Vom Kaukasus auf die Krim

Gespannt gehen wir dem Fähren- und Grenzabenteuer entgegen. Aber Oleg und ich sind alte Hasen auf diesem Gebiet. Über 20 Mal bin ich schon mit Gruppen über Grenzen in der GUS gefahren. Und Oleg ist Ex-Zollbeamter, weiß was Sache ist. Außerdem haben wir beide bereits drei Mal diesen Übergang gemeistert. Aber diesmal haben wir ein Problem. Eine Fahrzeugbesatzung ist ohne Fahrzeugschein. Wir haben uns mit allen nötigen Papieren für diesen Fall bewaffnet, aber Ärger werden die Grenzer uns trotzdem machen. Erwarten wir zumindest.

Die Russen haben Oleg und ich gut im Griff. In weniger als zwei Stunden ist die erste Partie Autos durch. Und die Problematik mit den fehlenden Papieren haben wir mit Diskussionsgeschick lösen können. Oleg und Ilia fahren auf die andere Seite, um die ukrainische Seite zu betreuen. Kolia und ich organisieren weiter die Russen.

Die Fährgesellschaft ist ukrainisch, sodass es Oleg auf der anderen Seite gelingt, uns alle auf die nächste Fähre zu bringen!


Frei wie die Vögel! Wir sind alle durch und bewundern die Flugkünste der Möwen.


Guter Dinge sind wir! Denn alle sind auf der Fähre! Krim, wir kommen!


Anlegen und Runterfahren. Und dann rein in den Zoll. Hier kommt Olegs große Schau. In knapp 30 Minuten hat er alle Autos durch. Eine glatte Vorstellung.


Ja, wir stehen vor der Tafel, die sogar einem Hamburger verständlich erklärt, wo man ist. Die Krim, der Ukraine einzige autonome Republik, werden wir in den nächsten Tagen ausgiebig kennen lernen.


Abendliches Zusammensitzen am Zollplatz. Weiter fahren werden wir nicht mehr, damit wir morgen die schöne Krimetappe bei Tageslicht genießen können.


Ei, was fotografieren unsere Lieben denn hier kollektiv?


Es sind die Reisemobile. Unsere schönen Plastik- und Blechpferde, mit denen wir durch ganz Russland geritten sind. Und wann hat man denn mal die Möglichkeit, sie so fotogen zu parken wie hier?


Die ganze Gruppe bis auf Ruth, die nun Zuhause in ärztlicher Behandlung ist.


Der Strand gehört sicherlich nicht zu den 10 schönsten der Welt. Aber die Bademeile bei Feodosia hat seinen ureigenen Charme.


Die letzten Sonnenstrahlen mitnehmen – ist die Devise. Bald ist die Saison vorbei und alle Karaokee-Bars und Diskos schließen.


Im Wasser ist alles wieder gut! Nicht wahr, Elke und Volkmar?


Kolja, weißt du, was da drinnen ist?


Ha, da kleben Samzi, usbekische Fleischtaschen an den Wänden, der Kessel ist also ein Ofen.


Hmmmh! Was schmecken die gut!


„Die Berge der Krim! Mein Traum!“ Kolja genießt die Fahrt durch den landschaftlich schönsten Abschnitt unserer Tour.


Camping auf Ukrainisch! Ein Zelt, ein PKW, dazu BUM-BUM-Musik und Wodka – es ist Abends nicht leise auf solchen Plätzen.


Aber für eine Stunde kann man schon mal anhalten und sich ins kühle, äh warme Meerwasser stürzen. Beobachtet nun Hamburger und ähnliche Geschöpfe in ihrem Element.


Und noch ein Exot im Schwarzen Meer. Eine Dame, die auch im Wasser die Hosen anhat.


Nur schwer reisen wir uns los vom Baden im Schwarzen Meer, aber Jalta ruft. Gegen Abend sollen wir an einem neuen Standplatz sein. Der alte wurde uns zugebaut im Rahmen des Baubooms. Schrecklich hohe Preise regieren den Grundstücksmarkt in der teuersten Region der Ukraine. Bevor wir Jalta erreichen, müssen wir durch bergiges Land, Jalta liegt am Hang der über 1000 Meter hohen Krimgebirgsketten.


Ganz schön frech. Ausgerüstet mit Polizeistock und gelber Weste dirigieren wir unsere Leute zu Sammelstellen und bis zum Standplatz. Auch die anderen Verkehrsteilnehmer gehorchen uns so aufs Wort.


Ausgleichsakrobatik am Standplatz. Überall ist Hanglage, wir haben aber einen einigermaßen ebenen Platz. Einigermaßen…


Der Platz ist in der Tat ein ganz besonderer. Wir dürfen auf dem Gelände einer Kirchengemeinde stehen.


Der Pater nimmt uns freundlich auf und zeigt uns mit Stolz seine fast fertig renovierte, 100 Jahre alte Kirche.


Bis in den Glockenturm dürfen wir hinauf und genießen eine tolle Aussicht über Großjalta. Da hat mein Team wieder ganze Arbeit geleistet. Es ist ein toller, schattiger Platz, ruhig, sicher, nahe an den Palästen, dem Schwalbennest und dem Ai-Petri. Doch davon erzähle ich euch morgen mehr. Heute schlafen wir erst einmal in göttlicher Ruhe.


Kostya


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