Abenteuer in Turkmenistan

Da geht es gleich nach meiner Rückkehr von Deutschland richtig zur Sache. Marlis hat einen Gips am Bein. Multitasking pur: Einbeinig laufen und telefonieren – das können wohl nur Frauen.


Good Bye von unserer Reiseleitung in Kirgistan und Usbekistan. Danke an Dima und Ichom, Sascha, Eva und Marc. Es war schon abenteuerlich, 19 Reisemobile durch eine neue Strecke in Kasachstan und ein Usbekistan ohne Treibstoff zu bringen und dabei noch jede Menge technischer Probleme zu bewältigen. Aber alle haben es geschafft, wir sind nun kurz vor der Einreise nach Turkmenistan. Und was wir dort erlebt haben, dürft ihr jetzt noch einmal nachempfinden.


Relativ locker sind wir ins Land eingereist und stehen nun an dem alten Mausoleum in Könja-Urgentsch.


Und wieder kommen wir ganz groß an. Die Turkmenen haben mittlerweile keine Scheu mehr vor fotografierenden Westlern. Das Land öffnet sich immer mehr. Mit großem Interesse und Begeisterung begegnen sie uns Reisenden. Dabei sind unsere in 5 Sprachen abgefassten Reisepost- karten mit unserer Route immer wieder der Renner.


Heftige Schieflage im Stadtbus in Darshoguz, oder hat hier der Fotograf gemogelt?


Blick auf den Kindergarten. Was für ein schicker Bau. Turkmenistan hat gewaltige Gasvorkommen und verkauft gut am Weltmarkt. Überall wird nun kräftig gebaut, so auch in den bisher vernachlässigten kleineren Städten.


Ach, wie sie mich anlächelt. Keine Angst mehr, stattdessen Freude über unseren Besuch auf dem Markt.


Und was sind das für wüste Tiere? Ein Pfemel oder ein Kamerd? Normalerweise sehen Tiere nur so aus, wenn ich sie gemalt habe…


Gemeint sind aber Kamele, die in der Karakumwüste häufig zu sehen sind.


So schön einsam und ruhig stehen wir in der Karakum. Nichtsahnend, dass an diesem Abend noch etwas ganz Unerwartetes passieren soll.


Zwei vermummte Gestalten tauchen plötzlich auf…


…und zwingen uns, mit diesem Allradbus zum Eingang der Hölle zu fahren.


Man stehe uns bei. Wo werden die uns bloß hinbringen?


…Immer mehr von uns werden an diesen seltsamen Ort gebracht und hier ausgesetzt. Aber alles nicht so schlimm. Die Vermummten waren unsere eigenen Leute, Turkmenistan ist ein ausgesprochen sicheres Reiseland. Wir sind am Feuerkrater von Darwase inmitten der Karakum angelangt, die russischen Allradbusse mussten her, da die Anfahrt für unsere Reisemobile unpassierbar ist. Nun warten wir auf die Dämmerung und die Farbenspiele zwischen Himmel und Hölle, Erde und Feuer.


Es sollen ganz große Momente in unserem Reiseleben werden. Am Kraterrand stehen und diesem feurigen Schauspiel beiwohnen – das muss man einfach selbst erlebt haben. Kommt mit uns an den Eingang zum Hades!


Tausende Feuer lodern im Krater, der durch eine Gasexplosion entstanden ist und seit über 30 Jahren brennt. Sensationell, nicht?


Der Krater macht süchtig. Ich kann es kaum lassen, muss immer wieder in das Flammenmeer hineinschauen. Welt- einmalig!


Erfüllt von dem Erlebten fahren wir durch die dunkle Nacht zurück zu unseren Behausungen auf Rädern. Toll war das, einfach toll.


Der nächste Tag. Nicht weit vom Feuerkrater gibt es einen zweiten Krater, aus dem ebenfalls Gas entweicht, der aber mit Wasser gefüllt ist.


Die Eisenbahnstrecke durch die Karakumwüste ist fertiggestellt. Erstaunlich, wie viel sich in diesem Land in der letzten Zeit tut.


