Heldinnen und Helden am Naadamfest

Naadamfestzeit ist für uns der Höhepunkt der Organisation. Nun laufen für zwei Tage beide Gruppen zusammen, haben das gleiche Programm, die gleichen Transportwege, die gleichen Bedürfnisse. Chris und ich haben schon im März darüber gebrütet und lassen nun das Küken schlüpfen:


Zwei Busse für…


…70 Leute. Mein lieber Mann, wenn das mal gut geht.


Verdammt, es geht nicht gut! Da stehen sie und drücken sich und kommen nicht zu den Plätzen, weil die Mongolen wieder mal mehr Tickets als Sitzplätze verkauft haben. Und die armen Touristen erleben gedrängt stehend die Zeremonie. Dumm gelaufen…


… nur nicht für uns. Wir kennen diese Spielchen und haben uns vorher schon die Plätze gesichert. Nun dürfen alle Reisemobilisten das Feierspektakel in komfortabler Sitzposition erleben. Und ihr am Bildschirm auch. Viel Spaß:


Es hat fast schon die Züge eines Karnevalsumzuges, oder? Im Stadion steppt der Bär. Superlange schlanke Mädels stöckeln durchs Stadionrund, gefolgt von Reitern und der Prominenz des Landes. Ganze zwei Stunden dauert das farbenfrohe Spektakel, Präsidentenrede inklusive.


Schlusspunkt bildet das Freilassen von Tausenden Ballons, die kurzzeitig den realen Hintergrund bunt vernebeln. Im Hintergrund stehen die Rohbaugerippe der illegal erstellten Häuser, von denen es unzählige in Ulan Baator gibt. Aber das wollten wir ja vergessen. Zumindest heute und morgen, wo weiter kräftig gefeiert wird.

Draußen geht es weiter, bunt und fröhlich, schön unorganisiert, aber allemal besser als im letzten Jahr.


Stolz berichtet die Reporterin vom Fest der Feste.


Auf solche Kämpfer kann man ja auch stolz sein.


Keine Heldentat. Früh abgestürzt und dann einen echt unromantischen Rausch-Ausschlafplatz gewählt.


Junge Helden aus Europa! Unsere Jungs beißen fast unerschrocken in Naadamfest-Burger!


Wir habe es letztlich alle geschafft, durch den ersten gemeinsamen Festtag zu kommen. Doch der zweite folgt sogleich. Die Reiterwettkämpfe, welche…


…30 Kilometer außerhalb der Stadt liegen. Wir sind eine Stunde früher als letztes Jahr gestartet und es geht dementsprechend nicht ganz so wild auf den Straßen zu. Aber immer noch wild genug…


…um uns alle zum Schmunzeln zu bringen.


Nach heißem Ritt stehen die Blechkühe endlich still. Unglaublich viele für mongolische Verhältnisse.


Und auch unglaublich viele Menschen, die hier in den sonst einsamen Weiten der Steppe unterwegs sind.


Jeder, der kann, kommt zu den Reiterwettkämpfen und richtet sich entsprechend ein.


Huuuuh, das ist gemein. Laaange warten, bis man dem Druck nachgeben kann. Es gibt definitiv zu wenig Toiletten bei viel zu vielen potentiellen Kunden. Und das seit Jahren!…


AAAhhhhh, die Männer haben es gut. Die Frauen sind als Heldinnen wieder mal gefordert. Ist das etwa gerecht?


Warten auf den Einlauf der Reiter.


Aufgeregt drängen die Reiter immer heftiger, als die Wettkämpfer sich nähern.


Da kommen sie, verfolgt von Presse und Coachs. 600 Pferde am Start…


…und diese machen die ersten Plätze unter sich aus. Kids sitzen im Sattel. Das bringt den entscheidenden Gewichtsvorteil.


Der Bursche hat den dritten Platz gemacht und noch knapp 2000 Euro abgeräumt. Der Vater ist gleich doppelt stolz. Dass er so einen Sohn hat und dass er mit meiner Frau abgelichtet wird!


Wild galoppieren die Reiter durch die Leute hindurch…


…die Reiterinnen wahren dabei durchaus Stil. High Heels im Sattel, das gefällt, Ihr Männer!


Sabine und Andreas sind mit uns unterwegs auf dem Naadamfest. Danach trennen sich unsere Wege, bis wir uns in Mittelasien wohl wiedersehen.


Leben pur. Säugen der Kleinen und Feiern – das geht nicht nur in Madagaskar.


Früh übt sich. Die Jungs kämpfen drauflos – ganz zur Freude der Eltern.


Ein erschöpfter Held ääähh Mann, der sicherlich vom Toilettengehenzuschauen ganz erschöpft ist…


Nach 5 Stunden Reiterkampfhalali ist der Spuk fast vorbei, es folgt nur die wilde Rückfahrt in die Stadt, in die jetzt alle wollen.


Wir erreichen unseren Standplatz ohne Blessuren und hoffen nun auf erfolgreiche Fahrtage. Während die zweite Gruppe in den Westen der Mongolei aufbrechen wird, haben wir G1er die Durchquerung der Gobi vor uns. 3 Tage Wüste, die es in sich haben werden. Das wird meine nächste Story, haltet uns die Daumen!


Bis bald

Euer

Kostya


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