Stürmischer Auftakt

Nun ist es soweit, natürlich mit einer kleinen Zeitverzögerung, aber die hole ich bald auf.
Fließend ist der Übergang von der Baltikumtour zur Russland & Ukrainetour. Ob auch die zweite so gut verlaufen wird wie die erste? Ob das mit den Leuten, Autos, mit dem Wetter, mit meinen Partnern so klappen wird? Nun, viel Zeit habe ich nicht zum Grübeln, ich rausche in 14 Stunden Fahrt direkt von den schönen Masuren zurück ins estnische Tallinn. Und da beginnt eine neue Geschichte, von der ich euch in den nächsten 40 Tagen berichten werde. Los geht es stürmisch, viel zu stürmisch für meine Begriffe. Eine heftige Schlechtwetterfront zieht über Estland und zwingt uns…

zum ersten Meeting in ein Konferenzzimmer des benachbarten Hafenhotels. Ausgabe der Roadbooks, des Kartenmaterials, das zusammen- genommen für meine Gruppe locker an die 50 Kilo kommt, der Reisepässe mit Visa für Russland und den aktuellen Infos für die nächste Fahretappe.


Am späten Abend klart es auf, die Ruhe nach den Sturm ist die Ruhe vor dem Sturm. In wenigen Stunden schon werden wir auf dem Weg zur Russischen Grenze sein.


Ein echt schöner Schreck am Morgen. Da hat wohl einer mein Auto umlackiert. Doch leider stellt sich nach dem ersten Schrecken noch ein zweiter ein. Es ist nicht mein Auto, das da so sexy estnisch daher kommt. Vielleicht das nächste Mal.


Und noch ein Schreck, diesmal ohne Scherz. Gleich zum Start springt eins der Autos nicht an. Schnell das Superbungy- abschleppseil vom DÄRR-Expeditionsservice raus (DÄRR stellt uns für unsere Touren diese Abschleppseile zur Verfügung!), das Womo angeschleppt und schon läuft er wieder. In der Gruppe ist man nie allein. Übrigens bin ich schwierige Starts gewohnt, insbesondere durch die Baltikumtour, auf der mir innerhalb der ersten Tage gleich mehrere Dampfer ins Dock mussten.


Frei Fahrt auf der Nationalstraße 1. So schönem Asphalt werden wir bald nachtrauern, ich versprechs euch!


Im Zollterminal von Narva. Es herrscht heute großer Andrang, wir müssen Geduld haben, bis unsere Fahrzeuge abgerufen werden, um an die Grenzstation zu fahren. Das wird gemacht, damit keienr vordrängeln kann und sich keine Staus in der Stadt Narva bilden.


Noch lächeln sie alle, aber…


wenn es mit dem umfangreichen Papierkram für die Russen losgeht, verfinstern sich doch ein paar Gesichtszüge. Da soll noch mal einer über die deutschen Behörden schimpfen. Den schicken wir gleich nach Narva und in die Nachbarstadt Ivangorod.


Nach 6 Stunden Wartezeit kamen endlich wir an die Reihe. So recht leid tun uns aber die anderen, die auch so lange wir, dafür aber in engen PKW mit Kindern und jeder Menge Gepäck warten müssen. Die eigentliche Zollkontrolle verläuft freundlich und korrekt, wenn auch äußerst langsam. Vieles wird noch per Hand erfasst, es sind mit Zollerklärung, Visa, und Passkontrolle, Immigrationskartenausgabe, Fahrzeugkontrolle, Ausgabe der vorübergehenden Fahrzeugeinfuhr und der Fahrzeugversicherung ja doch jede Menge Schritte, die so ihre Zeit brauchen. Erst mit Einbruch en der Dunkelheit habe ich alle Autos durch den Zoll. Ob wir dann noch weitergefahren sind? Um das zu lesen, schaut morgen wieder rein, dann kommt die Fortsetzung.

Gute Nacht

Euer Kostya


002 Alles Piter oder was?
Was war das für eine Geburt, diese verflixte Grenzpassage. Länger als auf allen anderen Reisen haben wir warten müssen, sind … < mehr

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