Sentimentale Gefühle in der größten Stadt der Arktis!

Liebe Reisefreunde,

Uns steht jetzt die letzte Etappe der Reise durch Nordrussland vor. Daher wird es auch mir ein bisschen traurig, dass ich von meinen tollen Gruppen bald Abschied nehmen muss. Das ganze Gebiet vor Murmansk sieht auch traurig aus, dies hat aber einen ganz anderen Grund. Die Emissionen von Nickel- und Kupferhütten haben ganz stark die Landschaft geprägt.

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Wir erreichen unseren nördlichsten Punkt in Nordwestrussland Murmansk, das auch mit knapp 305 Tausend Einwohnern die größte Stadt der Arktis ist. Die Stadt liegt am Hang der Kola-Bucht entlang und man bezeichnet die Stadt auch als „Kapstadt des Nordens“. Unser Stellplatz befindet sich an der höchsten Stelle, wo wir einen beiendruckenden Blick auf die Stadt und den Hafen haben.

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Brrr… wir spüren schon, es ist recht kühl im Juni hier im hohen Norden und wir kommen zusammen, um uns bei einer Tasse Kaffe zu erwärmen und unseren Aufenthalt in Murmansk zu besprechen.

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Am nächsten Tag entdecken wir die Stadt mit unseren lokalen Stadtführerin Irina und Daniel hilft uns mit der Übersetzung.

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Wir besichtigen das Deckhaus des in 2000 verunglückten Atom-U-Bootes K-141 Kursk und die Kirche, die allen in der Friedenszeit gestorbenen Seeleuten gewidmet ist.

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Wir fahren durch die vernebelte Stadt mit mystischer Panorama und besichtigen die 42,5 Meter hohe Statue von Aljoscha auf der Hügel, die einen karibischen Namen Grünes Kap hat. Anschließend fahren wir noch zum ersten Atomeisbrecher der Welt Lenin, der heute als Museum gilt und kurz vor der Ankunft der 2. Gruppe zur Renovierung in die Werksatt abgeschleppt wurde.

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Was wäre eine Stadtbesichtigung ohne Besuch eines Museums. Im Landeskundemuseum sehen wir endlich mal Tiere, die wir im Gebiet Murmansk so selten gesehen haben und hoffentlich nicht weil so viele ausgestopft im Museum stehen.

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In Murmansk machen wir auch ein Info-Abend, um einen tieferen Einblick in das heutige Russland zu bekommen und unsere Eindrücke von Nordrussland auszutauschen.

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Und da es unser letzter geimeinsamer Abend ist und wir bald Abschied voneinander nehmen müssen, gratulieren wir einander zum erfolgreichen Abschluß unserer Reise, zum Mut, den wir haben, russische Straßen zu bereisen, und halten rührende Worte, denn diese Reise hat uns näher zusammengebracht und wir haben viel Schönes gemeinsam erlebt, es war auch für mich ein besonderer Spaß mit Euch zu reisen.

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Da feiern wir zusammen die ganze weiße Sonnennacht durch. Wir haben toll als Gruppe funktioniert, wir haben flott zusammengetanzt.

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Sogar mit dem Wodka Patience gelegt, um eine Flasche als Mitbringsel aus Russland mitzunehmen. Der Thomas hat das ganz geschickt gemacht und Peter, Paul und Helmut haben nicht unneidisch zugeguckt.

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Es ist Mitternacht, die Sonne scheint und es wird sehr nahe und vertraut. Der Hartmut ist moderat und hat in Angelika seine Frau mit Rücksicht nicht erkannt. Beim Peter sollte sich seine Frau Angelika dringend einmischen, denn Peters Hände geraten im „gefährlichen“ Bereich von Dagmar.

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Es war ein schöner Abend, der uns alle ein bisschen sentimental gemacht hat.

Wir haben noch einen freien Tag in Murmansk und dann müssen wir los Richtung Norwegen. Wir fahren ein Stück der finnischen Grenze entlang und an vielen Gräbern aus dem 2. Weltkrieg vorbei. Wir bleiben kurz stehen um der gefallenen Soldaten zu gedenken.

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Wir passieren schnell und problemlos die russisch-norwegische Grenze und fahren nach Kirkenes, wo wir am Hurtigroutenhafen über Nacht stehen oder auch nach Wunsch weiterfahren können. Hier endet unsere Reise und jetzt muss ich die Gruppe verabschieden. Ihr wart toll, ich werde Euch vermissen und wünsche allen eine gute Weiterreise durch das Land der Fjörden, Wasserfälle und Renntiere!

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P.S. Ein kleiner Tipp: Renntiere können auch Staus verursachen und nehmen beim Pinkeln keinen Rücksicht auf den Menschen!

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Gute und sichere Fahrt und kommt gut nach Hause!

Euer Artem

009 Jenseits des Polarkreises oder Schnee mitten im Juni!
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