Der König von Nagaland

Liebe Freunde des Reisemobilabenteuers!

Zum 4. Mal sind wir nun nach Indien eingereist. Ein bisschen „Zurück Zuhause-Gefühl“ stellt sich ein. Ein bisschen nur, nicht zu viel. Indien ist einfach „incredible“, in welche Richtung man das auch deuten mag.

Die Jungs sind rosa, weil ihre Götter das so wollen. Incredible, oder?

Der Guru ist schon am frühen Morgen high. Incredible, nicht wahr?

Der Truck ist seit der aktuellsten Havarie leicht verzogen! Incredible, ohne Zweifel!

Incredible stark unsere Reisenden, die anpacken, wenn es gefordert ist. Mittlerweile wissen wir aber, dass wir alles irgendwie immer hinbekommen.

Der Fehler ist schnell gefunden, eine undichte Spritleitung wird gelötet.

Ankunft in Guwahati, unserem Hauptquatier in Nordostindien. Hier laufen alle Fäden zusammen, hier bereiten wir uns administrativ und technisch auf die Durchfahrt der kommenden Gebiete und die Einreise nach Myanmar vor. Jetzt sind wir eine wirkliche große Gruppe mit 29 Fahrzeugen. Ich habe etwas aufgestockt, um das Projekt Myanmardurchquerung möglichst erfolgsversprechend zu machen. Nach der Passage sollen uns einige wieder verlassen. So können wir uns aber Delegation nennen und bekommen in den kommenden sensiblen Gebieten die nötige Bedeutung zugesprochen.

Noch 36 Stunden Zeit bis zur Abfahrt. Nach Bhutan wird geschraubt, was das Zeug hält.

Federbruch. Ob wir das innerhalb der nächsten Stunden wieder hinbekommen?

Franz am Sortieren. Ein weiterer Held in unserer Gruppe, der schon incredible viele technische Fragen hat lösen können.

Ein letzter Großeinkauf in Assams Hauptstadt Guwahati. Wer weiß, wann wir den nächsten großen Supermarkt bekommen.

Die Presse von Assam. Geduldig beantworte ich Fragen zur Tour. Mit Stolz trage ich die traditionelle Nagalander Weste, ein Geschenk von Pinko, des Königs von Nagaland.

Aisra ist erfolgreichste Unternehmerin Assams und hat uns auf ihrem Areal diesen Stellplatz ermöglicht.

Pinko erklärt den Reporten stolz, was wir schon bereist haben und wo wir noch hin wollen.

Ja, da ist Pinko, ein ganz Großer, ein König von Nagaland, wie er selbst sagt. Nagaland ist das nächste Gebiet, durch welches wir reisen werden. Oinko kommt aus Nagaland ist nun aber einflussreicher Großunternehmer mit noch größerem Einfluss in Assam und Nagaland. Pinko findet unser Reiseprojekt so interessant, dass er es in den nächsten Tagen zu seiner Chefsache macht und sein eigenes Business liegen lässt.

Der Folkloreabend mit bezaubernden Assamer Tänzerinnen und das dabei servierte Essen sind ein weiteres Geschenk Pinkos, nachdem er uns die am Tage durchgeführten Reparaturen bereits spendiert hat. Incredible king!

Die erste Stufe eines Wohnmobils. Noch ohne feste Wände und Räder, Küche. Incredible tough von euch Engländern, die ihr mit uns durch Myanmar fahren werdet.

Alltäglicher Andrang im Fahrzeug der Reiseleitung. Mit Urlaub und Privatsphäre ist es in diesem Fahrzeug eher knapp bestellt. E gibt wahrscheinlich nur wenige Menschen auf dem Erdball, die noch nicht in diesem Fahrzeug waren. Na, wenn das nicht mal incredible übertrieben ist.

Incredible Horst. Wo hast du denn die Süße wieder her? Und bitte nicht so fest drücken, sie gehört zum Pressechef der Journalistenvereinigung von Assam.

Der drittletzte Reisetag in Indien läuft. Wir verlassen Assam, eine wirklich schöne Ecke Indiens mit Menschen, die wirklich sehr zurückhaltend sind.

Wieder ein Streich von Pinko. Wir sind zum Brunch eingeladen und die hiesige Presse weiß es auch schon. Chris alias Gipsy Queen gibt professionell ein Interview. Zusammenkünfte mit den Medienvertretern sind eine unserer leichtesten Übungen.

Dass die hübschen Assamer Tänzerinnen uns so empfangen, ist von Pinko arrangiert. Er lädt uns ale einfach mal so ein, hat am Abend noch mal ein Essen parat. Wäre ich König von Deutschland, würde ich euch auch erst mal alle einladen. Erst Mal…

Die Grenze zu Nagaland, ein Gebiet, das auf dem Weg nach Manipur und Burma nur mit Permit zu bereisen ist. Aber Dank unserer Beziehungen und Pinku ist die Kuh schnell vom Eis, wir dürfen weiterfahren, zunächst ohne Konvoi.-

Nagalands Hauptstadt Kohima, schön gelegen im Bergland, wir erleben saubere kühle Nachtluft und Pinkos Abendabschiedsessen. Ja, vielen Dank dir, lieber Pinko für die Assamer und Nagaländer Gastfreundschaft. Das werden wir nicht vergessen! Und gerne wiederkommen.

Nagaländer haben zwar einen indischen Pass, sind bezogen auf Mentalität und Aussehen aber ganz andere Menschen. Ohnehin ist der ganze Nordosten Indiens eine eigene Welt, teils christlich dominiert. Uns bekommt das mehr als das urindischaktivneugierignahrückenddauerguckende Verhalten auf dem übrigen Subkontinent.

