Kinder über Kinder – Willkommen in Laos

Da habe ich früher von geträumt. In Laos reisen. Und dann noch mit dem eigene Reisemobil. Nun ist es wahr geworden. Den abenteuerlichen Anfahrtsweg dahin kennt ihr ja schon. Stürzen wir uns rein ins nächste Land – ins nächste Abenteuer.

Locker und chaotisch ist die Einreise nach Laos. Ich glaube, wer es darauf anlegt, könnte eventuell ganz ohne Stempel und Passzeigen reinkommen – aber dann kann es im Land und bei der Ausreise Ärger geben. Aber zumindest sagt uns das, dass wieder einmal nicht ins Auto von den Grenzern geschaut wurde.

Welcome – laotischen Begrüßungszeremonie nach Ankunft am Stellplatz bei Vientiane, der Hauptstadt des Landes.

Erst ich, dann unser Guide Sulit, gratulieren Jörn zum Geburtstag. Auf einer so langen Tour bekommen wir alle Teilnehmer älter… übrigens, die Schlange auf dem Rücken habe ich in Thailand erworben. Dass sie mir und euch bald viel Freude und Lachtränen bereiten wird, weiß ich an diesem Abend noch nicht. Wartet ein/zwei Berichte – dann fliegt die Kuh .. ähh Schlange übers Eis!

Die ersten Kilometer in Laos, nachdem wir zwei Tage in Vientiane unterwegs waren. Alle haben es gut gehabt und etwas gesehen außer mir, der sich mit Vorbereitungen für die Einreise nach China und Vietnam herumschlagen muss. Wenn ich mal groß bin, fahre ich auch als Teilnehmer mit und werde …. Hoffentlich kein unerträglicher Besserwisser. Aber nun genießt bitte die laotischen Impressionen. Wasser- und Landstraßen sind vielseitig genutzt, aber bei weitem nicht so dicht wie in Indien.

So ganz tut es mir gar nicht weh, das ich euch nicht immer über die klassischen Ziele des Landes erzählen werde. Nicht klassisch sind zum Beispiel die Märkte, an denen die Überlandbusse einfach vorbeifahren, aber wir Reisemobilisten hier gerne einen Stopp einlegen. Kommt mit:

Platsch, die Fische wehren sich mit aller Kraft gegen ihr Schicksal, bald im Kochtopf zu landen.

Nicht nur für Chris eine große kulinarische Leckerei. Ameisen – weich und weiß und sehr lecker werden hier angeboten.

Rein in den Markt. Fast alles was hier angeboten wird, ist zum Essen bestimmt.

Na, welche gebratene Insektenart darf es denn sein? Ich habe sie alle probiert, die meisten sind sehr schmackhaft, eine Art KFC-Chickenwing, nur kleiner.

Ja, ich probier doch schon. Ausländer kommen auf diesem Markt kaum vorbei – die Menschen sind n0ch unverdorben.

Herrje, so viel Auswahl.. Frösche, Zikaden, Käfer, Würmer. Alles was das Herz begehrt!

Die tun mir dann doch Leid. Aber Frösche werden überall im asiatischen Kontinent gerne gegessen.

Wirbeltiere und dazu noch geschützt. Der Verkauf der Reptilien ist verboten. Aber da man ´keine Touristen kennt, dürfen wir frei fotografieren.

Gegen Mittagshitze hilft das am besten.

Man kommt in Laos auch ohne Insekten auf der Speisekarte gut aus. Es gibt auch jede Menge leckerer tropischer Früchte.

Schlangendompteuse Chris doziert über die schützenswerte und essbare Tierwelt von Laos. Schlangen sind geschützt und daher…

…ab durch die Mitte unseres Briefings … Die Natter ist harmlos, aber nicht jedem ist es geheuer.

Die sind nicht geschützt. Na, wer hat Mut und Lust, die kleinen Krabbeltiere zu probieren? Adventurefood nennt man das, passend zu unserem Reiseformat. Und gesund ist es obendrein!

Das Nationalparkambiente von Vang Vieng kann sich sehen lassen. So haben wir uns das vorgestellt.

