Es geht loooos!

Gnadenlos tickt die Uhr – der Start der Monumentalreise rückt näher und näher. Etwas neidisch blicke ich auf euch Reisenden, die bereits seit Wochen die Sachen gepackt haben und ausgeruht und fertig auf die Tour gehen. Fertig bin ich auch und genauso mein Team im Büro in Mainz. Aber eher mit den Nerven. Visa, Permits, Datenflut. In den Hochzeiten sind es über 100 Mails, die wir täglich checken und dann noch kurz die Welt retten…

Nach über 100.000 Flugkilometern, 40 Flügen, 2486934 Anrufen und 9445Milliarden Emails bin ich etwas schlauer (nur letztere zwei Zahlen sind gefühlte Werte) und die Welt etwas kleiner geworden. Groß wird sie erst wieder, wenn wir sie uns – Meter für Meter – wortwörtlich erfahren.

Dazu muss das Fahrgerät vernünftig ausgestattet sein. Noch ist er relativ jungfräulich – das Teamfahrzeug Bimobil Sprinter Allrad der großen Around-the World-Tour – warmgefahren auf 70.000 Kilometer Russland, China und Seidenstraße – und nun hoffentlich fit für das ganz große Abenteuer.

Mich schreckt fast nichts außer dieses Schlachtfeld, das…

…ins leere Bimobil irgendwie hineingewürgt werden muss. Vorher überzeuge ich mich, dass auch alles wirklich leer ist.

Ertappt! Die zwei dachten, im geräumigen Alkoven würden sie als blinde Passagiere nicht auffallen. Weit gefehlt, liebe Töchter. Ihr und meine Frau dürft mich erst ab Australien herumkommandieren.

Die Familie und das Fahrzeug. Bald werden wir getrennt, die Reise durch das Wilde Asien wird mich so sehr fordern, dass kaum Zeit bliebe für meine Liebsten. So ist das. Ein Flugzeugkapitän hört auch nicht auf zu fliegen, wenn es Nachwuchs gibt. Basta. Schwerfallen wird es mir trotzdem. Aber kein echtes Leben ohne Schmerzen.

Wie ich mich nun fühle vor 700 Tagen, vor 20 Grenzen, vor 60.000 Kilometern, vor mindestens 2100 Herausforderungen? Nun, ich denke von Tag zu Tag. Ein russisches Sprichwort sagt: Die Augen haben Angst, aber die Hände schaffen es!

Georg, herzlich Dank an dich, der du das Teamfahrzeug in die Türkei fährst. Das gibt mir noch Zeit, die letzten administrativen Hürden zu nehmen. Leider ist Erholung hier in Mainz nicht drinnen. Wir arbeiten mit Hochdruck an weiteren Durchfahrtsgenehmigungen und schreiben dabei vielleicht eine ganz große Reisemobilgeschichte.

Einer der wenigen Momente, in denen ich andere long vehicles steuern kann. Übrigens haben die beiden neuen Familienmitglieder mich schon auf die adäquate nächtliche Kurzschlafdosis der Reise eingestellt. Wie man damit auf Dauer klar kommt? Einfach schneller schlafen!

Vor euch und uns, liebe Reisegefährten, liebe Kollegen, liebe Zuschauer und Mitleser liegt die größte jemals veranstaltete Reisemobiltour aller Zeiten. In den nächsten Wochen geht es rund. Bei euch auf der Mattscheibe, direkt vom Sofa aus (eigentlich die komfortabelste aller Varianten) und bei uns vor der Windschutzscheibe (definitiv die aufregendste Version). Sicherheitsgurte und Hupe braucht ihr alle. Rüstet euch und rastet nicht.

Euer Kostya

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