Durch das wilde Kirgistan

So sieht es also aus, das wilde Kirgistan! Ihr glaubt es nicht? Na gut, dann hier ein paar aktuellere Eindrücke:

Anfangs war es auch für uns kaum zu glauben, dass derartige Landschaften nicht nur gemalt sind, sondern auch tatsächlich existieren. Das lässt einen auch die mehr als abenteuerlichen Straßen vergessen, welche Mensch und Maschine gelegentlich ans Limit gebracht haben…….

Obwohl wir schnell begriffen haben, was eine wirkliche „Staubpiste“ ist und dass uns die chinesischen Lastwagen selbst hier in der kirgisischen Bergwelt nicht in Ruhe lassen, hat uns der Mut nie verlassen und siehe da: nach einer deutschen Tankstelle folgte auch prompt eine deutsche Autobahn!

Mit derart frischem Aufwind geht es rein ins wilde Kirgistan mit seinen wilden Bewohnern. Schaut mal, wie wild sie sind!

Die Kirgisen haben zwar in Zentralasien tatsächlich den Ruf, aus Langeweile ständig Revolutionen anzuzetteln, doch seit den Unruhen im Süden des Landes vor 3 Jahren ist es ruhig geblieben und so bereisen auch wir das ganze Land, ohne uns dabei unsicher zu fühlen.

Ein Ort hat es mir dabei nach wie vor besonders angetan und so gönnen wir uns auch in diesem Jahr ein paar erholsame Tage am Issik Kul-See, der „Perle“ Kirgistans.

Doch wie heißt es doch so schön: ohne Fleiß kein Preis! Daher bezahlen wir unsere Ruhe mit einigen Stunden Sandschaufeln, denn das Ufer des Sees erweist sich als äußerst sandig und fast jeder muss im Laufe der kommenden Tage zu Schaufel, Sandblech, Abschleppgurt – oder aber dem Retter in der Not namens „SIL“ greifen. Dieses sowjetische Monster aus grauer Vorzeit (Gerüchten zufolge mit knapp 6 Litern Hubraum und einem Verbrauch von etwa 50 l auf 100 km) hat uns wirklich noch mehr Arbeit erspart und uns heil auf festen Grund und Boden befördert – vielen Dank dafür!

Somit bleibt mehr Zeit um dieses faszinierende Land, seine Traditionen und Landschaften – aber auch weitere Überbleibsel aus der Sowjetzeit wie etwa die Mahnwache in Bischkek – zu bewundern. Danke Emil und seiner wundervollen Kollegin und Ehefrau (ja, manchmal lassen sich Freizeit und Beruf in idealer Weise miteinander verbinden….) für diese schöne Zeit!

Wir, liebe Leser, sind den sandigen Spuren der Seidenstraße weiter gefolgt und befinden uns mittlerweile in weitaus südlicheren Gefilden. Was uns dort erwartet, dass erfahrt ihr demnächst an dieser Stelle. Bleibt uns also treu und vergesst nicht: Im Osten gibt es stets viel Neues!

Euer Arthur

usbekistan taschkent010 Im Schatten Tamerlans
Herzlich willkommen in Usbekistan! … hier ist nun der ultimative Beweis, dass wir nicht nur das wilde Kirgistan überlebt haben, sondern auch Zentralasien durchquert und uns so unseren Weg in den Iran gebahnt haben…… < mehr

008 Unterwegs im Reich der Mitte

nach einer kleinen kreativen Schaffenspause (ja, es gibt unterwegs leider auch jede Menge nicht so kreativer… < mehr

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