Auf königlichen Spuren bis zum Persischen Golf

Liebe Freunde des Ostens,


Entlang der ältesten Handelsstraße der Welt, der alte Königstraße, geht es vorbei an beeindruckenden Felsformationen bis zu einer Karawanserei. Der traumhafte Ausblick wird nur noch durch den wärmenden Tee versüßt.

Der Weg von Kermanshah nach Shush führt uns von 1300m Höhenmetern auf 2000m und dann runter auf 70m. Unerwarteter Schneefall in der Nacht, birgt später eine kleine Überraschung für uns.

Auf dem Harsinpass ist es dann soweit. Dank Sommerreifen und überfrorener Fahrbahn tanzen wir gemeinsam mit überaus hilfsbereiten Iranern Balett. Erst als der Winterdienst eintrifft und später noch ein Kamerateam, geht es weiter. Mit vereinten Kräften meistern wir die 2000 Höhenmeter. Es ist tatsächlich ungewöhnlich kalt in diesem Abschnitt der Reise.

Die Arbeit hat sich gelohnt und wir werden mit einer traumhaften Märchenlandschaft belohnt. Diese endlosen Weiten ziehen sich durch den gesamten Iran und werden uns noch öfter ins Staunen versetzen.

Kaum verlassen wir das iranische Hochplateau, begrüßt uns die Sonne. Die Temperatur steigt auf 18 Grad. Prunkvolle Moscheen säumen unseren Weg und die Vegetation ändert sich rasend schnell.

In Shush angekommen werden wir von der örtlichen Bevoelkerung herzlich empfangen und mit frischem Brot aus der traditionellen Feuerstelle beschenkt. Dieser stolze und gut gelaute Bäcker ist nur ein Beispiel von vielen, für die herausragende Gastfreundlichkeit der Perser.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf, etwas über die historischen Gebiete von Susa zu lernen. Wir besuchen den Akropol und dem Apadana Palast.

Diese beiden Figuren stammen aus der Achameniden Zeit. Diese persischen Soldaten schützten einst die Tore des Darius Palasts.

Ein tragender Grundzug unserer Reisen ist der interkultureller Austausch. Auch dieses Mal ein voller Erfolg und für fast alle (außer für die junge schüchterne Dame vorne rechts) ein großer Spaß.

Die Architektur des alten Persischen Reiches ist vielseitig und einfach nur beeindruckend.

Weiter gehts. Vorbei an gut gelaunten Obstverkäufern fahren wir nach Chongha Zanbil, wo wir direkt am Unesco Weltkulturerbe die Nacht über bleiben werden.

Nach den salzigen Tagen im Gebirge und nach einigen staubigen Pisten, brauchen sowohl Mensch als auch Maschine, eine reinigende und erfrischende Wäsche.

In Chogha Zanbil begrüßt uns eine arabische Großfamilie und lädt uns zu ihren Festtagen ein. Iran ist wirklich ein sehr gastfreundliches Land.


Zufällig findet ein Pilot von BP in den 30er Jahren diesen verschollenen Ort. Das Zigurat wurde einst zu Ehren der Götter Inschuschinak und Naperischa errichtet und ist über die Jahrhunderte in Vergessenheit geraten.

Vermutlich hat hier niemand in den letzten 3266 Jahren Geburtstag gefeiert. Bis Valery hier am 16.12.2016 seinen Geburtstag, mit zwei frisch gebackenen Torten in großer Runde zelebriert.


Der Tag endet vor atemberaubender Kulisse und wird uns lange in Erinnerung bleiben.

Wir können uns zwar kaum von diesem magischen Ort trennen, trotzdem fahren wir mit großer Vorfreude an den Persischen Golf. Die unbegreifliche Weite dieses Landes berührt uns.

Auf dem Weg halten wir noch einmal an einem Fischmarkt und kaufen für die gesamte Gruppe Fisch, den heute wird Valery für uns grillen.


Viele freiwillige und fleißige Helfer kümmern sich und kredenzen österreichische Kartoffelsalate und weitere deutsch-schweizer Salate.

Nach dem Essen bleibt noch Zeit, um ein weiteres Mal die herrliche Komposition aus Farben und Licht zu bewundern.

Die erste Nacht vor malerischer Kulisse am Persischen Golf hat uns gutgetan. Die Strecke von Bandar Deylam nach Bander Taheri (Siraf) könnte, wie schon die vergangenen Etappen, abwechslungsreicher kaum sein.

Ein Meer aus Palmen oder schroffe Felslandschaften, der Kontrast dieses Landes fasziniert.


Diese Dromedar-Karawane begegnet uns zwischen Deylam und Taheri. Die Dromedare werden durch zwei rasende und tollkühne Treiber auf Motorrädern begleitet.


In regelmäßigen Abständen durchfährt man Industriestädte. Kolossen aus Stahl und Beton prägen das Bild. Die Gasförderung ist der mit Abstand größte wirtschaftliche Zweig des Iran.


In Bandar Taheri kommen wir wieder zur Ruhe und feiern nahe einiger alten Fischerhütten zwei weitere Geburtstage.

Wunderschöne Gebäudekunst im südlichen Iran bei milden Frühlingstemperaturen. Das Überwintern in der Wärme hat angefangen.

Felsformationen bilden eine beeindruckende Reise- und Rastkulisse.

Neugierige und jubelnde Kinder die uns den Weg nach Bandar Lengeh zeigen wollen.

Einheimische erklären uns, dass es sich um gewöhnliche Wasserspeicher handelt. Für ein gutes Motiv taugen sie auf jeden Fall.

Unsere letzte Nacht in Iran. Wir werden mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang verabschiedet. Diese Kulisse und unsere Erinnerungen entschädigen uns schon im Voraus für die anstehende Abfertigung im Hafen von Bandar Lengeh.

Alle Vorbereitung sind erledigt die Tanks sind voll. Die Lust und Neugierde auf die Emirate und den Oman sind groß, unser eigentliches Zile, die Arabische Halbinsel zum Greifen nahe.


Ausnahmsweise fahren wir die knapp zwei Kilometer bis zum Hafen in Kolonne.

Das Verladen der Fahrzeuge verlangt uns noch mal alles ab. Der Kapitän weigert sich strickt die Rampe niedriger anzubringen. Somit besteht Aufsetzgefahr für die niedrig liegenden Reisemobile. Provisorische Rampen nach lautem Einfordern – und schon klappt es.

Also, wie ihr seht, geht es. Wenn auch mit viel Geduld und Gefühl. Schnell geht gar nichts im Orient. Schnell geht immer nur die schöne Zeit vorbei. Für Oleg geht die Reisezeit in den Emiraten vorbei, seine Kollege Artem wartet dort mit Handy auf alle. Valery darf weiterfahren, Lukas wir kurz vor Jahresende wieder nach Hause fliegen.

Allen liebe Grüße vom Persischen Golf

Eure
Oleg, Valery, Lukas

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