Endstation Ulan Ude! Aus des Leitfahrzeuges!

Der Abschied vom Baikalsee fällt uns schwer. Ob es noch mal schöner geht? Am besten, wir fangen gar nicht an, Erlebnisse zu vergleichen, sondern einem jeden seine gebührende Aufmerksamkeit zu widmen. Also, auf geht es zu neuen Abenteuern. Den großen und den kleinen. Fangen wir mal mit den kleinen an.


Da soll einer noch mal behaupten, Kühe seien nicht anpassungsfähig. Hier erweisen sie sich als höchst adaptiert an das Zeitalter der Motorisierung.


Viel Spaß im Supermarkt. Wieder mal fallen wir auf. Glücklicherweise kennt uns keiner hier. Sonst ginge das Gerede der Nachbarn wieder los…


Zurück in Irkutsk. Wir müssen durch die Stadt hindurch, in der wir bei der letzten Tour Geschichte geschrieben haben. Im Rahmen einer landesweiten Suchaktion hatten Presse, Politik und Geheimdienst meinen geklauten Laptop wiedergefunden. Anschließend kannte man uns überall im Fernsehen. Diesmal sind wir zwar wieder Pressestars, aber auf das Klauen lassen habe ich doch verzichtet. Dafür bekomme ich es bald anders dicke ab. Lest einfach weiter.


Raus über die neue Brücke Richtung Baikalsee Ost, dessen Ufer wir umfahren werden. Aber nach Olchon ist jede andere Stelle fast blass gegenüber dem Erlebten. Halt, ich wollte doch nicht vergleichen. Sorry, soll nicht mehr vorkommen.


Vorbei an den großen Datscha-Siedlungen, bis zu 50 Kilometer von der Stadt entfernt. Für Sibirien ist das weiß Gott keine Entfernung. Die Datscha ist die grüne Lunge Russlands. Oma und Opa sind hier die ganze warme Zeit über und erwirtschaften einen großen Teil der Essensvorräte für den Winter.


Ein Auto, ein Tank. So ähnlich müssen wir unsere Fahrzeuge umrüsten, um durch die Gobi zu kommen. Falls das nicht ein bisschen übertrieben ist…


Wenn der Straßenmarkierer mal zu tief ins Glas geschaut hat…


Bergwipfelglühen an unserem Standplatz nahe des Ostufers des Baikalsees.


Irkutsk, gleiche Zeit: Ich lasse noch gerade den Unterbau des Anhängers verstärken, damit wir auf den rauen Pisten der Mongolei keine zu großen Probleme bekommen. Die kleine Garage, in der wir das machen lassen, liegt…


…an einem Ort, den ich ohne diesen Eingriff sicherlich nicht angesteuert hätte. Erstaunlich, dass in diese Garagen schicke Geländewagen bugsiert werden.


Jede dieser äußerlich äußerst hässlichen Garagen besitzen ein Inneres, einen eigenen Kosmos. Den einen lerne ich nun näher kennen.


Stolz zeigt mir Valera seine Sammlung in seiner Garage.

Aber eigentlich soll ja der Hänger gemacht werden.


Im Nu haben sie mir doch glatt eine eigens zusamen- geschusterte Deichsel gemacht. Ich war gerade in Sachen Internet und Vorbereitung Reise unterwegs und sie haben mir so ein Ding zusammengeschweißt. Das geht ja gar nicht.


Also Jungs, ran an die alte Deichsel, die wird verstärkt, das wird reichen.


Nach der Reparatur. Was sind die beiden fertig. Die Jungs haben die Nacht durchgemacht, ich habe ihnen klar gemacht, dass ich schnell wieder bei der Gruppe sein möchte. Natascha und Sergej schmeißen derweil den Laden vor Ort, sie sind ganz stark und haben alles im Griff.


Endlich wieder on the road. Spuren von Schneebruch nach dem Kälteeinbruch vor einigen Tagen. Schnee mitten im Juni, das ist auch hier sehr selten.


Ankunft in Ulan Ude, der Hauptstadt der autonomen Republik Burjatien. Man empfängt uns freundlich.


