Weißes Meer, weiße Nächte – Die schönste Weise, im Norden zu reisen

Ja, je näher wir dem Polarkreis kommen, umso weißer werden die Erlebnisse. Es ist eine 25-Tagestour, aber was wir erleben, wird vielleicht auch unsere Enkel noch interessieren. „Weißt du noch, damals, Opa und Oma mit dem Reisemobil in Nordwestrussland. Da gab es noch echte Abenteuer. Nicht wie heute, wo der Rubel neben dem Schweizer Franken die einzige stabile Währung in Europa ist und die Russen Hilfspakete für arme Westeuropäer schnüren und russische Reiseagenturen Abenteuerfahrten nach Deutschland, Österreich und Luxemburg anbieten ….!“ Na, liebe Leser, soweit ist es nun doch noch nicht. Wir sind ausgezogen, um spannende Erlebnisse im Osten zu erfahren –und davon werde ich euch nun berichten.

Belomorsk am Weißen Meer, das Ende des berüchtigten Weißmeerkanals.
Wir stehen an Schleuse 16 des Kanal, wirklich ein schöner Platz bei wirklichem Kaiserwetter.

Larisa, Dima und Marina, nicht aber deren Jagdterrier, haben uns hier einen Campingplatz eingerichtet. Wir sollen tolle Tage erleben.

Eine Runde Würstchen, die Gerd ganz schnell mal ausgegeben hat.

Fühlt sich fast an wie Urlaub. Nach 200 Kilometer Fahrtag die vorpolare Sonne genießen. Sie scheint bei guter Laune – und das hat sie hier – fast 23 Stunden am Tag.

Aber nun ist es vorbei mit dem Urlaub. Wir sitzen nicht nur dumm rum am Kanal oder lassen uns den selbigen volllaufen. Wir unternehmen was.

Wir sind auf Solowki unterwegs. Die heutige Klosterinsel hat eine dramatische Geschichte hinter sich. Frühe Siedlungen, dann die dunkle Zeit der Stalinära mit dem grausamen GULag. Dann die jüngere Sowjetunion und schließlich wieder die Rückkehr zum religiösen Zentrum.

Die Insel hat ein besonderes Klima, sie ist die interessanteste aller Klosterinseln. Im Vergleich mit den von uns auf dieser Reise bereits besuchten Walaam und Kishi-Inseln gefällt uns Solowki am meisten. Es herrscht ein Mikroklimat, Solowki hat das mildeste aller drei Inseln. Hier wachsen sogar Melonen, sehr wahrscheinlich der nördlichste Punkt überhaupt für diese Frucht.

Nachdem die Kühe nachdrucksvoll versuchen, uns von der Insel zu vertreiben, leisten wir dem auch Folge.

Good Bye Solwoki, es war ein toller Tag.

Der nächste Tag. Wir wandern zu einem ganze besonderen Platz, nicht weit von der Weißmeerküste.

Nördliche Wälder sind auch der Wohnort großer Waldameisen.

Eine Lichtung mitten im Wald. Das Ziel unserer Wanderung.

Die Petroglyphen, 5000 Jahre alte Einritzungen der ersten Siedler an der Weißmeerküste. Die Szene stellt die Jagd auf ein Rentier dar.

Alles zum Anfassen. Bei uns wäre so etwas abgesperrt, da sicherlich in den nächsten Jahrzehnten die Petroglyphen unkenntlich werden.

Eine erotische Szene, die ich nicht näher erläutern möchte.

Eine Rentierherde, oft erstaunlich groß dargestellt.

Fischerboot mit Rudern.

Kampfszene mit einem Bären.

Der tanzende Mensch.

Ein toller mystischer Ort, den man gesehen haben muss, wenn man in Belomorsk einen Stopp macht.

Nach der Wanderung Einkehr am Campingplatz. Dima hat für uns saftige Schaschlikstücke auf den Grill geworfen.

Ein tolles Essen nach erfolgreicher Petroglyphenerforschung. Gemeinsam klönen wir über Wanderung und den Ausflug auf Solowki und all die anderen Ausflüge seit Reisebeginn.

Noch einmal Angeln. Heinrich ist einfach nah am Wasser gebaut. Und davon gibt es auf der Reise mehr als genug.

Wir starten nach drei Nächten in Belomorsk gen Norden. Jeder für sich, Frühstarter um 7, Spätstarter um 9 Uhr. Unsere nächste Etappe führt uns nahe an den Polarkreis heran.

Wenn man allein oder in kleinem Verband fährt, kann man das Land richtig genießen. Und genau deswegen machen wir doch die Reise, oder?

Im Vorgarten: Was man so alles aus Altreifen machen kann!

Kleines Rendevouz mit fettem russischen Kater. Anhalten, kurz streicheln und dann weiter…

…auf der M18. 250 Kilometer werden wir auf der M18, der Magistrale unterwegs sein. Dann tauchen wir wieder ein in die faszinierende Welt des Nordens. Wir fahren direkt ans Ufer des Weißen Meeres nahe des Polarkreises. Und wir werden Belugas und Glitzersteine kennenlernen. Aber erst im nächsten Bericht. Bleibt dran.

Euer Kostya

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