Unterwegs auf der Weihrauchstraße

Liebe Freunde der Fernreise!

Alles geht vorbei – auch die tiefsten Krisen und Sand im Getriebe – oder Wohnmobile im weißen Strandsand

Wie man aus solchen Geschichten wieder rauskommt? Niemals aufgeben und an das Unmögliche glauben. Also haben wir…

…einfach darauf gewartet, dass eine Kamelkarawane vorbeikommt…

…ein Kamel ist das arme schwarze Schaf und muss uns bis auf die Straße ziehen.

…klappt doch…? Na, das war ein bisschen Wüstenjägerlatein. Dier Kamele sind uns erst später begegnet. Und das Wunder blieb aus – wir mussten die Luft bis auf 0,6 bar aus den Reifen lassen – dann fuhr das Ding tatsächlich ohne fremde Hilfe aus dem weichen tiefen Sand heraus. Und schwarze Kamele gibt es übrigens wirklich hier im Süden des Oman…!

…und so schafften wir noch unsere Agenda und eine der vielen Machtübergaben des Triumpherates Artem, Arthur und Kostya. Während Arthur erst wieder Mitte März auf die Bildfläche tritt, wechseln sich Artem und Kostya in der Leitung ab. Administrative Dinge wie Visierungen und Registrierungen und Auftrittsverpflichtungen bringen mich zweimal für eine Woche ins Ausland – in dieser Zeit leitet Artem – absolut souverän – was nach diversen Prüfungen auf der Seidenstraße und im Norden Russlands nicht mehr verwundert. Viel Erfolg, ehrenwerter Kollege!

Für mich heißt es Vollgas runter nach Salalah in den Süden, um dort Visaverlängerung und dann den Abflug nach Dubai zum Treffen mit der saudischen Agentur zu schaffen und den Folgetag gleich weiter zu einem Auftritt in Deutschland zu reisen. Das riecht nach Stress und das ist es auch.


Zauberhafter Platz für einen Powernap – schließlich muss ich die ganze Nacht durch das „leere Viertel“ fahren, um morgens in Salalah zu sein. Ja, Reiseleiter und Organisator auf so einer Tour ist kein Zuckerschlecken. Aber ein sehr intensives Erlebnis.


Geschafft. Bin im schönen Salalah mit den herrlichen Früchten und schönen Spritpreisen wie überall im Oman. Ca. 30 Eurocent der Liter.

Inzwischen sind Artem und seine Gruppe entlang der Küste auf imposanter Strecke bis nach Salalah gereist und erkunden …

.. von unserem Basiscamp aus die Umgebung. Es gibt keine Campingplätze und nur an ganz wenigen Stellen haben wir Stromanschluss wie auch an diesem Platz. Wer also über das Überwintern auf der Arabischen Halbinsel nachdenkt, muss sein Fahrzeug entsprechend mit einer guten Solaranlage ausstatten. Wir werden alles dazu auf unseren Treffen im Frühjahr und Herbst erläutern.


Das Camp ist doch gar nicht so schlecht. Fast Urlaub, könnte man meinen, Herr Artem. Solche Momente sind aber eher die Ausnahmen für uns Reiseleiter. Und für euch Reisende auch – wir können nur selten mit Schwimmbädern aufwarten.

Rechtzeitig zur Stadtführung durch Salalah mit Kathy bin ich wieder zurück. Kathy lebt hier schon seit langer Zeit – sie ist eine Superguidin – einfach nur zu empfehlen!


Die Sultan Qaboos-Moschee in Salalah. Nicht so mächtig wie in der Hauptstadt. Gut, dass wir noch nicht wissen, wie gewaltig die Moschee in Abu Dhabi sein wird.

Auf dem Fischmarkt. Das ist ein Thunfisch!

Kuhköpfe – es wird fast alles verwertet.

Im traditionellen omanischen Restaurant. Das Fleisch, meist Ziege und Kamel, wird unter heißen Steinen gegart und dadurch ganz weich.

