Von Krimsekt bis Nato-Schiff – Sewastopol lädt zum Staunen ein

Hopperla!!! Da habe ich schon lange nichts mehr von uns hören lassen. Aber alles ist im Griff, stressige Vorbereitungen für Vorträge in der nahen Zukunft und ein gemeiner Computerdefekt haben dazu geführt, dass es erst jetzt weitergeht mit unserer Reiseberichterstattung. Hoffentlich habt ihr inzwischen nicht die Lust verloren, unsere Reise zu verfolgen. Hoffentlich in eurem Interesse, denn es warten in naher Zukunft heiße Aufnahmen, die ihr nicht verpassen sollte. Nun aber zurück auf die Krim. Nachdem wir das Abenteuer Ai Petri mit der längsten feischwebenden Seilbahn Europas überstanden haben, schmeißen wir am Mittag wieder den Riemen auf die Orgel und reisen ins 80 Kilometer entfernte Sewastopol.


Den nächsten Tag begrüßen wir so, wie man ihn besser nicht begrüßen kann.


Ein Frühstück mit Krimsekt und Kaviar direkt an der Schwarzmeer- küste – so kann man es aushalten. Nur ich weiß, wer der großzügige Spender aus unserer Gruppe war, der die Idee zum Sektfrühstück hatte. Könnt ihr dieses Geheimnis für euch behalten? Ja? Seht ihr, ich auch!!!


Bald starten wir zum Ausflug ins Zentrum Sewastopols. Schon immer war die Krim ein Zankapfel verschiedener Völker gewesen. Mit am heftigsten ging es wohl zur Zeiten des Krimkrieges Mitte des 19 Jahrhunderts zu.


Hoch eindrucksvoll sind diese Kriegshandlungen im Panorama dargestellt. 2- und 3-dimensionale Darstellungen verschmelzen hier auf hoch eindrucksvolle Art. Die 360-Grad-Darstellung versetzt uns inmitten die Lage des Krieges. Was haben wir ein Glück, in friedlicheren Zeiten unterwegs sein zu dürfen.


Habe ich gerade „friedliche Zeiten“ gesagt.. Tatjana, unsere engagierte und mit viel Wissen ausgestattete Stadtführerin lässt uns unverblümt in die aktuelle Stimmungslage auf der Krim schauen. „Die verdammte ukrainische Führung macht uns das Leben hier zur Hölle“. Die meisten in Sewastopol lebenden Menschen fühlen sich als Russen und leben auch ihre Kultur. Nun will man seitens der Regierung vieles Ukrainisieren – so die Wahrnehmung von Tatjana – und das stinkt ihnen gewaltig.


„Schaut her, die Schüler Sewastopols schieben freiwillig Ehrenwache an den Ehrendenkmälern Sewastopols.“ Und das stimmt wirklich. Die pro-russische Einstellung reicht durch alle Bevölkerungsschichten. Das ungeschickte Agieren der ukrainischen Regierung und der Westmächte verstärkt noch diese Gefühle.


Das Wahrzeichen Sewastopols: Das Denkmal der versenkten Schiffe, die im Krimkrieg die Einfahrt feindlicher Schiffe in den Hafen der Stadt verhindert haben.


Für mich immer wieder erstaunlich, dass das Modell der sowjetischen Sitzbank auch heute noch in der gesamten GUS Anwendung findet. Hauptcharakteristika: Die Konstrukteure gehen von Menschen mit 2,30 Meter Körpergröße aus…


Gut gebrüllt, Löwe. Das hat man davon, wenn man einen Österreicher im Park von Sewastopol frei lässt. Sonst ist unser Hubert aber ein ganz friedlicher Zeitgenosse.


Gut gebrüllt, Löwe. Das hat man davon, wenn man einen Österreicher im Park von Sewastopol frei lässt. Sonst ist unser Hubert aber ein ganz friedlicher Zeitgenosse.


Sewastopol ist die Stadt der Buchten. Über 30 davon gibt es. Die wichtigsten werden wir uns nun auf dem Wasserweg erschließen.


Sewastopol ist Hauptstützpunkt der Schwarzmeerflotte. Ein großer Teil der Flotte ist von Russland für 50 Jahre gepachtet worden. Durch den Kaukasuskonflikt sind nun Nato-Schiffe aufgefahren. Alle Beteiligten benehmen sich alles andere als diplomatisch. Besonders der Westen und die Ukraine hätten sicherlich delikater agieren können. Ein Eskalieren erscheint aber fast ausgeschlossen.


Eins der berühmten Atom-U-Boote der russischen Flotte. Die meisten dieser strategisch äußerst wichtigen Flottenbestandteile liegen aber im Innern eines Bergmassivs, nicht weit von Sewastopol. Erstaunlich, wie nah wir an all den Militärschiffen vorbeifahren dürfen.


Ein Kater am Morgen muss nicht immer weh tun. Hier ist es der Kater vom Campingplatz, der zunächst bei unserem Wolfgang übernachtet hat, ungefragt, wie sich versteht und dann weiter die Zeche bei mir prellt. Streicheleinheiten ohne echte Gegenleistung. Ich habe mich entschieden. Dieser Kater hat deutsche Hilfe nicht nötig, sein Bauch ist rund, sein Besitzer hat ein Flugzeug, der Kater bleibt in Sewastopol!


Schnappschüsse beim Weg von der Krim nach Odessa. Wir stoppen bei den Obst- und Gemüsehändlern, die zum Volk der Tataren gehören. Gesegnet sei die Zeit der Digitalkameras. Die gemachte Aufnahme gleich zeigen – das verbindet alle Völker!


Ein Lada Kombi hat das Ladevermögen eines LKW, wenn man nur richtig packt!


Der Weg nach Odessa führt uns durch die Steppe der Krim. Weites Land auf der landschaftlich so abwechslungsreichen Halbinsel.


Hat dieses Gespann nicht ungemein viel Ähnlichkeiten…


… mit dem der Reiseleitung. Ersteres ist 1PS-Vorgänger- modell des heutigen 100PS-Seabridgewohnmobilgruppen- reiseleiterfahrzeugs.


Faszinierende Steppe. Die Schnecken überdauern die Gluthitze des Tages und werden nur am feuchten frühen Morgen aktiv.


Wenn es dem Esel zu heiß wird, geht er entlang der Krim-Kanalwände tanzen.


Zwischenstation oder Stadion auf dem Weg nach Odessa. Wir stehe im Stadion von Cherson und begutachten aus ungewohnter Perspektive das Training der Mannschaft Chersons. Die Jungs kicken toll, Klinsi sollte sich hier mal umschauen, wenn es nicht mehr so gut im verwöhnten Starensemble läuft.


Doppelgeburtstag im Stadion. So haben unsere Reisenden Gisbert und Wolfgang wohl noch nicht einen Geburtstag gefeiert.


Unvergessen bleibt bestimmt Kolias Geburtstagsstand. Wieder gibt es bei Kerzenlicht, Gitarre und russischen Herzbrechermelodien Gänsehautfeeling pur.


Ich hoffe, ihr daheim am Rechner partizipiert ein bisschen davon und bleibt uns treu, schließlich steht nun der Besuch der alten Dame Odessa an. Ein lohnender Besuch, verlasst euch drauf.

Bis bald

Kostya


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