Unsere Dampfer am stillgelegten Weltkriegsmuseum geparkt. Ja, 29 sind echt viel, obwohl wir bisher immer Parkplätze für alle gefunden haben. Erstaunlich, hätte ich so nicht gedacht. Klappte aber bisher super, ich habe nun fast vor nichts mehr Angst. Außer vor einem betrunkenen Eintracht-Fan…

Das Ausreisetor von Nagaland. Es geht hier zu wie an einer echten Grenze. Von nun an herrscht Konvoipflicht, wir sind seit Wochen für diesen Grenzübertritt und die Weiterfahrt nach Manipur gemeldet. Die hohe Nervosität seitens der amtlichen Organe geht auf die Unruhezeit des letzten Jahrzehnts zurück. Die Bergstämme wollen Autonomie und wehren sich gegen den indischen Staat. Mittlerweile ist alles ruhig aber niemand möchte, dass etwas passiert. Dabei ist es in Dunkelhessen bestimmt gefährlicher als hier…

Nagaländer freuen sich über die ungewöhnliche Abwechslung. So ein Tross wie wir war hier noch nie!

Leckstelle am Tank des Leitungsfahrzeuges. Das heraustropfende Dieselgebräu wird gleich aufgefangen.

Good-bye Grenzpersonal. Solche Fotos gehen nur, wenn man vorher fragt. Niemals einfach nur das Bild schießen, weil eventuell zurückgeschossen werden könnte.

Eingereist und eingekreist. Wir sind in Manipur und so was von bewacht, wie ich es in den letzten 3 Jahrzehnten meines Reisemobilistendaseins noch nicht erlebt habe.

Tanken unter Bewachung und Beobachtung. Es soll der letzte Spritstopp vor Myanmar sein.

Der Sicherheitswagen fährt immer vor uns her. Und immer liegt die Feuerwaffe mit dem Lauf genau auf mein Herz deutend. Wenn dann der Soldat dazu noch mit Finger am Abzug einschläft, ist das nicht gerade tiefenentspannend.

Pipipause. Gemeinsam und zeitlich eingeschränkt. Es sind wirklich arme Reisemobilsocken, die immer im Konvoi fahren müssen.

Manipurer beobachten uns aufmerksam und trauen dabei kaum ihren Augen. So ein Konvoi voin Weltreisemobilen wäre aber auch in unseren Städten und Dörfen Mittelrheinhessens ein echter Hingucker.

Was man so alles aus Autoreifen machen kann.

Hühner haben in allen Kulturkreisen meist nur einen Zweck. Rupf und ab in die Pfanne.

17 Uhr in Manipur. Es hat sich bisher kein Schuss beim im Pickup dösenden Soldaten gelöst. Gut so, nicht wahr? Wir erreichen die Hauptstadt Imphal.

Militärische Elite Manipurs empfängt uns am Stellplatz in Imphal. Wir werden bewacht wie die Kronjuwelen.

Nein, wir sind sie!

Der Abschiedsmorgen. Sollten wir das Land verlassen dürfen, würden wir fast ein Viertel Jahr Indien und Nepal, dazu Bangladesch und Bhutan hinter uns lassen. Was sind wir doch für ein verrückter und bärenstarker historischer Haufen. Da werden noch unsere Enkel schwärmen. „Damals unsere Großeltern, die sind echt durch Manipur und das unzugängliche Burma mit dem eigenen Mobil gefahren. Die haben mit dem König von Nagaland Bier getrunken und mit Captain Raaj immer das gleiche Buffetessen gegessen. Das waren noch Reisemobilisten der ganz wilden Garde!“ Ja, möge es so kommen…

Abschied von „Sonne“ Suraj, unserem ganz starken Jungen, Dolmetscher und Troubleshooter. Es gab nicht ein ATW-Problem, das du nicht weggehauen hast. Guter Junge, komm bald wieder!

Und du, lieber Captain Raaj? Du warst trotz aller Härten mein Joker, der gerade hier im wilden Nordosten voll gestochen hat. Ohne dich kein König, keine Permits. Bleib so wie du bi…äähh aber mach das mit den Buffets nicht zu dolle, okay?

Die Militärelite atmet durch. Keinem von uns ist in der Nacht etwas zugestoßen. Hätte ja auch nicht bei dieser Bewachung, die eigentlich nicht nötig ist, da die Gegend befriedet ist und die Menschen durchweg freundlich sind. Aber die Behörden Manipurs setzen alles daran, dass nichts mit einem Ausländer passiert. Sie haben an jeder noch so kleinen Kreuzung Soldaten positioniert, die uns den Weg freisperren.

Die Sensation. Der Konvoi mit 130 Reisemobilistenreifen rollt.

Schulkinder säumen den Rand und winken uns zu.

Es ist einfach ein Wahnsinnsgefühl. Ganz Manipur hat sich auf diesen Moment vorbereitet. Sind wir nicht die friedlichen Gladiatoren des 21 Jahrhunderts?

Ein letzter Pass im Subkontinent. Ein letzter Bergpassreisemobilkonvoiendloswurm

Jetzt aber wirklich ein sentimentales Good Bye von unserem indischenTeam Captain Raaj, Suraj und des Captains Bruder Kamal!

Puuh! Die Grenze. Ob es klappt, … werdet ihr im nächsten Bericht erfahren. Obwohl bei diesen Erlebnissen dieses Spannungsmittel eigentlich nicht mehr nötig wäre. Eins verspreche ich euch! Es bleibt incredible!

Euer Kostya alias ATW-Captain Kost

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