Unser omanischer Übergangsguide hat noch nicht viel Erfahrung mit Touristen – aber er ist sehr authentisch. „Wann willst du heiraten?“ habe ich ihn gefragt: „Später, jetzt ist mein Problem, dass ich Geld, aber noch keine Arbeit habe!“ Ach, herrje, bei mir ist alles genau umgekehrt.

Dabei dürfte unser Omani bis zu vier Frauen haben – unter gewissen Umständen.



Auf geht es in den südlichsten Abschnitt unseres Überwinterungsprojektes. Auf einer wahren Traumstraße winden wir uns durch spektakuläre Landschaften. Die Straßen sind wie immer im Oman tadellos.


Tolle Aus- und Einblicke in die felsige Küstenlandschaft.




Besonders die ungewöhnliche Vegetation hat es uns angetan. Elefantenbäume, Agaven und Würgefeigen tauchen die Felslandschaft in ein mystisches Ambiente.

Wir sind längst auf einem Abschnitt der legendären Weihrauchstraße. In den felsigen kargen Tälern stehen die alten knorrigen Wehrauchbäume. Stopp und…

…hin zu den Bäumen.



An die widrigen klimatischen Verhältnisse mit ganz wenig Regen angepasst. Gibt es etwas Wasser, kommen gleich die kleinen grünen Blätter.


Sehen ist schön, aber Anfassen immer schöner.



Traumbuchten laden zum Verweilen ein. Machen wir.



Traumstrände ohne Touristenschwemme und Hotels – hier geht es lange nur, wenn du dein eigenes Hotel auf Rädern mitführst.


Genau so geht professionelles Überwintern. Schauen, Baden, Genießen, während Zuhause gerade Eis von der Windschutzscheibe gekratzt wird.

Bunte Schnecken bringen sich in Sicherheit vor…


…Flamingos, an die man sogar recht nahe herankommt.

Drei weitere Tage Urlaub vergehen im Fluge. Oh Mann, was bist du schön, Oman!

Es geht zurück über Salalah ins Landesinnere.

Nicht Allgäu. Genau hinschauen. Es sind keine behöckerten Kühe, sondern normale Kamele.

In breiten Wadis stehen Hunderte Weihrauchbäume.



Vish, unser neuer omanischer Partner, zeigt sie uns ganz nahe. Weihrauchbäume in ihrer vollen Pracht. Sie werden hier künstlich gewässert, rein aus Nächstenliebe für Touristen.

Fahrt nach Ubar – der versunkenen und wieder entdeckten Stadt. Nur die 3 Kilometer zum Standplatz sind so staubig – der Rest Babypopoasphalt.


Aktuell graben Archäologen die einst versunkene Stadt wieder aus. Das Atlantis der Wüste existiert also wirklich. Mal sehen, wieviel sie nächstes Jahr freigelegt haben werden.

Auf dem Weg in den Nordwesten Omans. Wir starten in der Frühe mit einem omanischen Bus und einem Fahrer ohne Durchblick zum einzigen Oryx-Reservat der Welt.




Bereits vor Jahrzehnten im Oman ausgerottet, werden nun die Artbestände in einem riesigen Reservat wieder langsam aufgebaut. Einige Tiere sind bereits ausgewildert, die meisten im Schutz des Zauns des Reservats.


Wäre nicht diese abenteuerliche Busfahrt zum Reservat mit fehlenden Scheiben und tiefenentspanntem Fahrer, könnte man das jedem empfehlen. So werden wir nächstes Jahr den Bus nur noch auf der Piste, nicht aber der Straße fahren lassen.

Ja, das hat unser jobloser wohlhabender Beduine gut hinbekommen. Kamele melken, was ich leider verpasst habe aber Artem noch ein paar Fotos nachschießen wird. Und den Bus über die Rüttelpiste zum Reservat zu schicken. Nach so viel Arbeit mit uns muss für Manah erst mal eine Pause her.

Ich wünsche euch an dieser Stelle einen schönen Abend – bald erreichen wir Nizwa und ich werde in Dubai und Abu Dhabi die Durchfahrt nach Saudi Arabien regeln. Es ist noch viel zu tun trotz aller vorherigen Zusagen. Haltet uns die Daumen.

Bis bald

Euer Kostya

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