Blütenzauber in Osttibet

Euch bleibt nichts erspart, auch wenn wir schon wieder in der mittelasiatischen GUS unterwegs sind, erzähle ich euch trotzdem noch etwas aus China. Wir haben Xian hinter uns, reisen nun zu auf die Ostausläufer des Himalaya-Gebirges.
So verrückt Reisen – das geht eigentlich gar nicht. Geht doch! Schaut nur her:

Im Überlandbus aus Shenyang sind diese Reisenden schon mehrere Tage unterwegs. Die Busse fahren oft Tausende Kilometer, Mann und Frau können liegen und sitzen. Und eins haben sie ja, die Chinesen, was uns doch manchmal fehlt. Viel Geduld.


„Ni Hao!“ Hi, Du!


„Hey, guck mal, was für ein Bad!“ Die Wohnung auf Rädern begeistert das Tankstellenpersonal so, dass die übrigen Kunden wohl bis heute nicht betankt würden, wäre ich nicht irgendwann weitergefahren.


Ist der dick, Mann! Ja, die LKW sind gnadenlos bepackt und sehen Dank Überbreite nichts. Fahren ist reine Gefühls- sache.


Es boomt und brummt, wo immer wir auch unterwegs sind.


Wie schön, wenn wir die Autobahn verlassen und auf abgelegenen Wegen durch die Provinz Gansu fahren. So dreschen wir für die Bauern Korn…


…leiden mit den Eseln mit…


…und hätten gerne auch hier ein bisserl geholfen.


Unsere heutige Fahretappe ist wohl eine der spek- takulärsten, die man in China fahren kann. Die Strecke führt abwechselnd durch islamische und buddhistische Gebiete, innerhalb weniger Kilometer ist man in einer völlig anderen Welt. Kommt mit in die Welt des Islam in Gansu.


Könnte auch im Iran sein – Nein, da sitzen dann fünf drauf…


Sie freuen sich über uns, die Abwechslung in die Männer- runde bringen.


Rindfleisch darf auch im Sommer draußen hängen.


Was die Melonen kosten? Wenig, aber sie sind köstlich und werden uns bis in den Iran hinein begleiten.


Wie gut, dass alle Volksgruppen in Chinas Städten Chinesisch lesen können, auch wenn sie sich in ihrer eigenen Sprache unterhalten. Unser Reiseflyer begeistert.


Wenig begeistert schauen die Ziegen drein, die die schöne Weidezeit wohl hinter sich haben…


Wir erreichen das Lama-Kloster Labrang und stehen in fantastischem Ambiete.


Johann hat ne Reifenpanne und im Nu Hilfe gefunden. Die Tibetaner sind unglaublich freundlich!


Auch Werner bleibt nicht lang allein. Ein echter Charakter- typ ist sein neuer Freund. Sie tauschen ihre chinesischen Nummern aus und reiten dann durch die Klosterkulisse.


Wir stehen nicht weit von der Pilgerstätte. Tausende Gebetsmühlen hören wir rund um die Uhr und danken Yong Zhi, unserem genialen Guide, was er für uns wieder mal erreicht hat.


Natürlich werden auch unsere Reisemobile schnell zur Pilgerstätte. Neugierig bis in die Zehenspitzen verlieren sie schnell die Scheu. Diese Neugierde ist ganz meinerseits. Ich will wissen, was passiert, wenn ich einfach alle Türen nicht verriegele und zu dem Geschehen bewusst schweige.


Na klar, dass sie ins Führerhaus schauen wollen.


Upps! Jetzt haben sie die Hintertür aufbekommen und die Neugierde lässt alle Dämme brechen. Ich schweige lächelnd nichts tuend.


„Eh, guck mal, was für eine Küche. Und da arbeitet ein Ausländer!“


Der Ausländer bin ich, immer noch lächelnd und schweigend. Sie setzen sich neben mich, schieben ein bisschen und lassen sich mit mir ablichten. Toll, nicht? Dabei sind sie nicht aufdringlich, sondern einfach aufrichtig neugierig.


Dann zeige ich auch gerne das Auto und bin selbst ein bisschen stolz, so im Mittelpunkt zu stehen. Und ich weiß, dass wir anderen Langnasen das auch genießen.


Ein toller Besuchstag in Labrang nimmt sein Ende, wir machen den Adler und fahren raus ins …


…tibetische Jurtencamp…


…wo unsere Mädels einfach himmlisch schön sind!


Die Bergwelt brennt ein wahres Blumenfeuerwerk ab. Edelweiß und Enziane, Bergblumenwiesen wie im Märchen.


Vollgeatment mit frischer Tibetluft, etwas dünn vielleicht auf 3300 Meter Höhe, starten wir über die Bergpässe Richtung Zangye auf der Seidenstraße.


Entlang der weidenden Yaks führen uns die Pässe bis an die 4000 Meter-Marke.


Die Streckenführung ist fantastisch, verlangt unseren Autos aber einiges ab.


Der Typ ist nicht Frau Holle, sondern ich! Habe gerade feststellen müssen, dass ein fetter böser Stein eine Ölwanne geschlitzt hat. Nun schleppen wir erst mal bis in die nächste Stadt.


Dabei hoffen wir auf den Beistand der Götter. Die guten Wünsche des Mönchs sind mit uns.


Und nach einem langen Tag mit zwei weiteren Pannen stehen wir abends am Platz, haben das Ding doch irgendwie geschaukelt. Cool, das macht eine Gruppe aus, gemeinsam sind wir unschlagbar.


Bis bald
Euer etwas erkälteter Kostya


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