Sterneflüstern in der Steppe – Zu Besuch in der autonomen Republik Kalmückien

Nach so viel pulsierendem Stadtleben zwischen Orient und Okzident sehen wir uns nach Einsamkeit, nach absoluter Ruhe, so wie ich es vollmundig versprochen habe. Nun in der Steppe Kalmückiens, unserer nächsten Reiseetappe, kann ich, so hoffe ich, das Versprechen endlich einlösen. Kaum draußen aus Astrakhan, durchqueren wir zunächst das Delta der Wolga. Satte Farben mitten im Hochsommer.


Weites Land. Das Wolgadelta erstreckt sich über 150 Kilometer Breite. Wie klein sind wir und wie groß die Natur.


Ein Labyrinth aus Hunderten Flüssen und Nebenflüssen durchdringt die Region um und hinter Astrakahn.


Farbenspiele im Delta. Fast 8 Monate im Jahr blühen hier die Steppenkräuter.


Die Kühe genießen den Spaziergang durchs seichte Wasser. Einige Meter hinter den Flussarmen fängt die weite und trockene Steppe an.


Zu Besuch in einer Salzpfanne. Der Übergang vom bunten grünen Delta zur eigentlichen Steppe ist fließend.


Die Salzschicht ist an einigen Stellen dünn, ich breche ein und versinke im von der Sonne aufgeheizten Schlamm.


Nicht jedes Tier kommt mit dem salzigen Boden zurecht.


Es rafft Tausende von Heuschrecken hin, die ungewollt auf den Salzboden gelangt sind.


Die Luft ist klar, die Steppe weit. Das macht Spaß, hier unterwegs zu sein, nicht wahr Gerhard?


Am nächsten großen Salzsee stauen wir nicht schlecht über die Exotik der Kalmückennatur.


Schneeweiß liegt zentimeterdick das Salz vor uns. Solche Pfannen entstehen in abflusslosen Senken. In Tausenden Jahren wirkt hier der Kreislauf aus Regen und Verdunstung. Zurück bleiben die Mineralien und Salze, die dann solche eindrucksvollen Pfannen ergeben.


Oben auf der Anhöhe stehen unsere Reisemobile, die uns überhaupt erst diese ungewöhnliche und spannende Reise möglich gemacht haben.


Lilo hat dem See ein Stück Salz entnommen, Probiert man es, beißt es auf der Zunge, so stark ist die Konzentration.


Weite, weite Steppe. Und ein großer Himmel. Wir sind frei. Freuen uns auf die Reise durch Kalmückien.


Wanderdünen durchziehen die Steppe. Die Menschen, die hier arbeiten, sind meistens Hirten.


Ab geht`s, querfeldein durch die Steppe zu unserem Nachtplatz. So wie im Western mit ihren Wagen ziehen wir durch die weite Steppe.


Hans und Lotti tanzen vor Freude in der Steppe. So schön, so weit ist es hier. Die milde Luft erfüllt von dem Duft der Steppenkräuter – einfach fantastisch.


Tolles Westernwagenburggefühl. Jeder hat soooooooooooo viel Platz für sich und ist trotzdem nicht allein.


Eine Panne in der Steppe? Ja, kann schon mal vorkommen, aber in der Gruppe ist man aber nie allein gelassen. Meine Jungs lösen alle Probleme bis zum Abend.


Am Abend bekommen wir von unseren kalmückischen Freunden Besuch.


Tolle Speisen haben sie uns aufgetischt, darunter das früher verbreitete Kyr-Essen. Hammelfleisch in Tiermägen eingenäht und unterirdisch im durch Feuer aufgeheizten Sand zubereitet. Alles mundet toll, ein Fest mitten in der Steppe.


Wir sind in Südrussland. Hier dauert die Dämmerung viel kürzer als zu Beginn unserer Reise. Schon 30 Minuten nach Sonnenuntergang ist es richtig dunkel.


Unsere Kalmückische Familie erzählt von dem Leben in der Steppe. Wir sind erstaunt über so viel Weltoffenheit und Wissen um die Geschehnisse außerhalb der Steppe. Die Kinder gehen alle zur Schule, die Großen studieren in der 200 Kilometer entfernten Hauptstadt Elista. Managerin, Ökonomisten – das werden die jungen Menschen aus der Steppe einmal machen. Ihre Eltern leben von der Viehzucht – sie haben 50 Kühe und einige Hundert Schafe.


Zur späten Stunde nehmen unsere Freunde Abschied von uns. Um 5 Uhr heißt es nämlich aufstehen. Nicht für uns, sondern für sie. Die Kühe und Schafe wollen versorgt werden.


Wir genießen den wunder schönen Sternenhimmel. So klar überspannt das Band der Milchstraße unser Nachtlager. Satelliten ziehen ihre Bahn, Grillen singen und Fledermäuse wirbeln über unsere Fahrzeuge. Steppensternenflüstern ist so schön. Wer es nicht erlebt hat, dem fehlt etwas im Leben. Glaubt es mir!


Der nächste Morgen – ohne Sorgen. Was haben wir gut geschlafen in der frischen würzigen Luft. Hundert, ach Tausend Mal besser als im Krankenhaus, da sind wir uns alle einig.


Hupps, wer ist denn da unter dem Teller drunter?


Ein Skarabäus, ein kräftiger Bursche, der mit alle Macht zurück in die Steppe will.


Gegen 9 Uhr sind die Meisten bereits aufgebrochen, wir reisen Richtung Elista, unserem nächsten Ziel.


Wieder ist jeder für sich allein unterwegs. Individuell anhalten, wo man will – ja, so macht das Reisen Spaß.


Wir werden auch in Elista wieder auf unsere Kosten kommen, soviel darf ich vorweg nehmen. Wollt ihr daran partizipieren, dann müsst ihr demnächst wieder reinschauen bei unserem Abenteuer Osten. Eie gute Nacht, es ist höchste Zeit, dass nun auch ich in die Falle komme.


Euer Kostya


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