Buddha und Sonne halten Gruppe in Schach!

In manch einem Reiseführer steht, dass sich ein besuch in Kalmückiens Hauptstadt nicht lohne. Nun, wollen wir mal schauen, ob das so denn stimmt. Nach einer herrlichen Nacht mit Steppensternenzauber duften unsere Wohnmobile herrlich nach Kräutern. Nun verstehen wir die Menschen Kalmückiens, die, wenn sie ihrer Heimat entrissen werden, den Geruch der Steppe am meisten vermissen. Ab 10 Uhr brennt die Sonne wieder heiß vom Himmel, nachdem es sich in der Nacht auf angenehme 15 Grad abgekühlt hatte. Wir sind wieder auf unsere Böcke geklettert und reiten durch die Weite der Steppe:


Das holprige Asphaltband verschwindet in der Weite der Steppe. Oft liegen mehr als 50 Kilometer zwischen den nächsten Ansiedlungen.


Mit schwerem Gerät wird der kargen Steppenerde zu Leibe gerückt. Außer Weidewirtschaft ist hier aber nicht viel zu gewinnen.


Samstag = Hochzeitstag. Im August wird geheiratet, was das Zeug hält. Auch in Elista, welches wir am frühen Nachmittag erreicht haben.


So schön sehen sie aus, die Kalmücken, wenn sie das größte Fest ihres Lebens feiern.


Unsere Welt wird immer internationaler. Eine amerikanisch-kalmückische Hochzeit. Wo die Liebe hinfällt…


Wir stehen mit unseren Reisemobilen in City-Chess, dem neuen Sportkomplex Elistas. Schach ist in der autonomen Republik auch ein ordentliches Schulfach. Ob einige von uns gegen Kasparow und Co bestehen täten. Ich denke schon, wenn man sich diese tollen Schachzüge anschaut…


„Was spielen die denn da zusammen? So was haben wir in der Grundschule schon gelernt“ schnurrt die Kleine in ihren kleinen Schnauzer hinein.


Nicht Thailand! Nein, es ist das Zentrum der kalmückischen Hauptstat, dass sich durch Pagodenbauweisen auszeichnet.


Der Churul, die heilige Stätte der Buddhisten Elistas, ist ihr großer Stolz. Das Gebetshaus wurde 2006 fertiggestellt.


Ein Mönch segnet uns, auf dass auch die weitere Strecke so gut verlaufen mögen.


Meterhoch thront Buddha im Innern des Churul.


Der klimatisierte Bus – es soll der beste der Stadt sein – so versichern uns unsere Guides – bringt uns zurück nach City Chess. Bei uns gibt es nun niemand mehr, der sagen wird, ein Besuch in Elista würde sich nicht lohnen. Eine so angenehme und offene Atmosphäre haben wir sehr genossen.


Am Abend befüllen wir mühsam unsere Wassertanks. In der Steppe gab es kein Wasser und hier ist der Wasserdruck sehr gering, die Qualität dafür sehr gut. Und dafür lohnt es sich auch anzustehen. Folgend ein paar Jagdszenen eines Gruppenreisemobilistendaseins in Elista. Viel Spaß beim Tanken:


Wir haben ja Zeit und sind nicht auf der Flucht. Am Abend haben wir alle Wassertanks wieder voll und sind für die nächste Fahretappe gerüstet.


Morgendliche Info und Fahrstreckenbesprechung. Jede Fahretappe ist ausführlich im Roadbook erklärt, welches jedem zur Verfügung steht. Heute steht eine größere Fahretappe auf guten Straßen an.


Ausfahrt aus City Chess. Schön war es, wir kommen gerne wieder nach Kalmückien.


Zum Abschied noch einmal vom Parkwächter ein Lächeln, von denen wir so viele auf dieser Reise schon geschenkt bekommen haben. Nun sind wir gespannt auf den Kaukasus, von dem ja so viel Negatives berichtet wird. Meist übrigens von Leuten, die dort noch nicht gewesen sind. Uns wird das nicht passieren, wir schauen uns alles vor Ort an.


Südossetien umfahren wir großräumig und sind dank mobilem Internet im Tourleitungsauto immer auf dem aktuellsten Stand der Geschehnisse. Also freut euch auf spannende und interessante Tage im Kaukasus.

Bis bald

Euer Kostya


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