45 Schlafplätze fasst nur unser Auto!!!

Die Grenze haben wir genommen, ein bisschen zäh, aber dafür ohne jegliche Probleme. Keine Waffen, kein Suff in handelsunüblichen Mengen, alles soweit gut. Anja, unsere Natascha des letzten Jahres, und Sergej (er ist derselbe geblieben…) nehmen uns, wie gehabt, auf unseren Touren im Empfang. Letztes Jahr noch schrecklicher Schüttelasphalt, gleiten wir diesmal über die ersten 60 Kilometer. Aber halt! Das liegt nur an unserem neuen Fahrzeug – das Bimobil Sprinterfahrzeug ist der Hammer. Nichts klappert, das Fahrwerk und der Aufbau scheinen die Löcher zumindest akustisch nicht wiedergeben zu wollen. Schön, sehr schön – aber wir müssen auf der Hut sein und deswegen nicht zu schnell werden. Am späten Abend stehen wir in Pskov.


Hupps, gleich ein Hingucker. Wir haben wunderbares Wetter, was die ersten Sonnenanbeter herauslockt. Eine Mischung aus Münchener Biergarten und russischer Camperromantik.


Herrje, die GPS-Geräte zeigen alle was verschiedenes. Drei im Test – was besonders lustig klingt, wenn sie eine Ansage machen und im Chor um Bruchteile von Sekunden auseinander sprechen und ggf. noch andere Wege empfehlen. Toll. Aber wer ist dran schuld? Meistens sitzt das Problem in solchen Fällen direkt vor dem Bildschirm. Mal sehen…


Wieder lacht die Sonne vom Himmel und zeigt uns Pskow von seiner schönsten Seite.


Einen Tag weiter gibt es ein Wiedersehen mit den Oberen der Stadt Welikie Luki, das für seine erfolgreichen Sportsleute und den großen Heißluftballonevent im Juni bekannt ist. Spätestens jetzt, nachdem ihr es gelesen habt.


Das aktuelle Team für Gruppe 1 und 2 (von rechts nach links): Anja (nicht zu verwechseln mit meiner Frau… obwohl…), Sascha (spricht Burjatisch/Mongolisch/Englisch/Deutsch/Russisch), Arthur (Vizechef der Gruppe 1, wenn ich mal wieder weg muss), und ich, naja…

Wir machen wieder mal Überstunden. Das wunderschöne Bimobil mutiert zum Trimobil: Arbeiten, arbeiten, arbeiten.


6 Uhr los, damit wir noch vor den fetten Moskauer Staus am Campingplatz ankommen. Campingplatz??? Ja, lasst euch überraschen.


Die M9 ist eine ganze Ecke besser geworden, das steht trotz Flüsterlauf unseres Mannschaftsreisemobils außer Frage.


Laaaangweeeiiilig, solche glatten Straßen. Wo bleibt denn da das Abenteuer? Hätt‘ ich ja gleich zur Tulpenblüte fahren können…


Gemach, gemach! Gleich ist Schluss mit langweilig! Wir fahren auf den Moskauer Autobahnring ein.


Noch langweilig??? Wir jetten 25 Kilometer auf dem Ring, dann stehen wir locker vom Hocker am Platz.


Stolz steht unser Geschoss im Yachthafen von Moskau. Die Asientour ist seine Jungfernfahrt. Mal sehen, wie sich Hänger und Zugfahrzeug fahren. Wir verfügen über 45 Schlafplätze, zur Zeit benötigen wir 7. 45 Schlafplätze? Wie bitte? Ja bitte! Passt mal genau auf: Einer auf der Rückbank der Doppelfahrkabine, drei im riesigen Alkoven, zwei am runtergeklappten Tisch, zwei in den Stockbetten, zwei im Dachbett, dazu drei im Hänger und zwei auf dem Hängerdach. Und wenn man dann noch 30 Personen rund um das Auto schlafen lässt, kommen wir auf 45. Aber selbst bei strenger Auslegung bleiben 15. Auch nicht schlecht, oder?


Der Beweis. Auch Russland macht sich langsam in Sachen Reisemobilkultur. Juri, der Chef vom 1. offiziellen Campingplatz in Moskau hat ein Dutzend Mietmobile in seiner Flotte.


