007 Willkommen in Murmanks und Good Bye Russia 2012

Wo kann man das noch erleben? Der Flieder beginnt zu blühen, wenn die Tage schon wieder kürzer werden? Zum Beispiel in Murmansk, wo bis in den August hinein die Fliederblüte genossen werden kann:

Das ist das Schöne am Hohen Norden. Selbst die wärmsten Tage fallen moderat aus. Brüllende Hitze muss man hier nicht fürchten – meist sind es angenehme Temperaturen von 15-25 Grad, wenn die Sonne draußen ist.

Hier hin, hoch hinauf in den Russischen Norden mit dem eigenen Reisemobil zu gelangen, war eigentlich nicht zu schwierig. Fast so leicht wie dieses Baby auf dem Bagger, oder?

Nein, das sind nicht die potemkinschen Treppen in Odessa. Es ist der Aufstieg zur Marinekirche Murmansks, von der man eine gute Aussicht über die 500.000 Einwohnerstadt genießen kann.

Was sind denn da für Schilder angebracht worden?

Dem Rauditum begegnen möchte man hier. In Russland wird leider viel gesoffen. 17 Liter Alkohol pro Kopf und Jahr. Aber wir Deutschen sind mit 16 Litern im Schnitt auch nicht so schlecht. Also bitte schön still sein. Russland ist viel normaler, als wir das manchmal wahrhaben wollen.

Da liegt er vor uns, der erste nuklear angetriebene Eisbrecher. Lenin, wie sonst könnte er heißen.

Im Inneren könnte man sich schnell verlaufen. Das Schiff ist heute Museum, die Reaktoren natürlich nicht mehr in Betrieb.

Blick von der Kommandobrücke direkt auf Murmansk. Lenin ausgemustert, aber neue Eisbrecher wurden und werden gebaut – es gilt, die Nordpassage für die Handelsschiffe passierbar zu machen, die Hauptaufgabe der Eisbrecher.

Herzlichen Glückwunsch, holde Braut. Dirk ist hin und weg. Zu Recht..

…so schön. Mensch, die Paare werden immer jünger … oder wir älter?

Im Zentrum der Stadt. Der Leninprospekt und das ewig sich renovierende Hotel Arktika.

Mit High Heels um die Welt, steht auf dem Werbebanner geschrieben. Soll das gehen?

Nun, die modische Damenwelt übt schon kräftig für das globale Event der Erdumrundung mit scharfgestelltem Schuhwerk

Man… äh Frau muss nicht nur umrunden, sondern kann auch genießen.

Der Sommer explodiert heute – die Murmansker genießen den ersten echt warmen Tag in vollen Zügen. Genießen wir mit.

Kuriose Werbung für Dienstleistungen der Banken. „Meinetwegen werde ich nicht Bürgermeister. Aber ich bin wenigstens beruhigt.“ Naja. Immer noch besser, als unsere Gangsterbanken, die das Vermögen und Steuergelder der schaffenden Bevölkerung einfach aufs Spiel setzen. Dann doch lieber in der Nase bohren.

Der Lenin steht wie eh und je. In der Sonne und…

… ein bisschen gelitten hat er auch schon. Farbe oder Vögel … wer weiß….

Wir sind 16 Reisemobilpaare und wir Teamleute. Alle haben wir die Tour erschreckend komplikationsfrei überstanden. Nicht mal ein richtiger Platten , nur ein rechtzeitig entdeckter – das ist die bescheidene Schadensbilanz. Kein Kranker und nur einige hundert Mückenstiche, verteilt auf alle und die Zeit – das ist fast, wie ein Aufenthalt unter Laborbedingungen.

Nachdem Russlands Norden erfolgreich friedlich erobert… nein, erkundet wurde, schmieden wir nun neue Pläne, wie das herrliche Norwegen bereist werden soll. Es ist Mitte Juli, es bleiben locker noch 6 Wochen, in denen man den Zauber des hohen Nordens erleben kann.

Abschiedsessen im Abendrestaurant „Lichter von Murmansk“. Es hat mir eine Riesenfreude gemacht, euch durch Russland zu führen. Durch die Region, in der mein ganzes Leben eine neue Richtung bekommen hat und mittlerweile zu drei neuen Erdenbürgern geführt hat. Hier oben habe ich meine Frau kennengelernt, wie die meisten wohl wissen werden. Und wenn nicht, dann wisst ihr es jetzt. Ungemein wichtig, nicht wahr? Für mich schon! Aber zurück zur Feier!

Wir und wir oder ihr oder wie auch immer man es nennen soll. Auf jeden Fall nehmen wir Teamleute gerne den Dank entgegen, den wir von euch Mitreisenden erhalten. Wisst ihr, dass ihr eine ganz tolle Gruppe wart. Schade, 25 Tage waren viel zu kurz, mit euch kann man weiter reisen! Ich sage an der Stelle Danke an die tollen Reiseteilnehmer und mein tolles Team Vitali und Tolik, auf die wir uns immer verlassen konnten.

Es gibt in der Tat traurigere Abende als diesen. Klare Sache, gemeinsam machen viele Dinge mehr Spaß als alleine. Da bin ich mir sicher. Seit 7 Jahren. Und jetzt erzähle ich nicht weiter, wir wollen noch ein paar Lieder singen.

Mitternachtssonnenreisemobilistennachfeiermomentaufnahme

Good bye, liebe Gruppe. Goodbye lieber Vitali, lieber Tolik. Ihr werdet jetzt getunnelt zum Abschied. Fahrt vorsichtig, wir brauchen euch noch auf der Tour Russland/Ukraine. Und natürlich im nächsten Jahr, wenn wir wieder hoch in den Norden Russlands fahren.

Traut euch, liebe Leser, springt runter von der Couch und fahrt mit. Erlebt Russland hautnah im eigenen Reisemobil!

Danke für die Lesetreue und Geduld. Wir sehen uns wieder. Bald erzähle ich von der Weltreise, die Mitte Oktober starten wird. Zuvor aber träume ich noch ein bisschen von den vielen schönen Momenten unserer Tour durch den Russischen Norden. Und natürlich von Zuhause – wo sie, die aus dem Russischen Norden kommen, auf mich warten. Meine Familie!

Do Swidania in Düsseldorf auf dem Caravansalon oder in Bad Königshofen auf dem nächsten Seabridgetreffen

Euer Kostya

006 Weißes Meer statt Baikalsee
Ab kommendem Jahr bieten wir auch eine 3-Monatstour zum Baikalsee an. Ein Vierteljahr ist weniger als ein halbes, aber immer noch keine kurze Zeitspanne. Wenn ihr trotzdem mal ein Baikalseegefühl bekommen wollt, könnt ihr es auch kürzer haben.
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