Wir sind im Iran!

Langsam aber sicher habe ich aufgeholt, wir sind nun im Iran, sowohl im Bericht als auch in der Realität. Da ihr alle den Bericht aus dem letzten Jahr kennt, werde ich mich hüten, Gleiches wieder zu schreiben. Prinzipiell erfahren wir die gleiche Gastfreundschaft wie im letzten Jahr. Und diese ist einfach überwältigend. Getrieben von dem Drang, gemeinsam neue Wege und Plätze zu erkunden, sind wir noch tiefer in die geheimnisvolle Abenteuerwelt des Iran vorgedrungen. Habt ein bisschen Teil an unseren Forschererlebnissen.


Zunächst mal geht es zäh voran. Wir verbringen die Nacht im iranischen Zollhof, der ab 18 Uhr schließt. Ein ruhiger und guter Standplatz.


Schlaue Leute im Iran trifft man häufig. Immerhin zwei davon gehören nun uns für die Zeit im Iran: Ali, Iraner, der Tourguide des letzten Jahres (Persisch, Englisch, lernt gerade Chinesisch für unser Projekt 2012) und Mussaddas, Tadschikin, (Russisch, Englisch, Deutsch, Persisch), (von rechts).


Mussaddas und Mariam sorgen dafür, dass wir wieder mehr weibliche Anteile in unser Team bekommen. Als Pionier- gruppe haben wir immer den etwas schwereren Part.


Ein Tieflader im Iran reicht Rosi weit über die Ohrläppchen.


Detlef auf Entdeckungstour rund um den Auflieger, der ungeahnte Räume bietet.


In diesem flachen Rechteck sitzen und klönen die Fahrer der Trucks und pfeifen sich irgendwelche wilden Kräuter rein. Auch geschlafen wird in diesem Kasten; es ist ja fast ein Wohnmobil einfacheren Typs.


Auch die Bereifung ist einen Kommentar wert. So blank, dass schon wieder die Armierung herauskommt.


Manchmal schläft der Fahrer auf den Tanks, wenn er etwas bewachen muss. Ich schreibe euch so viel über diesen Laster, weil er eines unserer Fahrzeuge von der Grenze bis nach Mashad gebracht hat. Eine abenteuerliche Aktion, aber wir haben es wieder einmal hinbekommen.


Ausflug zum Safaviden-Staudamm, 30 Kilometer von Tabas entfernt. Es ist ein Geheimtipp, in Reiseführern kaum zu finden. Aber Ali und ich hatten letztes Jahr davon gehört.


Ob wir wirklich zum uralten Damm gelangen können? Die Einheimischen sagen ja. Wir sind aufgeregt beim Erblicken der Schlucht, in die wir nun hinein wandern werden. Oder auch nicht…?


Angst haben wir keine, auch als wir uns durch diesen engen Gang zwängen. Sind wir Kerle oder sind wir Kerle oder was?


Gefährlich und mutig. Rosi hat den wilden Schluchtenkrebs gezähmt und damit das letzte Hindernis beseitigt.


Das Wasser wird immer wärmer, je tiefer wir in die Schlucht vordringen. Aus den Wänden quillt heißes Wasser, welches den ganzen Fluss erwärmt.


Ihr glaubt gar nicht, wie aufregend das ist, hier unterwegs zu sein. Wir sind von der bizarren Schönheit der Schlucht einfach ergriffen.


Was für Farben. Ich meine dabei nicht mich! Die Algen gedeihen im heißen Thermalwasser.


Zu tief für Gummistiefel. Aber das Wasser ist warm, keine Chance für eine Erkältung.


Der Damm der Safawiden, eingeklemmt in eine imposante Schluchtenwelt.


Ja, Ali! Wir haben es tatsächlich geschafft und uns einen kleinen, im letzten Jahr geborenen Traum erfüllt.


Wir alle sind schon ein bisschen stolz und bereuen keinen einzigen gelaufenen und gekletterten Meter! Wohl selten sieht sich etwas von außen schon schön an, ist aber selbst erlebt noch viel viel schöner. Was übrigens für die ganze Reise gilt, auf der man unglaublich viel erlebt. Glaubt ja nicht, es wäre alles so einfach. Urlaub? Den gibt es erst nach der Reise. Was in unserem halben Jahr Reise durch Asien angesagt ist, ist Abenteuer pur. Wunderschönes Abenteuer, kein Zweifel.
Doch davon mehr im nächsten Bericht. Freut euch auf eine intensive Reise durch Persien.


Euer Kostya


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