Tief in Karelien

Liebe Mitreisenden!
Gerne wären wir noch einige Tage in St.Petersburg geblieben. Besser so als umgekehrt. Aber es ist nun Zeit für den Ritt durch den Wilden Nordosten. Die nächsten 14 Tage werden wir hautnah die Autonome Karelische Republik kennenlernen. Ihr nehmt die Gurte mit, die Straßen werden demnächst ein bisschen wackelig. Wobei da mein Kollege Arthur nur müde lächeln wird. Wobei, mein Lieber! Du wirst stauen, wie viel Erlebnis man im Wilden Westosten haben kann. Auf geht´s!

Erst mal sind die Straßen okay, wir schweben durch südkarelisches Land. Ohne Konvoi, versteht sich, Dann wäre nämlich die ganze Fahrfreude hin. Reisemobilisten – fahrt frei wo immer ihr könnt!!!


An einigen Stücken basteln sie herum. So recht gut wird aber auch der neue Belag nicht. Warum das so ist, will ich wissen. „Nun, weil wir sonst unsere eigene Arbeitsgrundlage verlieren. So müssen wir jedes Jahr neu flicken.“ lassen mich die Bauarbeiter wissen.


Teilweise ohne Asphalt ist die erste Etappe in Karelien, alle anderen werden asphaltiert sein.


Verschlafene Dorfidylle. Oder einfach nur Realität. Viele junge Menschen haben den Dörfern den Rücken gekehrt.


Lupinien – sie haben mich schon im Königsberger Gebiet verzaubert.


Wenn alles schläft und einer spricht, dann ist der Kostja nicht ganz dicht…. Im Ernst, wir lesen aus dem Buch Klaus Bednarz – Kreuz des Nordens passend zu unserem Ausflug auf die Walaam-Klosterinsel.


Vier Kerle sind im Team für die Russland-Nordtour. Wir wollen dafür sorgen, dass es eine zauberhafte Tour wird. So haben wir einen zauberhaft authentischen Bus besorgt, der uns um die Ecke zum Anleger für die Tragflügelbootfahrt auf Walaam bringt. Um die Ecke bringt..? Nein, er kommt wirklich an. Fotos dazu gibt’s von mir nicht. Ich bin am Festland geblieben. Das mit dem authentischen Bus war mir dann doch zu riskant… Aber fragt eure Reisekollegen. Die haben Walaam erlebt so wie ich letztes Jahr. Sollte man gesehen haben. Und wenn man schon da ist, auf keinen Fall dran vorbeifahren.


Zu Besuch im Canyon Ruskeala. Wir wandern einmal um den alten Marmorsteinbruch…


…und erhaschen dann direkt vom Wasser aus wunderschöne Momentaufnahmen von den Farbenspielen des Marmors und tiefklaren Wassers.


Begebt euch nun auf eine Reise durch Ruskeala und genießt:



Hautnah, habe ich gesagt. Das ist es, was unser Reisen ausmacht. Alles anfassen, oder fast alles. Das Wasser ist so klar, man kann 10 Meter tief blicken.


Mama, du kannst wieder entspannen. Wir lassen deine Kleinen in Ruhe. Die brauchen doch noch viel ungestörten Schlaf. Aber den Flügel könnte der beim Gähnen dich schon noch vor den Schnabel halten, oder?


Torfiges Wasser ist typisch für die karelischen Gewässer. Außer eben in Ruskeala.


Fahrt durch Mittelkarelien. Wir sind auf dem Weg nach Kinerma, dem letzten rein karelischen Dorf der Republik.


Ankunft im abgelegenen Kinerma. Was ist das für ein Standplatz. Kein Strom, kein Wasser aber so viel Stille und Freiheit. Einen Tag kann man wirklich mal ohne den Tropf leben, oder. Wir haben doch keine Immobile sondern Reisemobile!


Nadeshda heißt Hoffnung. Und so heißt auch die tolle Frau, die nicht nur drei Kinder hat, sondern für das Überleben der karelischen Kultur im Dorf sorgt.


Mit Stolz präsentiert Nadeshda uns ihren Familienbaum.


Eigentlich wollen wir den Platz nach einer Nacht himmlischer Ruhe und herrlich fri- scher Luft gar nicht verlassen.


Goodbye Nadeshda und deine Familie! Wir kommen im nächsten Jahr wieder und werden dann karelisch Essen und feiern!


Weites Land. Stoppen, wann immer du willst. Motor aus. Atmen. Dir selbst begegnen! Kommt nach Karelien!

Die Mischung macht es. Tagsüber individuell reisen. Und am Abend an unseren schönen Plätzen gemeinsam bei Schaschlik und Salat klönen. Das macht einfach Spaß. Ich hoffe, auch euch Zuhause.

Demnächst fahren wir zum Onega-See und auf die Insel Kishi. Ich hoffe, mit euch!

Euer Kostya

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