Neuseeland ist das schönste Ende der Welt

Liebe Mitreisenden!

Nun liegen Australien und die heimatlichen Seabridgetreffen in Klüsserath und Dad Dürrheim und damit schließlich auch Neuseeland hinter uns. Oder doch noch vor uns? Zumindest virtuell, denn berichtet habe ich darüber noch nicht. Der Landweg von Europa nach Australien ist vollbracht, die Reise in Australien war toll, besonders die Stielaugen der westlichen Touristen beim Erblicken unserer bundesdeutschen Nummernschilder.

Neuseeland ist nun noch weniger als Australien an Eurasien angebunden. Dorthin kann man nur verschiffen, wenn man den mit dem eigenen Wohnmobil reisen möchte. Oder man hat ein Fahrzeug mit extremer Wattiefe. Sehr extrem. Unser Fahrzeug hat das nicht und steht längst auf dem Schiff Richtung Europa. Die nächste große Asienreise ruft ja bereits. Zwei unserer legendären ATW-ler haben aber tatsächlich ihre Fahrzeuge nach Neuseeland verschifft, einer sogar nach Japan.

Wie wir in Neuseeland reisen? Nun, wie gehabt, per Reisemobil, allerdings jetzt per Mietfahrzeug.

Erst mal per Flieger von Perth nach Auckland, Neuseelands Drehkreuz.

Dann zur Mietstation von Kea. Genug Platz zum Leben mit drei Frauen. Sitze, Koffer und Kinder rein und schnurstracks los mit dem schicken neuen und sauberen Keacamper Richtung Südinsel, wo es schneller kühl wird als im milden Norden.

Von außen auch nicht schlecht. Ist zwar nicht unser Bimobil – aber die beste Alternative, um Neuseeland zu erkunden.

Schnell ist Wellington erreicht, der Südzipfel der Nordinsel. Per Fähre rüber nach Picton – alles gebucht per Internet, alles geregelt, korrekt, pünktlich. So gar nicht asiatisch.

So etwas habe ich vorher noch nie gesehen und in Sibirien schon gar nicht. Eine Campingplatz-Drive-Through-Rezeption, hier in Christchurch. Ist das nicht abgefahren?

Trampolin und Sprungkissen und anderes Spielgerät neben dem Campingplatz, alles gelegen im Zentrum von Christchurch, das nach dem Erdbeben Dank bienenfleißiger Kiwis wieder einigermaßen hergestellt ist.

Ach, hätte ich nur einmal im Wilden Osten auf unseren Touren so eine Infrastruktur. So müsste ich mir nicht nur beim Entsorgen keine Sorgen mehr machen.



Eins der neuseeländischen Chromosomen hat die Form eines Reisemobils – keinen Zweifel. Irgendwann baut jeder Kiwi einen eigenen Camper. Fast jeder…


Insel bedeutet viel Küste – Das sind keine Malereien sondern Fotos

Küste ist Abenteuer – beinahe wären wir mit Karl Dall, ähh dem Meeressäuger beim Erklettern der Felsen aneinander geraten.

Geniestreiche der Natur – Die Steinkugeln an der Ostküste sind Produkte einer langen Sedimentier- und Erosionshistorie.



Queenstown – die Touristenhochburg Neuseelands. Abenteuer ohne Risiko geht eigentlich nicht. Außer hier. Alle Adrenalinevents sind hier buchbar mit der Gewissheit, dass der gemeine Reisende (wissenschaftliche Bezeichnung) Parasailing oder Bungeejump – mit herrlichem Blick auf den Campingplatz – überlebt.

Gibt es ein besseres Reiseformat für diese Insel als das Wohnmobil?

Alles für den Touristen – auf diesen vom neuseeländischen TÜV jährlich abgenommenen Holzstegen … es ist alles so sicher und gut …das muss einfach einen TÜV haben.

Habe ich gerade sicher gesagt? Dieses grüne Monster wird mich gleich… wieder verlassen. Der Stabkäfer ist ähnlich wie sein großer Bruder in Malaysia völlig harmlos.

Was für eine tolle Vegetation.

Schönheiten entlang der Straße

Wilde Tasmanische See an der Westküste. Kein Badestrand, aber was für ein Erlebnis, hier entlang zuwandern.

Traumstrände – Traumstraßen


Eben noch Küste, keine 15 Kilometer weiter steht man vor den Bergen rund um den Franz-Josef-Gletscher.

John ist unser Pilot und wird mich und meine Mädels gleich hinauf zum Gletscher bringen.

Anflug zum Gletscher. Neuseeland ist durchzogen von Flüssen und Seen, Bergen und Wäldern. Ein El Dorado für Wanderer und Biker. Und Reisemobilisten, die auch die ersten beiden Leidenschaften besitzen dürfen…




Fast ohne Worte – so majestätisch schön.

Das Inland der Südinsel beherbergt unzählige, tiefblaue Gebirgsseen.


Ein weiterer Geniestreich der Natur. Die Pfannkuchenfelsen im Nordteil der Südinsel. Ebenfalls ein kunstvolles Produkt der Sedimentierung.


Niemals langweilig wird es an der Küste. Schroffe Felsen und tobende See wechseln sich mit weiten einladenden ruhigen Stränden ab. Immer wieder gibt es Möglichkeiten, mit dem Reisemobil direkt ans Meer zu fahren.

Wir haben es genossen und genießen weiter. So viele idyllische Plätze, bei denen man ganz einsam bleibt – und flexibel, Dank des Hauses auf Rädern. Zwei Wochen sind wir nun auf der Südinsel unterwegs gewesen – es wird ein erster Besuch dieses schönsten Endes der Welt. Wir haben schon jetzt Neuseeland Dank seines Naturreichtums, seiner Campinginfrastruktur, seiner Kinderfreundlichkeit und seiner Unkompliziertheit in unser Herz geschlossen.

So verlassen wir mit etwas Wehmut die Südinsel und blicken dabei von Bord des Fährschiffs auf die ausgedehnte Fjordlandschaft. Nichts Schlimmes, nichts Aufregendes ist uns passiert – einfach viel Genuss und Ruhe. Und natürlich – aber das kennen wir schon von Australien – viele Touristen an den bekannten Highlights. Die meisten davon sind übrigens Deutsche – gefolgt von … lange nichts und dann in Lauerstellung den Chinesen.

Ach, nichts Schlimmes, habe ich eben gesagt? Nach dem Verlassen der Fjorde gerät das Fährschiff auf offener See in heftigen Wellengang. Mir ergeht es gar nicht gut. Details bleiben euch Lesern erspart. Es ist nie alles immer gut.

Auf Euch, liebe Reisefreunde, wartet nun die Nordinsel. Vulkane, Urwald, Höhlen und Hobbits. Wir werden wieder Wochen ohne Fernseher auskommen und diesen bei solchen Ausblicken durch das Heckfenster garantiert nicht vermissen. Euch eine gute Zeit und bis bald vom schönsten Ende der Welt.

Kostya und seine drei Mädels

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Oft habe ich schon zu hören bekommen, ich sehe die Dinge alle rosarot – das Reisen durch… < mehr

051 Tief im Westen
Noch einmal nehme ich euch mit auf die virtuelle und trotzdem stets tatsächlich gefahrene Strecke… < mehr

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