Die Wüste lebt!

Einmal quer durch die Gobi, die jedes Jahr anders ist. Wie werden wir 700 Kilometer Wüstenpassage überstehen? Und wird so eine langer Abschnitt, von der der größte Teil ohne Straße gefahren wird, etwa langweilig? Nein, wird er nicht! Und ihr schaut nun, warum das so ist:


Guten Morgen Jungs! Ja, es ist der 1. Tag der Wüsten- durchquerung. Freut euch auf ganz besondere Tage.


Oh, noch haben wir Asphalt und dazu Raubheuschrecken, die ihre überfahrenen Artgenossen gierig verspeisen.


Luft ablassen! Es geht in die Offroadphase. Mit weicheren Reifen kommen wir besser durch den Sand und schonen das Fahrwerk.


„Na, was sind denn das für Leute in so komischen Autos?“ denken die Motorradreiter, während ich mich über das Schafstransportgebaren wundere.


Angesichts von nur 2 Allradfahrzeugen in unserer Gruppe habe ich Muffesausen vor der Wüste. Bei Sandsturm oder heftigen Regen soll uns der dicke blaue mongolische Truck befreien, den ich deswegen gechartert habe.


So sieht es also aus, unser Wegenetz durch die Gobi. Man hat das Supermarktkassengefühl. Immer die falsche Schlange äh Spur.


Die Eisenbahn bringt Waren von China nach Russland. Uns dient sie als Orientierungspunkt, da sie den ersten Teil der Strecke parallel zu uns verläuft.


Ja, die Eisenbahn. Das Foto ist nur für dich, lieber Heiko! Der Lokführer freut sich über die Abwechslung und winkt uns Wohnmobilinsassen zu.


Jetzt geht es zur Sache. Unsere Wohnmobile samt Fahrern müssen schon einiges leisten.


Wehe, wenn es stark regnet. Dann möchte ich nicht auf diesen Pisten unterwegs sein müssen-


Der sitzt im Schlamm. Und Heiner bekommt das Womo alleine nicht heraus.


Superman Munko will es alleine schaffen.


Henro hilft. Doch mongolisch-holländische Manpower reicht nicht aus.


Genau! Zu dritt muss es klappen. Heiner, Henro und Muno ziehen und ziehen und …ja….


Wieder nix. Ich hätte ihn ja alleine mit einer Hand herausgezogen, aber man will ja nicht dick auftragen und weist darauf hin, dass das nur mit einem anderen Womo zu lösen ist.


Schwupps di wupps ist das festgefahrene Fahrzeug wieder frei.


Alle sind glücklich nach der erfolgreichen Bergungsaktion, auch wenn ich mir sicher bin, dass ich ihn auch alleine mit nur einer Hand herausgezogen hätte. Aber ich will ja nicht angeben und mache darum keine Worte mehr…


Den Halteplatz kennen die mit uns bisher durch die Gobi Gereisten.


Unsere Jungs sind auf den Geschmack gekommen und haben etwas Spannendes entdeckt:


Unsere Heldinnen Helga und Rosi haben keinerlei Furcht vor den bedrohlich aussehenden Raubheuschrecken.


Auch das ist heldenhaft. Eine Schar von Raubheu- schrecken ist kurz davor, diesen Jugendlichen aufzu- fressen.


Und sie haben keine Hemmungen, krabbeln überall herum. Der Jugendliche ist übrigens mein Sohn, aber vom wem er das mit den Insekten hat, ist mir ein Rätsel.


Es sei mir gestattet, ein bisschen mit dem bimobil und dem Hänger zu protzen. In der Wüste zieht das nämlich eine wahre Show ab. Schön hoch klettert das Gespann locker über alle gestellten Aufgaben.


Und der Staub bleibt diesmal dort, wo er hingehört. Draußen. Die Kabine und der Wohnraum sind einfach dicht. Genial!


Sogar meine Frau ist begeistert. Sie fährt größere Etappen in der Gobi. Alles übrigens ganz legal, sie hat alle nötigen Führerscheine. Klasse B und CE und den wichtigsten: Meine Erlaubnis…


Ach, jetzt lassen wir auch mal die Nachwuchskräfte ans Steuer. Eugen hat seinen Spaß und das Ding cool geschaukelt.


Und er ist binnen kurzer Zeit zum Fahrlehrer aufgestiegen und lernt nun Timmy an…

Während ich immer noch darüber nachdenke, wie schnell ich das feststeckende Wohnmobil mit einer Hand herausgez… ja, ich bin jetzt still! Doch, hätte ich…


Kamelzüchter im Südabschnitt unserer Etappe.


„Uuuuh, wenn gemolken wird, gibt das so ein tolles Gefühl.“ Oder wie soll ich sonst diese Visage interpretieren?


Unsere Jungs auf Echsenjagd.


Und wie sie erfolgreich gewesen sind! Eine Hand voll kleiner Wüstenagamen.


Tricks der Natur. Totes wird nicht wahrgenommen oder gefressen. Die Agamen stellen sich einfach tot. Ist die Wüste nicht hochinteressant?


Wir sind alle unerwartet locker und völlig pannenfrei durch die Wüste gekommen, haben uns bis auf die eine Stelle, wo ich das festgefahrene Wohnmobil mit nur einer Hand… Schluss jetzt!!!


Die letzte Nacht in der Gobi verzaubert uns noch einmal mit ihrem fantastischen Sternenhimmel. Reisen ist das Höchste!


Zurück in der Zivilisation. Bagger und Gestell ersetzen den Hubwagen. Man muss sich nur zu helfen wissen.


Schwerbepackt mit Waren aus China kriechen die LKW Richtung mongolischer Verladestation.


Wir nehmen Abschied von Anja, die uns von der estnisch-russischen bis zur mongolisch-chinesischen Grenze begleitet hat und einfach super in unser Team hereingepasst hat.


Auch dir, Superman Munko sagen wir Good Bye. Ihr, liebe Leser, wisst gar nicht, wie oft Munko uns schon den A ….llerwertesten gerettet hat.


Nun wird ein völlig neues Kapitel aufgeschlagen. Wir sollen ins Reich der Mitte einreisen. Am besten noch heute. Aber das ist gar nicht so leicht, wie diese südkoreanische Familie feststellen muss. Sie sind von Namibia aus bis hier her mit einem PKW gereist und entgegen der Prognosen ihrer Freunde durch jedes Land gekommen. An der chinesischen Grenze soll nun Schluss sein, das Lächeln hat es ihnen aber nicht verschlagen. Asiaten, ihr habt etwas, wovon wir Europäer uns eine Scheibe abschneiden können.


Aber in Sachen Reiseorganisation machen wir es lieber nach dem eigenen Gusto. Dann kommen wir wohl rein. Nach China.


Bleibt dran

Euer

Kostya


007 Wir sind in Chinaaaaaaah!
Ja, ihr habt es längst mitbekommen. Wir sind im Reich der Mitte. Und zwar beide Gruppen. Warum das denn so lange in diesem Jahr mit den Berichten dauert? Ich sage es euch direkt. Weil wir eben manchmal wichtigere Dinge zu tun haben, als fast zeitgleich zum… Mehr >

005 Heldinnen und Helden am Naadamfest
Naadamfestzeit ist für uns der Höhepunkt der Organisation. Nun laufen für zwei Tage beide Gruppen zusammen, haben das gleiche Programm, die gleichen Transportwege, die gleichen Bedürfnisse. Chris und ich haben schon im März darüber gebrütet… Mehr >
Nach Oben - professionelll geführte Wohnmobilreisen in die GUS, China und Iran - Abenteuer Osten