Ja, genau so. Dass ein Strauchdieb uns aufgelauert hat und einem von uns Portemonnaie und Autoschlüssel geklaut hat, müsst ihr ja nicht wissen. Es ist übrigens die erste derartige negative Erfahrung auf unserer Reise. Und das Bad war trotzdem ultimativ cool!

Cool auch die nicht weit von unserem Stellplatz gelegenen Tropfsteinhöhlen.

Aaah. Spinne. Radnetzspinne und giftig. Aber man muss sie ja nicht anfassen, oder?

Harmlos dagegen die Orchideen, die wir später in noch größerer Vielfalt bewundern werden.

Wie bitte? Was ist denn damit gemeint? Ich habe es nicht ausprobiert.

Weiter geht es mit gutem Gewissen – ich habe ja nichts ausprobiert – Richtung Norden des kleinen Landes.

Die Stämme fangen die Wildtiere des Dschungels und bieten diese zum Verkauf an. Na, da ist mir der gestrige Insektencocktail erheblich lieber!

Ja, Kinder. Kinder gibt es in Laos unglaublich viele. Die Hälfte der Bevölkerung wird von Kindern gestellt!

Beim kurzen Spaziergang entlang des Waldes bewundern wir die zahlreichen Orchideen.

Maulbeerenernte

Auf dem Weg in die Ebene der Tonkrüge passieren wir viele Bergdörfer.

Das Leben der kinderreichen Familien spielt sich entlang der Straßen ab. Wir reisen praktisch wenige Meter an den Häusern und Wohnungen der Laoten vorbei. Traditionelle Kleider sind den westlichen Outfits gewichen. Für Portraitfotografen ist das ein Paradies. Und erst für mich. Jedes Mal, wenn ich die süßen Kinder erblicke, freue ich mich auf meine Mäuse zuhause.

Aber es bleiben Sorgen im Land, das langsam ausblutet. Brandrodung und danach Anpflanzung von Gummibäumen. China steckt in diesem Deal drinnen – die Menschen vor ort nehmen sich langsam ihren eigenen natürlichen Lebensraum.

Und noch ein Problem, diesmal eins aus der Vergangenheit. Auch Laos war Kriegsschauplatz und wurde großflächig vermint. Noch heute finden die Menschen Bomben und Minen.

So sieht sie aus – die Ebene der Tonkrüge. Es sind große Gefäße aus Stein, nicht aus Ton, verteilt über einige Kilometer. Für was die Krüge hierher gebracht wurden, ist bis heute ungeklärt.

Unser Stellplatz in Luang Prabang. Nicht perfekt, aber er funktioniert. Strom, Wasser, ruhig und sicher – was will man mehr. Ganze drei Nächte sind wir hier und erkunden die lockere Stadt am Mekong und die Umgebung. Massagen, Restaurants und Märkte – Luang Prabang ist wirklich ein Besuch wert.

Bei der Fahrt von Luang Prabang bis zur chinesischen Grenze mache ich wieder das, was mir am meisten Spaß macht: Menschen anlächeln und fotografieren. Kinder sind wunderbar, nicht wahr?

Unser letzter Stellplatz vor dem Übertritt nach China. Rein technisch aber abends haben wir Lagerfeuer gemacht und gegrillt. Wir haben uns und unsere Reisemobile. Deswegen sind wir nun da, wo wir sind. Verdientermaßen! Kurz vor der laotisch-chinesischen Grenze.


Laotische Grenzer und unser Guide Kham, der uns beim Durchfahren des Landes eine große Hilfe war. Kham, vielen Dank für deinen Einsatz und deine Ehrlichkeit.

Wir werden mit Laos ein Land verlassen, das gerade mal 6 Millionen Einwohner hat. Wir kommen in ein Land, das 1,2 Milliarden Menschen hat. Zum ersten Mal wird eine Reisemobilgruppe den Süden der Weltmacht unsicher machen. Und ihr dürft mitmachen – wenn ihr die nächsten Berichte verfolgt – aus dem Reich der Mitte.

Bis bald

Euer Kostya



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