Indien Intensiv

Liebe Freunde des Reisemobilabenteuers!

„Haben wir denn nicht genug von Indien?“ fragt ihr euch nach Tausenden Kilometern, Dutzenden kleinen Blessuren an den Reisemobilen und 25093774 menschlichen Begegnungen? Haben wir nicht! Nach Nepal kommt nun der Hammerabschnitt mit Ostindien und Bangladesch, den am dichtesten besiedelten Regionen unserer Reise. Die Grenzüberschreitung Nepal – Indien war ein Spaziergang – alles nichts im Vergleich mit den GUS-Grenzen, die du und dein Team, lieber Arthur, bald wieder zu meistern haben wirst ….

Varanasi ist unsere erste große Stadt auf dem Weg gen Bangladesch.

Damit alles mit dem Stellplatz klappt, legen wir als Teamfahrzeug eine Nachtschicht ein. Was uns dabei alles so passiert ist, werde ich euch in den nächsten Vorträgen zeigen. Eine indische Fahrnacht machen wir natürlich nicht in der Gruppe, aber als Teamfahrzeug müssen wir, wie jetzt, wieder mal ran.

Und wir haben es überstanden, können Platz und anschließend eine kleinere Heerschar Rikschas klarmachen.

Auf geht es per Dreiraddrahtesel ans Ufer des Ganges von Varanasi.

Varanasi ist die heilige Pilgerstätte, zu der sich viele alte Menschen schleppen, um hier das Leben auslaufen zu lassen.

Man stößt auf eine Menge schillernder Menschen, die vom kleinen Geschäftsmann bis zum großen Guru reichen.

Am Gangesufer angekommen. Was uns hier wohl erwartet…. seht ihr nicht nach der Werbung, sondern in den nächsten Bildern.

Die Stufen zum Fluss dienen als Wäschetrockenablage. Gewaschen im Ganges, sicher doch!

Es zieht sie magisch an, das heilige Wasser des heiligen Flusses.

Baden und einen Schluck nehmen…

…obwohl in unmittelbarer Nähe Abwasser…

…und auch mal eine Kuh im Wasser treiben.

Aber das hält die Pilger nicht vom Bad ab.

Stolz und freudig lässt sich der Badende fotografieren.

Morgenmonolog

Morgenlektüre

Morgenmeditation

Morgenzeremonie, alles direkt am Ufer des Flusses. Wir sitzen auf den Treppen und beobachten gespannt.

Badezeremonie oder einfach nur Waschen – die Übergänge hier sind fließend.

Der Blick aufs Ufer – fotogen und ungemein unterhaltsam.

Wie im Mittelalter werden Lasten entlang des Fussufers geschleppt.

Die großen Wäschereien und Trockenplätze des Ganges. Das Braune über den weißen Bettlaken ist Kuhdung, der hier auch getrocknet wird. Kuhdungfrischeduft in der Wäsche. was will man mehr?

Ja, sie waschen tatsächlich im Fluss, der alles Leben und Tote an einem Ort zusammenführt.

Ein Teppich von Asche aus den Verbrennungen treibt auf der Wasseroberfläche.

Schwärme von Möwen segeln über unseren Köpfen. Andreas Kappe wird zwangsläufig abgeschossen – aber das soll ja Glück bringen.

Blick auf das Ufer – Varanasi ist wirklich eine besondere Stadt.

Ehrlich gesagt ein bisschen makaber – die Werbung für eine deutsche Bäckerei zwischen den Brennholzstapeln für die Toten. Aufnahmen von den ständig verlaufenden Verbrennungen der Verstorbenen haben wir nicht gemacht – aus Respekt gegenüber den Toten und Angehörigen.

Varanasi ist eine durchaus nicht saubere und durch das Dahinsiechen der alten Menschen und anschließende öffentliche Verbrennen schwer verdaubare Stadt – wir waren nun ganz tief im Incredible Indien und fragen uns, wie bloß Kalkutta werden wird. Aber zunächst müssen wir etwas ganz anderes überstehen…

…Ein heftiger Schauer hat unseren Standplatz in ein Trümmerfeld verwandelt.

Auffällig viele Äste sind auf die Paderborner Fahrzeuge niedergegangen, die uns seit einigen Wochen komplettieren.

Aber Glück im Unglück. Keiner ist verletzt worden und der Schaden am Fahrzeug hält sich in Grenzen.

