China zwischen Reisterassen und Bambusstangen

Ja, so habe ich China noch nicht erlebt. Während Arthur der Große mit seinen Reisemobilen Kurs auf den Norden Chinas hält – er hat immerhin noch 10.000 lockere sibirische und mongolische Kilometer vor sich, bevor es chinesisch wird -, versuchen wir vom Süden her das Land zu erkunden.

Problemlos verläuft die Einreise, da wir im Vorfeld fast alles klar machen konnten und in China ein eingespieltes Team sind.

Hallo, alter Freund! Yong Zhi hat alles im Griff, er führt nun zum 7. Mal unsere Reisemobile durch China. Der Süden ist allerdings Neuland für uns alle – mal sehen, wie es uns ergehen wird.

Es ist monsteraufregend, mit dem eigenen Reisemobil durch China zu fahren.

Ja, so kenne ich das . Man stelle sich die Radioansage im Verkehrsfunk vor: „Achtung. Auf der G 6 von Jinhong Richtung Kunming überholt ein Pickup mit Trommlern ein Pärchen auf einem Motorrad mit Sonnenschirm und High Heels!“ Bitte nicht ablenken lassen.

Normalerweise herrscht Rechtsverkehr in China. Aber das wird nicht immer so ernst genommen.

Da guckt ihr!

Da gucken wir!

Frauen in traditioneller Bekleidung der Hani-Minorität.

Frisch fesch, nicht wahr? Zu kurz ist nicht. Sind viel auf dem Bike, wird der Sonnen- und Regenschutz einfach verlängert.

Boah, hat die dicke Dinger. Melonen, natürlich.

Nein, das Bild steht richtig rum. Im Wettbewerb der ungewöhnlichen Schlafpositionen hat die Position Gewinnpotenzial.

Langsam drücken wir uns mit unseren Reisemobilen vorbei an den vielen Überlandbussen der Hani, die auf dem Weg zur Feldarbeit sind.

Bambuswälder, oft bis zu 25 Meter hoch. Wie klein da unsere Autos werden. Garniert wird das Ganze mit exotischen Vogelstimmen. Freuen wir uns auf spektakuläre Fahrtage durch die südchinesische Bergwelt.

Teeterassen im ersten Tagesabschnitt.

In Jahrhunderten geschaffen von Zehntausenden Händen der Reisbauern. Für uns ist das ungewöhnlich. Ungewöhnlich schön, daher fotografieren wir es so wie die Japaner die Drosselgasse in Rüdesheim, welche übrigens auch schön ist, aber eben nicht ungewöhnlich. Für uns.

Das kann der Pauschalreisende kaum. Immer wieder anhalten und fotografieren und Momente festhalten. Daher der ganze Aufwand mit den Reisemobilen. Ja, daher. Und noch wegen vielem anderen. Reist einfach weiter mit uns.

Traditionelle Bergdörfer der Hani. Wir übernachten direkt am Rande eines der Dörfer und bummeln abends los, um landestypisch zu essen.

Während im Vordergrund alles glatt abläuft, mehren sich im Gesicht von unserem chinesischen Guide die Sorgen: „Kostya fährt bald heim, und ich bin allein mit all den Aufgaben.“ „Mein Freund,“ sage ich, „du bist nicht allein. Hast mit Jörn und Chris und Marc und Ev und vielen in der Gruppe tolle Leute, auf die du zurückgreifen kannst. Hast schon ganz andere Stürme überstanden.“

„Aber selbst die Chinesen schauen doch sorgenvoll drein!“

„Gar nicht, schau genau hin!“

„Doch, voller Sorgen!“

„Ne, voller Freude“

„Stimmt, alle lachen, da kann nichts groß schief gehen, oder?“ Vorerst nicht.

Und da ich mich bereit erklärt habe, fast alles Spielzeug in China aufzukaufen und nachhause zu bringen, sollte es im Reich der Mitte durch meine temporäre Abwesenheit wieder viel vernünftiger werden. Nun kommt der Flug heim, und dann, nach langen, laaangen 15 Flugstunden…..

…darf ich wieder meine heranwachsenden Töchter bewundern. Was sie schon alles können.

Wie groß sie geworden sind… Nun ist aber Schluss, ihr reist ja mit auf unserer Seite, um zu sehen, was wir in Asien alles erleben. Daher verspreche ich euch mit meiner baldigen Rückkehr in wenigen Tagen weitere Geschichten aus dem Reich der Mitte.

Jetzt aber muss ich zum Spielen, ihr versteht…

Euer Kostya



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Während ich knapp zwei Wochen aus der laufenden Tour rausgeflogen bin – nur physisch, nicht gewollt…




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Da habe ich früher von geträumt. In Laos reisen. Und dann noch mit dem eigene Reisemobil. Nun ist es wahr…

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