Motorhomes meets Minister – Welcome in Bhutan

Liebe Freunde des Reisemobilabenteuers!

SHEIKH HASINA, Premierministerin von Bangladesch, hat unsere Treiben in ihrem Land aufmerksam verfolgt und uns während eines Streiktages sogar beten lassen, nicht zu fahren. Ob Angela Merkel auch so aufmerksam wäre, wenn Bangladescher Reisemobilisten nach Deutschland kommen würden? Wahrscheinlich schon, wenn sie so wie im eigenen Land fahren würden… Aber eher geht wohl ein Bangladescher Stadtbus durch den TÜV, als das Reisemobile dort zum Alltag gehören werden.

Ähnlich große politische Aufmerksam wie in Bangladesch soll es auch in Bhutan und Burma geben, ebenfalls eher selten bis gar nicht von Reisemobilisten erobert. Dabei ist die Anfahrt gar nicht so kompliziert, wie ihr in den letzten Monaten erleben durften…

Auf dem Weg zur bhutanischen Westgrenze. Indischer Verkehr zum Abgewöhnen.

Teeplantagen soweit das Auge reicht.

Frivol oder offen? Indien ist prüde und gleichzeitig freizügig. Manchmal.

Und pragmatisch. Eine Schaufel voller Passagiere.

Ja, liebe Kids. Wir sind mit unseren Wohnungen auf Rädern unterwegs rund um die Welt.

Hier im Nordosten Indiens sind die Menschen weitaus zurückhaltender als in der Mitte und im Westen des Landes. Angenehm für uns Europäer.

Es wird vollbracht. Die ersten Bimobile überqueren die Indisch-Bhutanische Grenze. Nicht nur für Bimobil, sondern die ganze Reisemobilszene ein weiterer historischer Tag.

Chencho, unser bhutanischer Guide ist der Obama aller Tourführer des Landes. Mit ihm haben wir stets das Glück auf unserer Seite. Und wir werden es bald sehr beanspruchen müssen. Sehr!

Die nächsten 8 Tage werden uns durch ein stets gebirgiges Land bringen. Die Vegetation ist abwechslungsreich, die Aussichten fantastisch. Von Krüppelkiefern über dichte Mischwälder im Hochgebirge bis zu Kakteenhainen in den geschützten Tälern reicht die Vegetationsspanne.

Zurückhaltende Neugierde. Und was sind wir überrascht. Praktisch jeder Bhutanese spricht mehr oder weniger gut Englisch. Meist mehr!

Die erste Passhöhe ist genommen, wir stehen an heiligem Ort. Die großen Berge gelten als Wohnort der Götter und dürfen nicht erklommen werden.

Es ist noch Winter und in der Höhe oft kahl. Aber schön anzusehen ist der Dzong, die Klosterfestung von Paro trotzdem.

Meist sind nach kurzer Zeit die Gesichter vom Auto abgewandt. In Indien ist das nur nach langer Zeit denkbar. Nach sehr langer.

In den nächsten Stunden wollen wir euch auf die wohl schönste Wanderung zum Tigernest, dem fern von allen Siedlungen im Gebirgsfels erbauten Kloster, mitnehmen:

Das letzte Bild bevor …mich ein Pferd tritt. Das blöde Muli hat mir fast den Kopf weggetreten. Danke, Sergej, dass ich bei dir das schnelle Ausweichen in den Kampfübungen gelernt habe. Ist gerade noch mal gut gegangen. Etwa schwindelig geht es weiter.

Abenteuerlich schön und spektakulär gelegen der Taktsdzong, das Tigernest. Die anstrengende Wanderung hat mal richtig gut getan.

Wieder zurück im Reisemobil durch das buddhistischste Land der Welt – unverdorben und nur dünn besiedelt. Ein tolles Gefühl mit dem eigenen Reisemobil hier unterwegs sein zu dürfen.

Herrliche Abendstimmung am Dzong von Phunaka.

Bhutan ist definitiv das freundlichste und höfflichste Land unserer bisherigen Reise. Man beachte auch den extrem entspannten Schritt des Fußgängers auf dem Schild in Thimphu, der wohl nettesten Hauptstadt der Welt.

Lächeln, der Frühling steht vor der Tür.

Die ganze ATW-Gruppe geladen zum Ministerdinner. Und wären nicht Wahlen vor der Tür, wäre sogar der König persönlich gekommen. So sind aber Wirtschafts- und Außenminister und Parlamentspräsident da.

Gemeinsam am Tisch mit Außenminister Khandu Wangchuk. Wir bekommen jede Hilfe versprochen, sollten wir in Bhutan diese nötig haben. Wer weiß, für was es gut ist. Wir fühlen uns geehrt.

Auch Deutschland ist schön – wir übergeben eine Karte unseres Startlandes.

Moderieren ist mein Ding – es macht mir echt Freude, dass wir mit unseren Wohnmobilen so eine völkerverbindende Spur ziehen.

Nach ministerialem Mahl werden wir zurück zu unseren mobilen Behausungen gebracht und träumen bald von der Politik des gemeinsamen Glückes, was in Bhutan gut funktioniert. Bhutan ist eine junge Demokratie und war bis vor kurzem ein Königreich. Der König existiert aber weiter und wird vom ganzen Volk verehrt und hat mehr als nur eine repräsentative Rolle.

Seit Mittag rollen wir wieder und arbeiten uns langsam gen Osten durch die bhutanische Bergwelt hindurch.

Abschnittsweise fehlt der Asphalt, die Strecke ist eng.

Upsi, jetzt bitte kein Fahrfehler. „Halt lieber etwas Abstand von den Felsen, du bist schon ganz nah dran.“

Ääh, dann doch lieber wieder die Felsen. Die feldwegbreite Straße hat es in sich – hier würde nicht mal der müdeste Mensch einschlafen.

Haltet den Atem an und kommt mit uns mit, wenn ihr es euch traut. Freut euch auf tolle Aufnahmen, viel Adrenalin und zum ersten Mal auch bewegte Bilder in Klüsserath. Wir filmen nun viele Fahrpassagen mit der GoPro-Kamera und werden euch auf dem nächsten Treffen am ersten Aprilwochenende das Herz in die Hose schicken.

Euer Kostya an der Abenteuerfernreisefront aller Fronten

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