Und jetzt fast ein volles Haus. Wir sind da, die erste Gruppe in der Geschichte des Platzes.


Die Sonne lacht bei strahlendem Wetter in Werners Armen…Die Sonne ist Xenia, die unsere Vera vertritt. Und das hat sie hervorragend gemacht, nicht war, alter Freund?


Der Abend am Campingplatz. Juri spendiert Kaviar, dazu Tee aus dem Samowar und weitere russische Köstlichkeiten.


Während unsere Gruppe wieder mit Xenia unterwegs ist (was ich durchaus verstehen kann), wollen wir euch mal ein paar Einblicke in das Leben eines Fernreiseleiters geben. Georg und Arthur packen und richten das 45-Plätze-Weltreisetrimobil ein. Vorher war wegen Behördenkram einfach keine Zeit dafür vorhanden.


Ein Kabeltrauma nennt man so etwas. Aaaaahhh! Ich leide unter vier Handys, zwei Laptops, einem Satellitentelefon, 3 GPS-Systemen, einem Tracker, Sprechfunkgeräten und wer weiß was noch. Mein Bett ist Büro; das muss sich spätestens dann ändern, wenn meine Frau in die Mongolei kommt.


Am Folgetag ist Anja in Aktion. Mir gefällt daran der kleine Moment des Blickes auf…


…die Griffel, deren Nägel so wunderbar gestaltet sind. Schön, nicht? Zudem sind Anja und Sascha eine Wucht, sie schmeißen den Laden und halten Elfi und Schorsch (die Leiter der Gruppe 2) und Arthur und mir (Doppelspitze auf Tour 1) den Rücken frei.


Elfi und ich bei der Abrechung. Konzentriert und super angestimmt, als ob wir das schon seit Jahren zusammen machen würden. Schade, dass mir Elfi auf Gruppe 1 verloren geht, zumal sie auch noch Sascha mitnehmen wird.


Platt, einfach platt. Drei Uhr Nachts und das zum dritten Mal hintereinander. Diesmal hat es nicht mal zum Bettenmachen gereicht. Arthur schläft nach einem wahren Vorbereitungs- marathon wie ein Murmeltier. Wir müssen Gruppe 1 und 2 aufeinander abstimmen, damit wir die erhofften positiven Synergien abschöpfen können. So ein Reisevorhaben ist kein Spiel, das ist echte Profiarbeit mit Hirn und Herz. Also, wenn einer von euch Lesern Reiseleiter bei uns werden will, dann muss er schon hart im Nehmen und reich im Geben sein. Erfahrung und Fremdsprachen dazu – dann könnt ihr mal anfragen. Und am besten kein Eintracht-Fan, dann fragt besser woanders an…Aber die können eh keine Sprachen…*


Der Abschied! Die Teams beider Gruppen gehen nun auseinander. Elfi und Schorsch und Sascha zurück nach Riga, wo die zweite Gruppe wartet, und auch noch von Juri Verstärkung bekommen wird. Und was mache ich bei den Leuten der Gruppe 2? Nun, wir fliegen gemeinsam zurück nach Riga, ich dann weiter nach Helsinki, wo unsere Pioniertour in den Hohen Norden anläuft. Auch die hat es in sich, ich werde Sie bis zum 19. Juni leiten.


Arthur, Anja und Ilia mit dem Begleitfahrzeug fahren Richtung Osten, immer der aufgehenden Sonne entgegen. Der ernste Blick Arthurs verrät, dass die Tour alles andere als ein Spaziergang wird. Arthurs und mein Lieblingsspruch – geprägt von unserem Schweizer Christian aus der Tour 2007 – kommt einmal mehr zur Geltung: Nur die Harten kommen in den Garten.


Ihr seht uns in einem Restaurant mit WIFI-Netz, wir haben binnen weniger Sekunden unsere Notebooks aufgeklappt und mailen, chatten, skypen und wer weiß was noch. Wer hier kein Notebook hat, ist out. Schlimm, nicht? Aber wir als Reiseleiter brauchen es, ob wir wollen oder nicht. Und Ihr braucht es auch, falls ihr unterwegs seid und weiter unsere Berichte lesen wollt. Tut es, ich hoffe es wird euch gefallen.


Euer Kostya

*Ist natürlich nur Spaß, bö… äh liebe Eintrachtfans!


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