001 Weißhelme in Arbeitszeche 2012

Schon zum 3. Mal geht es nun mit Seabridge und AbenteuerOsten durch den wilden, zauberhaften Norden Russlands. Ihr zuhause dürft der Reise genauso wie Arthurs Asienreise beiwohnen, so wie in den letzten Jahren. Ich als Tourguide bin die nächsten 25 Tage gefordert – oder sind es eher die Reiseteilnehmer, die durch mich gefordert werden? Nun, ich werde auf jeden Fall darauf achten, dass meine Reiseberichte immer etwas Neues bieten. Das „bisher in 2010 und 2011 geschehene könnt ihr bei uns jederzeit nachlesen. Aber jetzt zurück in die Gegenwart! So ist es uns bisher ergangen.

Die komfortable Überfahrt mit einem Fährschiff der Finnlines von Travemünde nach Helsinki – ach wären doch alle Fähren so einfach zu nutzen wie dieses riesige Schiff, das schnell über die sonnige Ostsee gleitet. Ich denke mit Schrecken daran, wie schwierig die Verschiffungen auf der Welttour 2013 werden. Auf jeden Falls niemals so angenehm planbar wie hier, wo minutengenau angelegt wird und kein Mensch drängeln muss.

Alle haben erfolgreich den großen Campingplatz Rastila in Helsinki gefunden und sind wohlbehalten angekommen. Roadbook- und Passausgabe und Einstimmen auf die Grenzpassage – dann kann die letzte westliche Nacht folgen.

Etwas aufgeregt bin selbst ich, wenn es an eine GUS-Grenze geht. Leicht sind die niemals.

Wobei es diesmal traumhaft geklappt hat. Schon werden die ersten nach der Einreise und lockerer Kontrolle von unserem Team empfangen. Sergej winkt raus…

…begrüßt…

…und hält ein Packen Rubel hin…

…Der Reisemobilist greift reflexartig zu…

…und muss feststellen, dass es für die Reisemobilistin ist. Sie bekommt die Kohle zunächst in die Hände, wohl wissend von Sergej, dass der Mann der Kopf der Familie ist, sie aber der Hals, der den Kopf dorthin dreht, wo immer der Hals es haben möchte… (alte russische Weisheit!)

Vitali gibt die Atlanten und detailliertes Kartenmaterial aus, es ist alles super vorbereitet im Team. Nur mein Auto sieht innen wie Kraut und Rüben aus – aber das muss ja keiner wissen…

Einfahrt ins schöne Wyborg bei echtem Kaiserwetter.

Die Stadtverwaltung Wyborgs lässt uns mitten im Herz der Stadt auf dem Marktplatz stehen.

Die jungen Frauen interessieren sich eindeutig am meisten für mein Fahrzeug – ich bin mir sicher, dass ich diese Szene richtig einschätze und zu einem objektiven Urteil gekommen bin.

Gut und frisch auf dem benachbarten Markt eingekauft. Dank Sergejs Begrüßungsgeld an der Grenze ist jeder gleich nach dem Grenzübertritt schon flüssig.

Am Abend marschieren wir los, machen einen kleinen Spaziergang durch das sonnengeflutete Wyborg. Ich verkünde allen ganz offen, dass Reisen mit mir kein Urlaub ist. Den hat man erst nach mir nötig…

Was, sehe ich nicht recht? Das sind unsere Wachjungs, die uns bewachen sollten, damit keine nachts lärmenden betrunkenen Leute uns wecken. Aber es kam niemand, Russland ist so sicher wie Deutschland aus.

Vielleicht noch sicherer, wenn man genau hinschaut, welche lockeren Rahmenbedingungen eine Wachmannschaft hat.

Die gesamte gruppe hat dramatisch verschlafen und deswegen verordnet die Reiseleitung Ungewöhnliches. Alle Reiseteilnehmer müssen in die Schiffsbauzeche Wyborgs…

… und kriegen einen Helm auf. Na, das Lachen wird denen noch vergehen. Ich wette, niemand wird mehr verschlafen, oder?

Ja, jetzt werden sie zur Zeche geführt….

…rein in die Arbeitshallen….

….um dann ein ganzes Schiff zusammenzuschweißen. Wenn dieses fertig ist, kann die Zeche wieder verlassen werden. Zunächst aber wird geschweißt, was das Zeug hält…. Ob diese maßnahmen nicht zu weit gehen?

Schaut selber im nächsten Bericht …

Euer Oberschweißer
Kostya

002 Petersburger Paukenschlag
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