Moskau – Im Bann der Megastadt

Die ersten zwei Monate des Moskauer Sommers sind ins Wasser gefallen. Aber genau mit dem Tag unserer Ankunft ist die Sonne zurückgekehrt. Bilderbuchwetter gleich am Morgen unseres ersten Erkundungstages in Moskau. Schon um 7 Uhr hat die Sonne alle Tautropfen in den Gärten des Danilow-Klosters weggebrannt:


Never change a winning team – nach diesem Motto verfahren auch wir und setzen wie jedes Jahr auf unsere Vera…



die uns wie ein Fels in der Brandung durch dieses verrückte Stadt Moskau bringt.



Besuch in der Christ-Erlöser-Kathedrale. Wir werden streng kontrolliert. Hat eine lange Hose etwas Hochwasser, gilt sie als Shorts. Dessen unglücklicher Träger darf nicht hinein. Bei uns erwischt es vier Mitreisende. Strenge Orthodoxe Kirche.



An fast jeder Ecke Moskaus werden Souvenirs verkauft. Rechts oben ein ganz seltenes Exemplar. Ein lebender Reisemobilist. Die Aufnahme entstand im Park…



…des Jungfrauenklosters.



Längst haben auch die russischen Geschäftsleute mitbekommen, wie wir Männer ticken. Eine schicke Braut auf das Auto im Hochglanzjournal gelegt, und schon werden Kaufstimuli ausgelöst.



Die Sperlingsberge, Moskaus höchste Stelle, erlaubt einen Blick auf die pulsierende Metropole. Wer hätte zu Beginn der 90er gedacht, dass Moskau einmal eine solche Spitzenposition in der Welt einnehmen wird.



Für uns ein echter Hingucker – die traditionelle russische Puppe, die Matrjoschka.



Das ist eine 30er. 29 Holzpuppen verschwinden in der einen ganz Großen. Als Beweis haben wir sie komplett auseinandergepflückt, dann wieder zusammengesetzt und schließlich gekauft.



Businessfrühstück an den Sperlingshügeln. Längst sind die Managergehälter in Moskau auf hohe Niveaus geklettert, teils wesentlich höher als in Deutschland.



Wohnraum in guter Lage ist in Moskau so teuer wie nirgendwo sonst auf der Welt. Es ist ein überhitzter Markt, der Handel mit Immobilien in großen russischen Städten. Die Gehälter der Durchschnittsbevölkerung geben dieses Preisniveau nicht her und die meisten Reichen haben schon mehrere Dutzend Wohnungen. Vieles Neues Teures steht leer, die Spekulationsblase wird irgendwann schon platzen.



Ihm kann es egal sein. Die Hauptsache der Weg ist frei. Moskau ist eine moderne Stadt.



Der neue Arbat. Glitzer und Glamour – nicht jedermanns Geschmack wird hier getroffen. Aber es ist Geld in der Stadt. Richtig viel Geld.


Strenge Kontrolle, hohe Strafen für Verkehrssünde. Die Zeit der kleinen Geldbeträge für Verkehrsvergehen ist vorbei. Schnell sind 50 bis 100 Euro fällig, wenn man zu schnell fährt oder etwas verboten überholt.


Ja, nun sind wir im Herzen der Stadt angelangt. Die weltberühmte Basiliuskathedrale. Man kann Dinge 1000 mal durch Fotos sehen, aber nur einmal selbst dagewesen sein ist viel viel mehr.


Der weite rote Platz. Linkerhand der Kreml. Die große Politik wird aber meist an anderen Orten gemacht.


Sitzt da nicht Leonid Breschnew? Ja, er ist es, zumindest wenn man nicht so genau hinsieht.


Königswetter auch bei dem Spaziergang durchs Innere des Kreml. Die klassischen Besichtigungspunkte nehmen wir natürlich mit, alle teueren Eintritte im Reisepreis inkludiert!


Nicht klassisch ist die Metro, die wir ausgiebig erkunden. Millionen Fahrgäste werden hier binnen weniger Stunden transportiert. Aufgrund oberirdischem Dauerstau die einzige vernünftige Transportalternative. Das Metronetz wächst ständig, genauso wie die gesamte Stadt.


Zwei pralle Tage erleben wir in Moskau. Leben möchten wir nicht in einer Stadt, die niemals zur Ruhe kommt. Auch wir sind übrigens auf dem Laufenden, was den Konflikt um Südossetien betrifft. Ich habe mobiles Internet an Bord und stehe in ständiger Verbindung mit meinem ehemaligen Studenten Florian, der nun als Korrespondent in Russland arbeitet. Unsere Route führt uns weit genug am Konfliktherd vorbei.

Gespannte Ruhe vor dem Start in den Süden. Still liegt fahles Licht über dem Kloster. Aber der nächste Tag wird kommen. Es ist der Tag des Aufbruchs aus Moskau. Der Tag, an dem wir den klassischen Touristenrouten endgültig Lebewohl sagen. Bleibt dran, jetzt geht’s erst richtig los!


Euer Kostya


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