Am Dach der Welt unterwegs

Liebe Abenteurer!

Wir haben uns ein ganzes Stück durch China schön nach oben gearbeitet – wir sind am Rande des Dachs der Welt unterwegs. Landschaftlich wohl der schönste Abschnitt der langen Heimreise.

Stundenlang habe ich dieses Tier zugeritten, bis es sich so ablichten ließ. Und ich habe gewiss nur ein bisschen übertrieben…

Was allerdings wirklich stimmt, ist der vollzogene Wechsel der Region, obwohl die Aufnahmen immer noch aus der Provinz Sichuan stammen. Tibeter prägen das Alltagsbild.

Interessierter Blick zu unserem Gefährt – Reisemobilisten verirren sich nur selten an den Nordrand Sichuans.

Yakfleisch in den Aushängen der Läden. Schmeckt echt gut – wir haben uns einige Beutel geholt.

Spaziergang durch die Altstadt von Songpan.

Muslime, Tibeter und Han-Chinesen beim Plausch. Aber nicht immer sprechen alle Tibeter Chinesisch geschweige denn Chinesen Tibetisch oder z.B. Uigurisch.

Auf in die Berge. Blütenzauber – Edelweiß und Enzian – das Blumenfeuerwerk tut uns gut.

Nein, das ist nicht Pakistan, sondern ein tibetischer Traktor auf dem Weg zur passhöhe.

Gut ausgebaute Gebirgsstraßen führen über 4000 Meter in die Höhe.




Dem Himmel so nah. Hier oben entfaltet sich die ganze Schönheit der Bergwelt Sichuans.

Und heben nicht ab, lieber Herr Kostya – auch wenn die Schwerkraft langsam nachlässt und die Luft der Argumente immer dünner wird…

Wieder auf dem Boden der Tatsachen. Im 3300 Meter hoch gelegenen Tal hat sich der Busparkplatz schnell gefüllt. Die Wanderung durch die Sinterterrassenlandschaft von Songpan ist touristisches Highlight bei den Chinesen, die massenhaft aus den Millionenstädten Chengdu und Chongqing per Autobus anreisen.





Glücklicherweise verläuft sich alles und wir genießen beim Aufstieg auf hervorragend angelegten Wegen das wunderschöne Tal. Eine Wanderung, die sich wirklich gelohnt hat.

Bitte nur Genießen – das tut der Seele gut.

Eine Fahretappe weiter erreichen wir Jiuzaigou, des eigentliche Ziel der meisten Touristen, die hierher reisen. Zwei malerische Täler mit Flüssen und Seen. Für die in den roßstadtdauerdunstglocken lebenden Chinesen ist das eine faszinierende Erfahrung. Man sieht den Himmel und er ist sogar blau.


Jetzt kommen die wahren Massen. Der Ausflug aufs Land auf großstadtchinesisch ist an sich schon sehenswert. Zigtausend werden durch die 12 Kassenterminals geschleust und…

…mit Hunderten Schuttlebussen in die zwei Täler verteilt. Eine logistische Meisterleistung.

Ich hab´s euch im vorletzten Bericht angedroht und mache es jetzt wahr. Ich habe mir einen Selfiestick gekauft und bekomme somit schnell junge Damen in meine Nähe, die sich gerne mit mir ablichten lassen. Jawohl! Ich bin ein junger toller Hecht und mache nun Tausende Bilder von mir.. …hmmmm Ob es auch etwas anderes im Tal zu sehen gibt? Ja, ist ja gut….


…gibt es. Tolle Wasserfälle, darunter den breitesten von China.




Das wirklich Faszinierendste ist aber die bizarr schöne Seenlandschaft – fast surreal das Farbenspiel der Natur in Jiuzagou. Wir sind wirklich trotz allem bisher gesehenen in dem zurückliegenden Jahr beeindruckt.

Bald lassen wir die klassischen Han-Chinesenprovinzen hinter uns – unser Weg gen Heimat führt uns durchs tibetische Qinhai und muslimische Uiguirien – Hochgebirgspasspassagen und heiße Wüstenstürme warten auf uns. Dranbleiben und sich erst mal warm anziehen – dann seid ihr für den nächsten Bericht gut aufgestellt.

Euer Kostya

013 Gebetsmühlen entlang des Randes von Tibet
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