines Dorfes. Nicht lange dauert es, und die Polizei kommt vorbei und bietet uns ihren Schutz an, den wir eigentlich gar nicht brauchen, da der Iran ein sicheres Reiseland ist. Schließlich führen sie uns zur späten Stund zum Polizeichef und seinen Freunden, die uns zu Wasserpfeife und Tee einladen. Die Aufnahme ist so gegen 1.30 Ortszeit entstanden.


Mussaddas und Hossein erklären und führen uns durch Pasargard, dem einstigen Ausgangspunkt des großen Persischen Reichs.


Mit unseren Wohnmobilen erkunden wir die antiken Stätten. Viel schöner und individueller, als wenn man mit dem Bus der klassischen Reiseveranstalter durch die Anlage gekarrt wird.


Wir erreichen Shiraz, die heimliche Perle, eine der schönsten Städte des Iran. Es ist übrigens meine persönliche Lieblingsstadt.


Mit unseren Freunden unseres Teams ziehen wir nachts trotz strammen Tagespensums los.


Ali und ich bevorzugen das Motorrad, das flexibelste Fahrgerät des Iran. Serienmäßig ohne Außenspiegel, die man aber ohnehin nicht braucht, da man keine Helme trägt und ab 80 km/h die Augen so tränen, dass man ohnehin nichts in den Rückspiegel n erkennen würde. Ich habe mich am Airbag – äh, Bauch des Fahrers festgehalten.


Eigentlich sind wir keine Raucher, aber eine Wasserpfeife ist ja etwas ganz anderes und stinkt auch nicht so.


Ich hatte euch ja versprochen, mich nicht zu wiederholen und Dinge zu zeigen, die wir bereits vor einem Jahr erlebt haben. Aber Shiraz ist so schön, dass doch ein paar Impressionen, diesmal hauptsächlich vom Basar her müssen.


Der Religionsführer schaut zunächst streng auf uns Westler.


Unser Reiseflyer aber taut wieder mal das Eis. Begeistert folgt er Route und unseren Begrüßungsworten.


Herrmann, kriegst du den so schön wie dein Abbild hin?


Ja, kriegst du!


Die herrlichen Gartenanlagen und Paläste sind ein Sammelbecken für Intellektuelle, Dichter und Schöngeister.


Auch wir erleben hier interessante Begegnungen mit jungen Menschen. Scheu vor Ausländern kennen sie nicht.


Es ist schon eine tolle Erfahrung, dass man auch mit den Frauen ganz frei und offen reden kann. Aus anderen islamischen Ländern habe ich da ganz andere Erfahrungen gemacht.


Beim üppigen Buffet in Shiraz. In dieser Stadt ist alles toll.


Abschied von Alis Freunden.


Ich kann euch sagen, die herzlichen, erfrischenden und aufrichtigen Begegnungen mit den Menschen des Iran sind das Schönste, was uns gegenwärtig widerfährt. So offen, so freundlich – das schlägt eigentlich alles, was wir bisher erlebt haben. Iraner – Danke für die schönen Momente – wir lieben euch!
Und werden weiter über euch berichten.


Jetori – Euer Kostya


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