Jubiläum im Land der Gastfreundschaft

Liebe Freunde des Ostens,

mit der Ankunft im Iran feiern wir nicht nur eine weitere Etappe der legendären Seidenstraße, sondern ich persönlich zugleich meinen zehnten Besuch in einem Land, welches viele als DAS gastfreundlichste der Welt bezeichnen würden.



Auch beim zehnten Besuch im einstigen Persien ist wieder alles anders und spannend wie beim ersten Mal. So etwa der neue Grenzübergang bei Lotfabad, den wir in diesem Jahr von Turkmenistan aus nehmen müssen.




Doch die Mühe lohnt sich! Denn auch 2016 besticht der Iran durch sein uraltes Kunsthandwerk, schöne und dennoch einsame Landschaften sowie natürlich die traditionellen Basare.






Ein persisches Sprichwort besagt „Stell dich nicht der Wahrheit in den Weg, dann wird sie dich erreichen.“ Gerade für den Iran, der bei uns im Westen (trotz politischer Entspannung auf der internationalen Ebene im letzten Jahr) nach wie vor mit einem negativen Image zu kämpfen hat, gilt diese Weisheit wohl wie kaum für ein anderes Land. Neben dem Verbot von Schweinefleisch und Alkohol sowie der Kopftuch-Pflicht für Frauen, welche nach wie vor in Kraft sind, gibt es ausreichend Kunst und Kultur zu entdecken, neue Regeln an Tankstellen auszuprobieren sowie den „Drive Thru“ zu testen – letzteres besser ohne Wohnmobil.



Nach dem Abschied von meinen Kollegen Artem (der sich nun auf die bevorstehende Oman-Tour vorbereitet) und Kristina (die nun einen wohlverdienten Heimaturlaub vor sich hat), übernehme ich nun wieder das Ruder und freue mich über das Wiedersehen mit Amin, unserem iranischen Allrounder, der uns die nächsten 3 Wochen begleitet, sowie seinen lokalen Kollegen vor Ort! So bekommen wir stets Informationen aus erster Hand und fühlen uns weit weg von der Heimat trotzdem stets geborgen.




Kaum angekommen, stürzen wir uns natürlich auch im Iran gleich mitten rein ins pralle Leben. Ob Ferdowsi-Grabmal oder Imam Reza-Shrine: Wenn man in Maschad ist, gehören beide zum Pflichtprogramm. Unbedingt.





Hier sind wir tief drin im Orient und seinen Sitten. Männer links, Frauen rechts. Wie es sich gehört. Im Ernst: Wer sich in einem fremden Land befindet, der muss sich natürlich auch an die jeweiligen Gepflogenheiten anpassen. Wir sind nun mal die Gäste und dürfen als „Ungläubige“ im Heiligtum der Schiiten umherlaufen, fotografieren und werden zum Schluss sogar noch beschenkt.




Außerhalb der religiösen Stätten geht es aber im Iran stets sehr locker, freundlich und vor allem unglaublich warmherzig zu – so wie etwa hier bei einer Wanderung in der Nähe von Tabas. Ein Lächeln, ein gemeinsames Erinnerungsfoto und ein Händedruck – das funktioniert überall auf der Welt!





Wir genießen das freie Stehen in diesem riesigen Land, treffen alte Seidenstraßen-Veteranen bei ihrem zweiten Besuch im Iran und erkunden gemeinsam mit Amin die Geheimnisse des Zoroastrismus, der sogenannten „Feuerreligion“, welche hier in der Nähe von Yazd schon lange vor dem Islam existierte und bis heute noch praktiziert wird.







Die einstige Wüstenoase Yazd bietet bis heute alles, was man sich vom Orient so erwartet: beeindruckende islamische Architektur, enge Altstadtgassen inmitten von Lehmmauern sowie natürlich einen traditionellen Basar.




Die Mittagshitze überbrücken wir in einem Persischen Garten, wo wir uns erholen, stärken und zugleich auch dem Treiben der Einheimischen zuschauen können.








Ein weiteres Highlight in Yazd stellt der Besuch der „Türme des Schweigens“ dar. Diese ebenfalls aus zoroastrischen Zeiten stammenden Bauwerke dienten bis vor Kurzem noch der Bestattung der Toten und bieten heute – vor allem zum Sonnenuntergang – einen fantastischen Blick auf die Stadt. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen hier an den Stadtgrenzen von Yazd und bieten ein unvergessliches Erlebnis!

All dies haben wir erneut gemeinsam geschafft und sind dankbar für die bisherigen Eindrücke! Mit Kerman, dem Persischen Golf sowie Shiraz und Isfahan stehen uns aber noch weitere Perlen des Orients bevor und so freuen wir uns auf neue Abenteuer, von denen ich hier bald wieder berichten werde. Bis hoffentlich bald!

Euer Arthur

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