Wir sind in Chinaaaaaaah!

Ja, ihr habt es längst mitbekommen. Wir sind im Reich der Mitte. Und zwar beide Gruppen. Warum das denn so lange in diesem Jahr mit den Berichten dauert? Ich sage es euch direkt. Weil wir eben manchmal wichtigere Dinge zu tun haben, als fast zeitgleich zum Reiseerlebnis die Dokumentation im Internet folgen zu lassen. Alle Reisemobilisten erfahren eine tolle Zeit, fahren definitiv sensationelle Strecken. Ihr könnt sie ja selbst fragen.

Wir Reiseleiter müssen an erster Stelle die organisatorischen Hausaufgaben machen, dann erst kommt das Internet, klar? In diesem Jahr sind die uns gestellten Hintergrundaufgaben besonders groß. Ihr Zu Hause müsst ein wenig Geduld haben oder mal selber mitfahren, dann seht ihr selbst, wie schwierig das ist. Aber jetzt dürft ihr euch auf dem Sofa räkeln und den ersten Bericht aus China erleben – ich erzähle es euch aus der Familienperspektive. Denn noch sind meine Lieben bei mir. Meine Frau hilft mir, den Laden zu schmeißen, die Jungs passen selbst gut auf sich auf. So zumindest meine Theorie…

Gehen wir in dir Praxis – Reisemobile aus dem Westen in China.

Das bedeutet für Yong Zhi, meinem kongenialen Reiseleiterpartner, 40 Tage Dauerstress. Er kämpft und kratzt und beißt, beschwichtigt und streichelt und schmeichelt – nur für uns.


Die ganze Gruppe in China. Ja, wir sind es wirklich. Zudem haben sich noch ein paar Chinesen dazwischen geschmuggelt – die Küchenbelegschaft des Hotels Erenhot, an dem wir heute stehen.



Aahhh, Dinos. Aber die Kolosse sind nicht echt, wir können ungehindert passieren. In ganz alten Zeiten gab es hier echte Exemplare , daher die aufwändige Darstellung.


Ooohhh, ganz schön was los auf den Autobahnen. Chinas Straßennetz stellt fast alle anderen Länder in den Schatten.


Uuuppsi, Geisterfahrer. In China regt man sich über solche Typen nicht auf. Kommt ja auch immer wieder mal vor.


Hmmmmm, da steht der Verkehr. 50 Kilometer LKW-Stau – wir sind glücklicherweise auf der entgegen- kommenden Seite unterwegs. Aber wir sollen heute unseren Stau noch bekommen.


Stopp an einer Raststätte. Wir essen und das Personal kriegt sich nicht ein, dass Langnasen hier abgestiegen sind. Meine armen Jungs müssen immer wieder mit den chinesischen Küchengirls positionieren.


Das geht wirklich zu weit. Selbst beim Runterschlucken schieben sie sich dazwischen und lichten die Zwangs- gemeinschaft ab.


Wie oft wir am Tag abgelichtet werden, lässt sich nur schwer schätzen. Es ist eine Zahl zwischen ganz viel und ganz ganz viel.


Ja, Peter, noch bist du guter Dinge. Doch das soll sich bald ändern.


Es ist Baustelle und das ist auch nicht gut. Denn warten kann der gemeine chinesische Autofahrer nicht. Er füllt lieber alle Spuren vor einem Engpass mit Fahrzeugen auf.


Noch quetschen sich einige mutige PKW-Fahrer am Nadelöhr, der Verjüngung auf eine Spur durch.


Aber dann geht gar nichts mehr. Wir stehen sage und schreibe 7 Stunden vor dem Nadelöhr. Und da würden wir noch heute stehen, hätte unsere chinesische Truppe nicht den Sicherheitsdienst Pekings eingeschaltet. Als die scharfen Jungs in Uniform auftauchen, war Schluss mit lustig. Binnen 15 Minuten zerschlagen sie den gordischen Knoten und lassen uns passieren. Danach hat sich wohl wieder alles verknotet. Der normale Wahnsinn…


Am nächsten Morgen ist wieder alles gut. Wir fahren und sie staunen. Ach, es ist einfach superaufregend, in China mit dem eigenen Wohnmobil zu fahren. Absolut top!


Die Hauptstrecke ist gesperrt. Und die Nebenstrecke verlangt uns einiges ab. Nachdem Helga mit ihrem hochbeinigen Allrad wie zu erwarten locker durchgestiefelt ist, machen wir anderen uns auf, die Furt zu durchqueren. Und es klappt, alle schaffen die Passage.


Was ein LKW so alles nicht braucht.


Waschen an den Tankstellen ist in China kein Problem. Timmy macht es Spaß, und Helga freut es, es ist schließ- lich ihr Dampfer, der da immer sauberer wird.


Hopperla, jetzt kommen sie. Manch eine Kreuzung hat es wirklich in sich. Man fließt so durch die wabernde Masse aus Verkehrsteilnehmern. Nehmen und Geben – und das Ganze mit Gefühl – das ist hier die Devise, um beulenfrei durchzukommen.


Etappenziel gelbes Meer erreicht. Ballermann auf Chinesisch. Keine Schönheit, der Strand, aber mit hohem Unterhaltungswert.


Unser Begleiter Li Kai sieht zum ersten Mal in seinem Leben das Meer.


Nur Blödsinn im Kopf, die Jungs. Unmöglich. Das haben sie wirklich nicht von mir…


Am Ostende der Mauer bei Shanghaiguan. Irgendwann werden wir auch am Westende der Mauer stehen. Nach Zig-Tausend aufregenden Kilometern in einem faszin- ierenden Land.


Geschenk vom Hotelmanager. Einfach mal so lässt er die süßen Mädels Melonen vorbeibringen.


Die Unsrigen genießen es. Kühle Melonen bei heißen Temperaturen kommen gut.


Einfahrt von Peking. Wir sind kurz davor, unser nächstes großes Etappenziel zu erreichen.


Eine Wahnsinnsstadt. Moderne Bauten, soweit das Auge reicht.


Wir haben Glück. Fast leere Straßen machen es möglich, dass wir schnell zu unserem Hotelstandplatz kommen. Wir gehen nun für vier Tage in Luxus pur über, leben im Hotel und starten von dort aus unsere Ausflüge.


So zum Beispiel zur Insektenmeile, wo die bedau- ernswerten Skorpione lebendig zappelnd an den Spießen auf einen Aufesser warten.


Eugen schnappt sich einen Spieß.. und


…und isst den frittierten Skorpion samt Giftstachel auf.


Auch ein Seepferdchen haben wir vernascht und noch dieses oder jenes. Damit wir uns aber gleich klar verstehen: Chinas Küche ist heute etwas anders, die Insektenmeile eher ein Gag für die Touristen.


In Peking erwartet uns ein volles und tolles Programm. Mauerbesuch, Verbotene Stadt, Meeresfrüchtemarkt und Abendshows wie die berühmte Akrobatikshow. Daraus möchte ich euch einmal ein paar Momente zeigen. Die Show ist auch eine Art Abschied, denn schon einige Stunden später wird meine Familie wieder nach Hause reisen. Ich bin mir sicher, dass die von Anja geschaffene Ordnung im Reisemobil nun einige Wo – äh Tage Bestand haben wird…


Nach Peking sind wir wieder on the road. Euch zum Abschluss eine kleine Denkaufgabe. Was hat es mit diesem Motorradfahrer auf sich? Auflösung im nächsten Bericht. Und Geduuuld, meine Lieben


Euer Kostya


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