Auf dem Weg nach Esfahan

Liebe Freude des Orients,

Um von Sirjan nach Shiraz zu gelangen, müssen wir hoch hinaus.

Die Straßen führen uns bis auf 2550m, wir begegnen Palmen, Salzseen und kargen Felsen. Die Landschaft ist gespickt mit goldenen Kuppelmoscheen und zwischendurch trifft man auf grünes, fruchtbares Land.

Tiefe Einblicke in die kulturelle Vergangenheit des Iran. Wir beginnen mit dem bedeutendsten Dichter Hafis in Shiraz und begeben uns dann weiter auf die Suche nach vergangenen Hochkulturen in Persepolis und Pasagardae.

Ab ins Gewimmel, die Möglichkeit eines ausgedehnten Einkaufs durch den persischen Basar, mit all seinen Gerüchen und Reizen, lassen sich auch unsere Tourleiter nicht entgehen.

Die Zitadelle des Karim Khan, geschmückt mit seinen sagenhaften Buntglasfenstern, zeigt uns einmal mehr, wie einfallsreich die Perser waren. Die Farbauswahl der Fenster, soll Fliegen so sehr irritiert haben, dass sie freiwillig geflüchtet sind. Des Weiteren bestaunen wir die filigrane Arbeit, des Kunstschmieds und knüpfen wie immer Kontakt mit der Bevölkerung.

Richtung Norden fahren wir in die Wiege des alten Persiens und lauschen den Geschichten des Xerxes, welche unser Guide Amin zum Besten gibt. Der Apadana Palast ist der am besten erhaltene Bereich von Persepolis und ist zu unserem Erstaunen bis heute bewohnt.

Auf dem Weg nach Esfahan ist noch Zeit für einen kurzen Stopp in Pasargadae, einem weiteren Ursprung persischer Geschichte und beenden damit die achamenidische Epoche.

Wir stehen im Zentrum der Stadt, besuchen den Ali-Qapu Palast und die Lotfollah Moschee, welche uns mit ihren verzierten, höhlenartigen Eingängen schlicht den Atem raubt. Farbenfroh und kreativ geht es weiter. Egal ob Blüten, Teppiche oder Bärte, uns bieten sich einige schöne Eindrücke aus einer schon fast weltoffen wirkenden Stadt.

Das Bild von kompromisslosen und streng gläubigen Moslems, welches in der westlichen Welt stark verbreitet ist, relativiert sich in Esfahan ungeheuer schnell. Neben der überwiegend muslimischen Bevölkerung, leben seit hunderten von Jahren, armenische Christen und werden nicht nur geduldet sondern sind völlig integriert und akzeptiert. Die Kirche bietet uns einen schönen Kontrast zu den Moscheen, welche wir am Vormittag besucht haben.

Neujahr im persischen Kalender heißt Novrouz und wir feiern gemeinsam mit den Iranern das Jahr 1396. Passend dazu genießen wir im Abbasi Hotel unser gemeinsames Dinner und mischen uns unter die Leute.

Unsere Pilgerfahrt führt uns nun weiter nach Qom, die zweitheiligste Stadt nach Mashhad. Der heilige Schrein der Fatima al-Ma’suma glänzt durch seine knapp 300Kg Gold und gilt es Zentrum der Schiiten. Hier begann die islamische Revolution und ist Symbol für Freiheit, Unabhängigkeit und Spiritualität.

Mit diesem kulturellen und architektonischen Leckerbissen verabschieden wir uns und machen uns auf in die aktuelle Hauptstadt Teheran.

Oleg, Amin und Lukas

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