Schätze ohne Ende

Wir haben ganz falsche Vorstellungen vom Iran. Oder bessere gesagt ihr da zu Hause, die nur einen Ausschnitt in den Medien verabreicht bekommt. Nicht, dass ich gegen die Presse wettern möchte, – ich bin ja selbst ein Teil dieser – aber in Sachen Gesamtwahrnehmung Iran kommen wir nun mit einem anderen Bild nach Hause, einem viel positiveren als zu Beginn der Reise. Wie das kommt? Nun, es sind die menschlichen Begegnungen, die Landschaften und die Kulturschätze, die uns immer wieder staunen lassen. Auf dem Weg vom Persischen Golf nach Isfahan und Teheran ist uns unter vielem anderen auch Folgendes widerfahren:

Begeisterte Frauen winken uns zu. Ohnehin sind die Frauen sehr offen und kommunikativ; viel offener, als wir es aus anderen islamischen Staaten kennen.


Natürlich trifft man häufig Tafeln mit den religiösen Führern und Märtyrern, die meist im Krieg mit dem Irak gestorben sind.


Große Felsengräber oberhalb von Persepolis. Die großartige Geschichte Persiens spürt man heute in den Begegnungen mit den Menschen. Sie sind stolz, Perser zu sein.


Meine iranische Crew samt Arbeitsgerät vor der alten Stadt IzadKhast.


IzadKhast ist touristisch nicht erschlossen oder gar abgesperrt. Wir erforschen aufgeregt die Gassen.


Abstecher nach Izeh zu Alis Eltern. Diese Region habe ich vorher auch noch nicht zu Gesicht bekommen und denke, dahin ab nächstes Jahr die Gruppen zu führen. Die Region Izeh gleicht einem einzigen großartigen Freilichtmuseum für alte Geschichte. Wenn ich mir vorstelle, welches Tamtam da um den Nerut Dagi in der Türkei gemacht wird, dann ist hier viel mehr zu sehen, ohne dasdabei den historischen Schätzen Aufmerksam- keit entgegengebracht wird. Für Historiker und Menschen mit Forschergeist ist Iran ein Eldorado.


Und für Landschaftsliebhaber auch. Fast der gesamte Iran ist bergig, die Gebirge sind keineswegs eintönig.


So sieht es aus, wenn Iraner jemanden einladen. Es wird schnell eine Tafel auf dem Boden ausgebreitet und dann jede Menge persische Gerichte aufgetischt. Die persische Gastfreudschaft schlägt eigentlich alles.


Hossein und seine Polizei stehen in einer ganz besonderen Beziehung zueinander. Immer wieder bekommt es unser Guide hin, auch die Polizisten zum Lachen zu bekommen. Und uns…

Wir reisen weiter von Isfahan nach Teheran. Wer Bilder von Isfahan sehen möchte, sei auf den Bericht 2009 verwiesen. Zweimal das Gleiche? Nicht mit mir!


Einfahrt zum Möchtegern-Fünfsterne-Camping, 35 Km. vor Teheran. In die Stadt dürfen wir nicht, da das Hotel dort eine Hochzeitsfeier ausrichtet.


Der Campingplatz ist mit altdeutscher Beschilderung versehen.


Traffic-Jam oder zu Deutsch Verkehrs- marmelade.


Sie fahren wirklich verdammt eng aneinander vorbei. Verdammt eng. So entsteht der Jam!


Ja, es herrscht Helmpflicht für Motorradfahrer. Aber wer hat denn gesagt, dass diese Pflicht auch das Tragen des Helmes beinhaltet. Dabeihaben ist alles.


Im prunkvollen Golestan-Palast von Teheran.


Die jungen Schülerinnen interessieren sich brennend für uns. Anja und Ingrid haben Autogrammstunde.


Ach, das muss auch einmal sein. Einfach nichts tun.


Müde, aber glückliche Gruppe nach einem Tag Intensiv-Besuch in Persiens Hauptstadt Teheran.


Ursel und Heinz sind sichtlich erleichtert. Nach einer wahren Odyssee der Ersatzteile sind die begehrten Stücke mit Hilfe der iranischen Agentur endlich in unseren Händen. Bis dahin waren sie versehentlich bis in den Ural geschickt worden, ein letztes Mal gingen sie in Teheran verloren.


Aber Dank unserer Leute haben wir alle Ersatzteile doch noch zu fassen bekommen.


Manchmal haben wir Hunderte Telefonate an einem Tag. Pausenlos ist Hossein, Kostya und Ali am Telefonieren, damit es in den beiden Reisegruppen klappt.


Aua! Iran hat eine niederschmetternde Verkehrsunfall- und Totenbilanz. Prozentual Rekordhalter!


Meine Frau ist seit einigen Tagen dabei, und hilft mir und dem Team aus.


So kommt es gelegentlich zu einem entspannten Moment für uns. Lange hält dieser nicht – das Telefon geht: Einer wird von der Polizei gestoppt. Beim nächsten Anruf läuft ein Auto nicht und schon haben wir wieder zwei neue Aufgaben.


Wir erreichen das Paradies – würde Johan, hier von schicken Iranerinnen umgarnt – sagen. Aber es ist nur das Kaspische Meer, an dessen Küste wir nun zwei Tage bleiben werden. Im Gegensatz zum Persischen Golf herrschen hier moderate Temperaturen mit angenehmer Abkühlung in der Nacht.


Stichwort Nacht. Es ist Zeit, ins Bett zu gehen. Nur ihr Zuhause bleibt bitte noch wach, demnächst folgt ein neuer Bericht, in dem wir wehmütig von Persien Abschied nehmen werden.

Bis dahin

Euer Kostya


017 Good Bye Iran, jetzt kommt Diran!
Schade, die letzten iranischen Tagesetappen sind angebrochen. Noch stehen wir am Kaspischen Meer und genießen ausgiebig die milde Spätherbstnacht. Wir sitzen rund ums Feuer – Ali hat mal ganz nebenbei einen Kofferraum voll… Mehr >

015 Heißer Ritt im Süden
Ja, liebe Leser, wir sind nun im Süden des Persischen Reichs gelandet. Heiß, sehr heiß ist es geworden. Obwohl wir Mitte Oktober haben. Schaut das euch mal an, während ihr wahrscheinlich in unserer Heimat frieren müsst (es sei denn, ihr… Mehr >
Nach Oben - professionelll geführte Wohnmobilreisen in die GUS, China und Iran - Abenteuer Osten