Dschungelabenteuer in Malaysia

Liebe Abenteurer!

Was habe ich in meiner Kindheit nur davon geträumt – M a l a y s i a – was für ein klangvoller Name. Dass ich in meiner Reisemobilistenkarriere hier einmal mit zwei Dutzend Reisemobilen das Land erkunden werde, hätte ich auch nicht für möglich gehalten. Ist nun aber passiert. Rein in den Traum, der längst Realität geworden ist:

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Malaysia – grünes Land mit tropischem Klima per Reisemobilgespann

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Warnhinweise vor gefährlicher Strecke.

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So recht gefährlich ist der Straßenverkehr nicht – besonders im Vergleich zu den Ländern, die wir bereits durchfahren haben.

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Nachtleben in Penang, der Insel im Nordwesten Malaysias. Die Insel ist per Brücke leicht zu erreichen.

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Zu später Stund gibt es wenige Kunden und viel Zeit zum Ausruhen. Auch in Malaysia sind die Unterschiede zwischen Armen und Reichen groß. Rikschas kommen immer mehr aus der Mode. Man nimmt lieber die auf 15 Grad runterklimatisierten Taxis.

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Malaysia ist Land der Früchte. Papaya, Jackfrucht, Langsat, Duku, Durian. Letztere ist die sogenannte Stinkefrucht, die man in Hotels und Reisebussen –so wie bei uns erfolgt – hmmm, Gyspy Queen – ungern sieht – da sie, wertneutral ausgedrückt – recht ungewöhnlich durchdringend seltsam riecht. So seltsam, dass ich mich niemals durchringen konnte, sie zu probieren. Aber all die Früchte Malaysias stammen aus erster Hand und schmecken 100 Mal besser als in Europa aus dem Supermarktregal.

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Die Erschaffer der Farbenfreude haben sich besonders in Malaysia ausgetobt. Was ist es für ein Hochgenuss, entlang der Wegen und Straßen die Farbenpracht von Insekten und Früchten erleben zu dürfen. Es gibt unzählige Schwalbenschwanzarten, die durch die warmen Lüfte segeln.

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Passionsfrucht in der Blüte.

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Auf dem Weg in die Cameron Highlands. Farnbäume am Wegesrand zeigen, dass es nun kühler wird.

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Auf 1000 Metern Höhe wachsen unzählige von ihnen.

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Gemeint sind Orchideen – wild und wunderschön.

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Touristenattraktion in Malaysia sind die Teeplantagen der Cameron Highlands. Auch wir stehen nun für einige Tage in den Bergen und genießen die fantastische Teelandschaft:

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Dort, wo keine Teeplantage stehen, ist dichter Urwald.

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Romantisch und angenehm kühl – Hochzeitspaare lieben die Cameron Highlands.

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Und wir. Aufregend – so viele exotische Pflanzen.

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Auf geht es. Wir wandern tief hinein in den ewig feuchtkalten Mooswald

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Intensiv anstrengend aufregend belohnend – so tief im Dschungel – das ist gelebtes Abenteuer.

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Wir sind keine Sofakartoffeln – wir lieben das Erlebnis. Und ihr Zuhause? Das nächste Mal bitte mitmachen. Als Belohnung gibt es nach der Expedition das…

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…Zufriedenheitsgefühl pur.

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Schwere Fracht! Viele Urwälder in ganz Asien werden abgeholzt. Was dann kommt?

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Monokulturen, soweit das Auge reicht. Ölpalmen sind ein einträgliches Geschäft für alle Staaten in Südostasien. Auf der Strecke geblieben ist die Artenvielfalt. Der Preis wird hoch sein für den Kahlschlag in der Natur. Wir selbst müssen oft lange fahren, bis wir wieder Urwaldgebiete erreichen, die heutzutage nur noch in geschützten Nationalparks anzutreffen sind.

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Östlich der Cameron Highlands. Per Geländewagen machen wir uns auf den Weg zur nächsten Expedition.

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Exotische Blütenwelt. Die Knollenpflanze blüht erst und wächst dann wie ein Tannenzapfen in die Höhe.

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Zauberhafte Nachmomente: Orchideen, Gottesanbeterin und Fledermaus an seidenem Faden

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Das ist anstrengend und schweißtreibend – keine Frage.

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Blick nach oben. In den Baumwipfeln verläuft der Skywalk.

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Faszinierend in 50 Metern Höhe sich durch den Urwald zu hangeln.

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Insekten ganz groß: Ein Stabkäfer bekrabbelt mich, bevor er mir…

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…Auge und Ohr abbeißt. Attacke! Davon gibt es natürlich keine Aufnahmen mehr.

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Warane ganz klein: Der junge Wasserwaran ist ausgewachsen locker 2 Meter lang.

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Auf den Wasserstraßen tief in den Dschungel. Ziel der aufregenden Expedition ist das Paradies.

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Und so sieht es aus. Unser Paradies. Nach der aufregenden Flussfahrt und einer 30-minütigen Wanderung baden wir gemeinsam am Fuß der Flussfälle. Das ist wirklich paradiesisch. Klar, das man bei solchen Aktivitäten und gemeinsamen Erlebnissen keine Zeit hat, über Krankheuten nachzudenken. Wir reisen nun schon so lange, aber richtig krank wird niemand, obwohl es statistisch so sein müsste. Wir haben keine Zeit dafür! So einfach ist das. Pack dein Reisemobil und fahre dann los um die faszinierende Welt buchstäblich zu erfahren.

