Im Stadion von Nowgorod

Und wie sie sich verirrt haben, viele Reisende bei der Ausfahrt aus Puschkin. Endlich auf der M10 Richtung Moskau angelangt, fängt das Abenteuer erst richtig an. Es geht nun die nächsten 8 Fahretappen nur in eine Richtung, immer nach Südost. Das schöne Petersburg hat mit seinen goldenen Palästen und goldigen Mädels ein wahres Feuerwerk abgebrannt. Ist damit unser Pulver schon verschossen?

Nun, die wohl attraktivste Stadt Russlands mit den langen Dämmerungsabenden werden wir in punkto Schönheit nicht toppen können, aber dafür warten ganz andere Dinge auf uns. Und auch diese Dinge – es sind die vielen kleinen besonderen Erlebnisse auf der Piste beim individuellen Stopp, die menschlichen Begegnungen, die schönen Dörfer, die Einkäufe, würzen unsere Reise erst richtig. Nach Petersburg fahren viele, nur wenige mit dem eigenen Auto und noch weniger weitere 2000 Kilometer nach Südosten. Wir zählen zu den Letzteren und werden euch nun die nächsten Tage von unserem kühnen Vorhaben berichten.

Auf der legendären M 10, welche Russlands größten Metropolen St. Petersburg und Moskau miteinander verbinden, fahren wir nun zunächst nach Weliki Nowgorod. Und dort stehen wir schön sportlich….


…im Zentralstadion von Nowgorod. Von der großen Asienreise her kenne ich das. Da haben wir oft in Stadien gestanden. Aber wohl alle anderen Wohnmobilisten haben noch nicht einen derartigen Nachtplatz gehabt. Nachdem alle unsere Fahrzeuge stehen, spielen wir erst mal eine Runde Volleyball. Dann geht es ab in die Sportlerduschen. Danach noch ein kühles russisches Bier gezischt – dann darf die Nacht kommen. Das ist doch besser als jedes 5-Sterne-Camping, oder?



Deutsch-Russischer Dialog im Stadion. Kolja, unser Gitarrist und Helfer für alles aus unserem Team, und Rudi, unser stets interessierter Reiseteilnehmer, unterhalten sich im Stadionrund über den tollen ersten großen Fahrtag.



Am frühen Morgen den nächsten Tages besuchen wir das Kirchenviertel von Weliki Nowgorod, der Stadt, die sich früher Hauptstadt Russlands nennen durfte.



Auf dem glockenförmigen Denkmal ist die gesamte Geschichte Russlands dargestellt. Es waren wilde Zeiten, das ist auf den ersten Blick zu sehen. Gut, dass wir zu dieser Zeit noch keine geführten Touren durchgeführt haben. Es war eine mit Kämpfen und Kriegen überzogene Epoche, in der Reisende oft wenig zu lachen hatten.



Nowogrod hat seinen eigenen Kreml, sozusagen die Kernstadt geschützt durch hohe Mauern. Im Kremlgelände steht die Sophienkathedrale. Leider gilt nun auch hier im Innern der Kirche Fotografierverbot.



Ein zünftiges Morgenfrühstück an Bord eines Frachtschiffs auf dem durch Nowgorod fließenden Fluss Wolchow. Der Tag fängt feucht-fröhlich an. Aber laut Statistik saufen die Russen kaum mehr als die Deutschen. Also bitte keine falschen Schlüsse ziehen.



Ein kleines Nowgoroder Schläfchen. Russische Bauarbeiter können nicht nur schaffen, sondern auch in allen Positionen schlafen.



Zurück ins Stadion. In wenigen Stunden gehen wir wieder auf die Piste. Über die Valdaier Höher wollen wir in die Russische Hauptstadt nach Moskau. 500 ereignisreiche Kilometer, die verkehrsreichsten Abschnitte, liegen nun vor uns. Gebe es Gott oder der Zar oder der Präsident, dass wir hier ohne Blechschaden durchkommen mögen. Bleibt dran, meine Lieben, es wird spannend, mein Wort.


Euer Kostya


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