Achims Geburtstag avanciert zum Knaller des Tages. Sergejs großes Geschenk an Achim, mit dem er schon einmal durch Russland gereist ist, ist ein Militärmoskitoanzug. Passend für Achim, der keine echten Liebesgefühle gegenüber den kleinen Blutsaugern entwickeln konnte.


Irgendwie hat der Mann…


…gewisse Ähnlichkeiten mit den großen Leninkopf.


Letzterer steht im Zentrum von Ulan Ude, weil ihn sonst keine Stadt haben wollte. Kapriolen des Sowjetreichs, die uns heute diese Fotos machen lassen.


Jetzt lassen wir uns ein bisschen durch Ulan Ude treiben. Genießt die Augenblicke einer im Zentrum schönen, aufgeräumten und offenen Stadt.


Ja, lieber Heiko, natürlich habe ich auch die Straßenbahn in Ulan Ude fotografiert.


„Heh, du stehst auf dem Schlauch.“ Sorry, das ist ein gestelltes Foto. Aber irgendetwas mache ich damit im späteren Vortrag. Vielleicht.


Lange geprobt, bekommt das russische Team sein Abschiedsgeschenk. Ein höchst professionell eingeübtes Theaterstück unter der Leitung des Steinbacher Dirigenten Manfred.


Ah, das lässt das Herz höher schlagen. Küsschen rechts, Küsschen links. Marion und Heide bedanken sich bei Sergej für alles Geleistete.


Tja, ob es noch mal so eine gute Besatzung geben wird? Halt, wir wollen auch hier keine Vergleiche anstellen. Aber was wir mit Gewissheit sagen können, ist „Danke“ für eine großartige Leistung von Natascha, Juri und Sergej. Besser geht es nicht. Wir werden euch vermissen.


Wolfgang, Juri und Natascha beim Sirtaki. Am nächsten Morgen soll es losgehen. Raus aus Russland, rein in die Mongolei.


Um 7 Uhr starten wir und keine 5 Minuten später der Albtraum eines jeden Konvoiführers. Der eigene Wagen streikt. Ohne Vorankündigung.


Die Bremsen sind auf allen 4 Rädern blockiert. Ich habe die übrigen Fahrzeuge weitergeschickt, Sergej und Natascha begleiten sie bis zu Grenze.


Auch der spontan helfende, zufällig vorbeigekommene Watschislaw bekommt die Räder nicht frei. Er ist immerhin der Hoteldirektor und hat uns bis heute früh gut am Standplatz betreut. Nun schmeißt er spontan alle seine Arbeit, macht sich vor Ort die Finger schmutzig…


…und telefoniert halb Ulan Ude ab, bis wir einen passenden Service gefunden haben.


Einlesen vor Ort. Der Computer des Mechanikers zeigt an, dass das ABS-System defekt ist.


Nach mehreren Versuchen in der guten Fordwerksstatt, wo sie uns aufopferungs- und fachlich sachlich gut helfen, ist noch immer nicht alles klar.


Meine Gruppe ist in der Zwischenzeit über die Grenze, gegenüber wartet ein anderes Team und übernimmt die Betreuung. Ich erlebe trotzdem bange Stunden, da noch immer nicht klar ist, wie Luft ins System kommt. Das ABS ist deinstalliert und überbrückt, das müsste es eigentlich gewesen sein. Dann brauche ich nur einen Tag und hole die Gruppe schnell ein.

Es ist bereits Mitternacht, als noch immer die wichtigsten Ingeneure samt Direktor der Fordniederlassung sich mühen, den Wagen flott zu bekommen. Das stelle man sich mal vor. Der Direktor hat um 5 Uhr morgens einen Flug nach Moskau und hilft um Mitternacht noch irgend so einem Ausländer, sein Fahrzeug zu reparieren. Hut ab vor so viel Hilfsbereitschaft. Bangt weiter mit mir. Komme ich heute noch weg aus Ulan Ude?

Euer Blut und Wasser schwitzender Kostya


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