Wir erreichen das schicke Ashrabad. Selbst die neuen Tankstellen sind vom allerfeisten.


Wir nehmen euch diesmal mit auf eine Nachtfahrt durch das prunkvoll illuminierte Ashrabad. Man reibt sich schon verwundert die Augen, was hier so alles zu sehen ist.


Eine Bushaltestelle!


Ein neues Wohnhaus im Viertel der Reichen.


Wasserfontänen in allen Farben soweit das Auge reicht. Wir sehen hier übrigens das Wasser aus den Ausläufern des Himalaya sprudeln…


Viele verschiedenfarbig angestrahlte Monumente prägen das nächtliche Bild der turkmenischen Hauptstadt, die absolut sehenswert ist.


Der Hauptbahnhof, nagelneu und wunderbar illuminiert.


Ja, der Besuch in dieser Stadt hat uns schon den Atem verschlagen. Gasreichtum macht es möglich, zudem mehr und mehr neue Wohnungen zu bauen und die letzten alten Häuser abzureißen. Wem das zustößt, der hat Glück gehabt, bekommt man dann doch eine neue Wohnung zugewiesen.

Ashrabad werden wir so schnell nicht vergessen, es war eine echte Hammerstadt, die sauberste und schickste der gesamten GUS, vielleicht sogar unserer gesamten Reise.


Fortschritt auch in der Landwirtschaft. Sie haben nun schon in vielen Feldern Baumwoll-Vollernter im Einsatz.


Zu Besuch in Merv, dem einst riesigen Seldjukenreich und islamischen Zentrum der Seidenstraße.


Beim Herrschaftshaus, von denen es früher viele in Merv gegeben hat. Für unsere Gruppe geht das Abenteuer in Turkmenistan damit langsam zu Ende.


Oje, jetzt brauchen wir wohl etwas mehr Geduld. Warten im turkmenisch-iranischen Grenzgebiet. Es wird uns einiges abverlangen, das ahnen wir jetzt schon. Und diese Vorahnung soll sich auch bestätigen.


Es ist Abend, wir sind aus Turkmenistan, frei von Blessuren, ausgereist und nun schon seit 7 Stunden im iranischen Grenzterminal. Längst haben wir uns mit den Grenzchefs angefreundet und helfen wie echte Grenzbüroprofis bei der aufwendigen Abwicklung der Einreisedokumente mit.


Ali-Superman ist wieder mit von der Partie. Er checkt gerade unsere Routenpapiere.


Die Dieseltankkarten. In diesem Jahr läuft alles glatt. Wir bekommen eine vernünftige Menge Diesel und werden durchweg freundlich behandelt. Da es mittlerweile Nacht geworden ist, bleiben wir im Zollhof stehen und übernachten hier in unseren Wohnmobilen. Die Grenze ist ab 18 Uhr geschlossen, wir stehen sicher und ausgesprochen ruhig. Wie unsere ersten Erlebnisse im Iran aussehen, zeige ich euch im nächsten Bericht. Dranbleiben lohnt sich wie immer!


Gute Nacht

Euer Kostya


013 Wir sind im Iran!
Langsam aber sicher habe ich aufgeholt, wir sind nun im Iran, sowohl im Bericht als auch in der Realität. Da ihr alle den Bericht aus dem letzten Jahr kennt, werde ich mich hüten, Gleiches zu schreiben. Prinzipiell erfahren wir die gleiche… Mehr >

011 Bilder Gruppe 1
Hier ein paar Bilder vom Abschiedsessen in China und aus der Zeit, als Kostya in Deutschland war. Die leeren Tankstellen in Usbekistan geben Zeutnis davon, dass absolut kein Sprit mehr zu bekommen ist. Dank Marc und Eva bekam unsere Gruppe doch noch etwas!!!!!… Mehr >
Nach Oben - professionelll geführte Wohnmobilreisen in die GUS, China und Iran - Abenteuer Osten