Der zauberhafte Norden – Lass uns auf die Pauke hauen!

Liebe Reisefreunde,

Auch diesmals erwartet uns vieles Interessantes unterwegs. Die 42 Meter hohe Mariä-Himmelfahrts-Kirche in Kondopoga wurde 1774 den Erschossenen im Bauernaufstand von Kischi gewidmet, an dem auch die Kondopoga-Bauern teilgenommen haben. Der Bauernaufstand von Kischi gegen die Zwangsarbeit in den Bergbauwerken war einer der ersten Vorläufer des Russischen Bauernkrieges gegen die Verschärfung der Leibeigenschaft.

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Eine Besonderheit der Kirche ist das, was diese Kirche mit der Chora-Kirche in Istanbul oder der Cappella Palatina in Palermo ähnlich macht, und zwar der so genannte „Himmel“, die Konstruktion und die Bemalung der Decke nach dem Typ einer runden Ikone. In den christlichen Steinkirchen ist die Kuppel ein Symbol des Himmels. Diese Tradition der Steinkirchen wurde von hölzernen nördlichen Kirchen übernommen. Die Form und Darstellung des Himmels wiederholt die bysantische Kuppelmalerei bzw. Kuppelmosaiken.

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Auch die nahe gelegenen Kiwatsch-Wasserfälle im gleichnamigen Naturschutzgebiet gelten mit einer Höhe von immerhin 10,7 m als zweitgrößte Flachwasserfälle Europas nach dem Rheinfall bei Schaffhausen. Neben den Wasserfällen liegt das Naturmuseum und Arboretum. In der Gegend ist die Karelische Birke heimisch, deren Holz wegen seiner schönen Maserung sehr gefragt ist.

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Am Nachmittag erreichen wir unseren nächsten Stellplatz im Kiefernwald am nördlichen Ufer der Onegasee.

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Dagmar und Herbert gehen gleich schwimmen.

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Helmut und Wilhelmine verbringen ihre Freizeit aktiv und nutzen gute Gelegenheit zum Joggen.

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Günther, Ilse und Ute schnappen sich ein bisschen die nördliche Sonne.

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Der Ort, wo wir stehen ist sehr schön, ist aber geschichtlich mit tragischen Erreignisen verbunden, hier fängt der Weißmeer-Ostseekanal an, der auf Anweisung von Stalin mit Hilfe von tausender politischen Häftlingen gebaut wurde. Die Kirche, die an der Schleuse errichtet wurde, ist den Opfern der Stalin-Lager gewidmet und läßt architektonisch an die Horrorerreignisse der damaligen turbulenten Zeiten erinnern. Die Häftlinge wurden nur wenige Kilometer von der Baustelle massenweise und geheim erschoßen. Darüber ist erst 1997 bekannt geworden.

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Am Abend ist was los! Aha, die Russen gehen fort, das sieht man schon an Kleidern

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Wir gehen auch ins Restaurant und machen die Einheimischen auf uns neidisch, indem wir den anderen zeigen, wie man sich erholen kann. Wir hauen auf die Pauke bei Whitney Houston’s “I will always love you”. Die Elisabeth als Österreicherin steht dem Stefan musikalisch bei.

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Unsere Herren machen inzwischen eine Verdauungsübung.

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Dann haben wir was jive-ähnliches getanzt, abwechselnd mit romantischen langsameren Tänzen, wo jeder eine Möglichkeit hatte, seinem Partner bzw. Partnerin was Süßes ins Ohr zu flüstern, so wie es die Margit dem Uwe getan hat.

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Dann tanzen wir alle zusammen und bald kommt der Höhepunkt des Abends. Merkt Euch den Ofen.

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… Und jetzt erkent ihr noch den Ofen wieder.

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Wir haben so voll und stark gefeiert, das das Restaurant zusammengebrochen ist. Ich meine es natürlich nicht ernst!

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Das Restaurant ist in der Zwischenzeit vor der Ankunft der 2. Gruppe durch einen Blitzschlag abgebrannt worden. Man hat uns aber versprochen zum Sommer 2014 ein neues mit mehr Sicherheit aufzubauen. So verbleibe ich mit der Hoffnung! Und wir lesen uns in dem nächsten Bericht!

Eure Artem und Team

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04-012_RuNo2013004 Sonnenuntergänge…, Wassergeist…, Schülerjahre und Romantik pur!
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