Aufbruch zur großen Kumbh Mela – einem gigantischen Pilgerfest, das diesmal nicht weit von Varanasi stattfindet. Mit dem Tuk Tuk geht es zum Festplatz nach einer 3-stündigen Busfahrt.

Aua, eine Bodenwelle führt zur Kollision der Köpfe mit dem Dach der Rikscha. Es soll nicht der letzte Bums sein…

Die Kumbh Mela … Ein riesiges Areal, das das Oktoberfest in eine Nussschale schrumpfen lässt.

Auf dem Fest kann man schlafen, wo immer man will.

Die Mela ist Schmelztiegel von Pilgern und Gurus, die hier mit echter oder kommerzieller Neigung ausgestattet sich den Besuchern präsentieren.

Erstaunliche Sadhus sind dabei wie dieser mit Asche bestreute Mann, der seit Jahrzehnten auf nur einem Bein steht. Wer ihm eine Spende ins Tellerchen wirft,…

…erfährt eine Segnung.

114 Jahre soll dieser Guru alt sein.

Uppsi, was macht denn dieser Sadhu?

Er bekommt erst Mal meine Schlange, die ich trage, um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.

Hoffentlich bekomme ich die wieder zurück.

Ein kräftiger Zug in Europa verbotenes Kraut…

Wer da nicht high ist…

Denn nur high lässt sich diese Übung wohl durchziehen.

Aua! Aber 15 Jahre Übung reichen, um Schmerzen zu überwinden. Anschließend hat der Sadhu alle Zuschauer weggejagt außer uns, weil wir ja cool sind wegen der Schlange, die ich bald wieder zurück bekommen soll.

Gesichter der Mela – ein Paradis für Fotografen.

Ein kräftiger Schluck aus dem Ganges ist der Auftakt…

…zu verschiedenen Übungen am Ufer…

…um wieder spektakulär Gangeswasser zu trinken….

Massenbad im Ganges – es hat fast Freibadatmosphäre.

Abendzeremonie am Ufer – die Lichtfeier

Bis in die Dunkelheit hinein bleiben wir auf dem Festival….

…bevor wir aus dem Busfenster noch einmal auf das riesige Pilgerfest, das reiche Gläubige Inder ermöglichen.

Ausfahrt aus Varanasi , schnell ist nicht – alles ist wieder mal verstopft.

Na, der passt wie das Ei unter die Henne.

Zu Besuch in Bodh Gaya, der Stelle, an der Buddha seine Erleuchtung erhalten hat. Es ist für die Pilger der wichtigste Besuchsort auf ihren Reisen.

Tretet ein in die Tempelanlage

Hunderte von Mönchen beten und meditieren hier, oft von sehr weit angereist,…

…um einmal den Baum, unter dem Buddha seine Erleuchtung erhalten hat, zu sehen und zu berühren.

Eine beeindruckende Tempelanlage, wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Und eine beeindruckende Kokosnuss nach dem Besuch. Leider war das mehr Schein als Sein. Es ist nur wenig Flüssigkeit drinnen…

Wir erreichen Kalkutta und sind angenehm überrascht. Der Moloch ist wohl nicht mehr so schlimm wie noch vor Jahren, die Stadt relativ sauber.

Leider, lieber Heiko, habe ich die Straßenbahn nicht näher drangekriegt. Ja, diese alten Dinger sind in Kalkutta unterwegs.

Unübersehbar die britische Vorgeschichte. Kalkutta war Hauptstadt britischen Kolonie.

Bunt sind die Märkte um die Tempel – Indien ist ein farbintensives Land.

Gesichter Kalkuttas.

Verlierer Kalkuttas. Es gibt sie noch, die Ärmsten der Armen. Sie leben unter den Brücken und haben noch nichts von dem Boom, den Kalkutta gerade erfährt.

Kalkutta ist unsere letzte echte Großstadt Indiens und dieses Reiseabschnitts. Durch dicht besiedeltes Gebiet geht es gen Bangladesch, vor dem wir doch etwas Muffe haben.

Die Inder an der Grenze zu Bangladesch: „Bleibt besser hier, drüben in Bangladesch ist der Verkehr viel schlimmer.“ Na, das macht ja Mut. Aber Mut haben wir genug, neue Wege in der
Reisemobilgeschichte zu befahren.

Wenn ihr wissen wollt, wie es uns in Bangladesch ergehen wird, bleibt dran. Ich verspreche euch schon jetzt unglaubliche Momente:

Ciao

Kostya alias ATW-Captain Kost

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