Prunk und Pomp in Piter

Hinein geht es in die Ermitage, und dazu es heißt erst einmal warten. Über 90 Minuten muss man hier anstehen, und Frau auch. Schrecklich, oder? Und wir? Wir sind schlauer, haben natürlich vorgebucht und ziehen über einen anderen Eingang vorbei an allen Schlangen hinein in eine der größten Kunstsammlungen der Welt.

Auf gehts, ab in die Welt des zaristischen Glamours.


Schon der Treppenaufgang ist vielversprechend.


Ob über uns oder neben uns, der ganze Prunk erschlägt auf der Stelle.


Die erste Hundebesucherin in der Ermitage ist ausgerechnet in unserer Gruppe. Heidi lässt ihren charmanten Begleiter locker in der Tasche und keiner der scharfen Museumsdrachen merkt etwas. Echt cool, würde mein Sohn Eugen sagen.


„Pssssst. Ich werde nichts verraten.“


Man(n) muss kein Kunstexperte sein, um diese Ansicht zu genießen, oder?


Nun lasse ich euch allein mit einigen weiteren Eindrücken aus der Ermitage. Findet es schön oder eben nicht. Die Zarenfamilie hat sich hier verausgabt oder besser gesagt, andere sich verausgaben lassen. Unfassbarer Reichtum wurde mit unfassbarem Leid der meisten damals Lebenden erkauft. Heute ist das alles für uns schon weit entfernt und wir bewundern nun die Kunst aus den Epochen der russischen Zaren.


Die Tische faszinieren uns immer wieder aufs Neue. Was von weitem wie ein Gemälde aussieht, …


…ist bei genauerem Hinsehen ein aus Steinstücken zu- sammengesetztes Kunstwerk.


Durch eine 90 Meter lange Zimmerflucht nähern wir uns, überwältigt von pompöser Kunst, dem Ausgang.


Der Meteor, das pfeilschnelle Luftkissenboot, bringt uns von der Newa zum Peterhof, nicht weit von unserem Privatcampingplatz.


Ohne Pauken, dafür mit Trompete, empfängt man uns in der Sommerresidenz des Zaren Peter des Großen.


Die Wasserspiele scheuen keinen Vergleich mit Versaille. Und hier funktionieren sie noch immer so wie früher. Ohne Pumpen. Nur durch den Druck des höher gelegenen Sumpfwassers werden die Brunnen angetrieben, es gibt keine einzige Elektropumpe im Park.


Deutsch-Russische Begegnungen an der Hauptfontänen- straße. Ein paar Worte Deutsch, ein paar Worte Russisch – und schon versteht man sich.


Ran an die Braut. Heute ist der 08.08.08. Und da wird geheiratet, was das Zeug hält.


Viele der Heiratsgesellschaften kommen in den prunkvollen Park. Die meist noch jungen Paare stehen voll im Saft, verdienen gut und werden noch einige Jahre mit den Kindern warten. So ist es heute im modernen urbanen Russland. Fast wie bei uns.


Aber hier in Russland wird heftiger gefeiert. Es muss knallen, so die Devise. Für eine Hochzeit werden schnell 5-stellige Eurobeträge bezahlt.
Wie gerne wäre ich mit auf diese Hochzeitsparty gegangen, aber ich bin
1. schon verheiratet,
2. muss ich euren Internetreport schreiben und
3. morgen wieder voll da sein.
„Ja, so isses“, würde unsere schöne Iveta aus Klaipeda (siehe Bericht Baltikumtour) sagen, „so isses“, unser Leben. Man kann nie alles haben. Und das ist auch gut so. Auch ihr kriegt ihn nur häppchenweise, diesen Reisereport. Bleibt dran, dann werdet ihr noch viel erleben.


Beste Grüße

Euer Kostya


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So macht das Besichtigen richtig Spaß. Hinein geht es zu Fuß, wo früher wir direkt daneben mit den Mobilen standen. Das ist ist doch… < mehr

002 Alles Piter oder was?
Was war das für eine Geburt, diese verflixte Grenzpassage. Länger als auf allen anderen Reisen haben wir warten müssen, sind … < mehr

Nach Oben - professionelll geführte Wohnmobilreisen in die GUS, China und Iran - Abenteuer Osten