Erlebnisse am und auf dem Onega

Liebe Mitreisende!!

Wir setzen unsere Fahrt zunächst in östlicher Richtung fort und erreichen schon am Mittag die Hauptstadt der Teilrepublik Karelien, Petrosawodsk. Die Stadt wurde von Peter dem Großen benannt – wörtlich – Peters Werk – und ist heute die größte Stadt am Ufer des immerhin zweitgrößten Sees in Europa. Der See eröffnet am Nordufer den Weißmeerkanal, der die Barentssee mit dem Finnischen Meeresbusen verbindet. So können Schiffe praktisch unsere Strecke fahren – allerdings ohne all die vielen Abstecher, die wir mit unseren mobilen Häusern auf Rädern unternehmen.



In Petrosawodsk decken wir uns kräftig mit Lebensmitteln ein. Am Nachmittag stehen wir abseits der großen Stadt direkt am Ufer des riesigen Onegas. Die Ankunft im kleinen Fischerdörfchen Uja feiern wir mit gemeinsamem Grillabend. An dem laaaaangen Tisch lassen wir uns von dem noch läääääängeren Sonnenuntergang beeindrucken. Sehr rooomaaaantiisch, dieses eeeewige Schauspiel des Nordens.

















Einer der Höhepunkte unsere Reise steht an: Es geht per Tragflügelboot auf die 60 Kilometer entfernte Insel Kizhi – heute Ort für ein weltberühmtes Freilichtmuseum. Wir lernen beim Inselrundgang viel von unserer kundigen Führerin Irina. Wir sind hautnah an Kultur und Alltagsleben des nördlichen Volkes – den sogenannten Pomoren. Alle Häuser auf Kizhi sind ausschließlich aus Holz – ein Zeugnis der weit entwickelten Holzbearbeitungskunst dieser Region.

Einmal selbst vor den markanten Holzkirchen stehen – ist schöner als es 100 Mal auf Fotos zu sehen! Also, wer noch nicht da war, weiß, was er nächstes Jahr tun muss…













Bei schönen Wetter dürfen wir einen ganzen Tag am Ufer des Onega genießen. Vitalij leitet mit der Begeisterung einen Russischkurs. Wir wollen uns ja angemessen und freundlich im Land bewegen.


Es geht weiter gen Norden. Immer gen Norden. Aber wir fressen die Kilometer nicht, wir lassen uns Zeit und machen Abstecher zur Holzkirche im Dorf Kondopoga und den Wasserfall Kiwatsch. Ja, für Karelische Verhältnisse ist das ein Wasserfall. Und malerisch gelegen ist er allemal.

Wer während einer Gruppenreise Geburtstag hat, braucht sich über die einzuladende Gesellschaft keine Gedanken zu machen. So einen Tag vergisst man nicht. Vitalij!!! Wir gratulieren dir zu deinem 60. Geburtstag. Du bist ein ganz wichtiger Teil des Teams und die Seele der Gruppe! Alles Gute und viel Gesundheit wünschen wir dir!






In Medwezhegorsk am nördlichen Onegaufer gelegen, zeigt uns der Museumsdirektor der Stadt Sergej, die Erschaffung eines Bauwerkes in Rekordzeit durch unvorstellbar harte Arbeit Hunderttausender Kriegsgefangener aus der Stalinzeit der Enddreißiger. Gemeint ist der Weißmeerkanal. Es war eine schrekliche Zeit für diese Region. Viele haben diese Periode nicht überlebt. Als trauriger Beweis dieser Zeiten liegen Hunderte Massengräber im Kiefernwald bei der Gedenkstätte Sandormoch. Was haben wir doch für ein Glück, in für uns kriegsfreien Zeiten leben und reisen zu dürfen.


Lagerfeuerromantik – auch das ist der Zauber des Nordens.

Wir sind noch lange nicht ganz oben im höchsten des Hohen Nordens angekommen. Es folgen weitere zwei Etappen in Karelien, erst dann geht es über den Polarkreis und rein auf die Halbinsel Kola. Aber das ist eine Geschichte von morgen.

Euer Oleg, Vitalij und Anatolij

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