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Nach dem Bad im Paradies der gemeinsame Abend am Stellplatz im grünen Herzen Malaysias. Deswegen ist eine Gruppenreise so schön. Weil wir die vielen schönen gemeinsamen Stunden erleben dürfen. Nicht nur, weil Plätze und Programm und Visa und Genehmigungen organisiert werden, sondern auch weil viele Dinge gemeinsam mehr Freude bringen.

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Nacht am Strand von Cherating im Osten Malaysias.

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Die Spuren stammen nicht von Kettenfahrzeugen, sondern von…

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…riesigen Meeresschildkröten, die nun an den Strand kommen, um hier ihre Eier abzulegen:

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Die Eier werden nach der Ablage eingesammelt und zur Aufzuchtstation gebracht.

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Parallel zur Ablage schlüpfen aus anderen Gelegen die Babyschildkröten. Sie werden von Aufzuchtstationen zum Strand gebracht und freigesetzt.

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Langweilig ist uns nie. Auf der Küstenabgewandten Seite riskieren wir einen Ausflug in die Mangrovensümpfe.

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Die Mangrovenviper sollte man besser nicht fange. Sie ist recht giftig. Wobei dieses Exemplar kurz vor der Häutung steht und durch die trüben Augen nicht gut sieht. Ich habe sie trotzdem nicht gefangen. Will ja noch meine Kinder wieder sehen.

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Suchbild. Wo liegt er?

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Die Warane liegen gut getarnt im Mangrovengehölz. Beinahe hätte ich einen gefangen. Aber die Burschen sind wahnsinnig schnell und geschickt. Und können fest beißen. Bitte nicht probieren und erst eine Zeit mit kleineren Echsen üben. Ich weiß, dass fast jeder von euch Lesern gerne Reptilien fangen würde, daher die Warnung.

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Zurück in der Zivilisation. Wir sind auf dem Weg nach Melaka und anschließend Singapur.

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Puff hat es gemacht und einer der Reifen ist mit so einer Wucht geplatzt, dass nicht nur Radkasten, sondern sogar die Treppe stark beschädigt sind. Es sind die Spätfolgen der Fahrt durch Ostbhutan und Westmyanmar, wo es für Karkassen nicht viel zu lachen gab.

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Nach Singapur darf man nicht mit dem Reisemobil fahren. So sagt es das Gesetz des saubersten und modernsten Landes Asiens. Über langwierige Verhandlungen und einen guten Kontakt haben wir es im Rahmen einer Ausstellung für drei Fahrzeuge schaffen können. Ohnehin wären wir mit allen Fahrzeugen nur eingereist, wenn wir von Singapur aus eine Fähre nach Sumatra bekommen hätten.

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Da wir nun aber von Port Klang aus den Weg durch die Straße von Malakka wählen wollen, besuchen wir Singapur in erster Linie wegen Visierungsfragen für das indonesische Dauervisum, gestalten die Ausstellung und einen Vortragsabend unserer Freunde in Singapur mit und schauen uns dabei ganz nebenbei die Stadt an. Was heißt das eigentlich ? „Stadt anschauen!“ Für alle Mitreisenden ja, außer für meine Kollegen und mich.

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Wir armen Socken der Teamleitung sind wieder mal damit beschäftigt, Papiere für Visa, Grenzen, Meldungen, Durchfahrtsgenehmigungen und Verschiffungen fertig zu machen. So sieht es bei uns im Hotelzimmer aus. Also, Urlaub haben wir als Team gewiss nicht.

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Die Boliden, die nach Singapur reindürfen und von Grenze bis zum Parkplatz ohne Tieflader oder Schlepper fahren. Das ist historisch in der Reisemobiltouristik. Vielen Dank den drei Teams, die diese Mühen auf sich genommen haben. Vielen Dank Gabi und Franz und Gabi und Dieter und Kathrin und Jörn. Euch letzteren beiden ist auch der Kontakt zu den Veranstaltern des nun tollen Abends zu verdanken. Wir sind eingeladen als Gäste der WPO, einem weltweiten Thinktank für Führungspositionen.

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Typische Besucher der Ausstellungsfahrzeuge. Ganz Singapur ist übrigens die modischste Region Asiens.

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Das Interesse der Asiaten an uns ist groß.

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Wir erleben mich im Vortrag über unsere Reise und werden anschließend von unseren Gastgebern zu einem fantastischen singapurischen Essen eingeladen – erleben einen tollen Abend. Ein Thor, wer hier nicht gekommen ist um das zu erleben. Vielen vielen Dank an die großzügigen Gastgeber, die keine Mühen und Kosten gescheut haben, um uns einen unvergesslichen Abend zu bereiten.

Vollgefüllt mit tollen Erlebnissen und kulinarischen Krönungen fahren wir zurück ins Singapur-Mini-Hotel, wo wir sauber, aber sehr beengt übernachten werden. Alles ist im Gegensatz zum Rest Asiens recht teuer. Wir reisen daher nach Erledigung unserer administrativen Pflichten zurück nach Malaysia. Von Port Klang aus wollen wir per Fährverband auf die andere Seite nach Sumatra übersetzen.
Wenn ihr erleben wollt, wie wir durch die Straße von Malakka zwischen Piraten und Hochseeschiffen auf einer Plattform schippern werden, dann schaut rein in den nächsten Bericht.

Mutige Grüße
Euer Kostya

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