Heißblütige Kosaken

Taufrisch fühlen wir uns nach der ersten Nacht auf dem Land. Fast so schön wie ein Märchen verstrichen die letzten Stunden. Und nun geht es zurück auf die Piste. Wir fahren wieder über die M6, immer die Sonne im Gesicht. Unser nächstes Ziel ist ein noch kleines Dorf, ein Weiler mit 600 Einwohnern. Die meisten davon sind Kosaken. Hat man früher zur Zeiten der Zarin Katharina die Züge überfallen, sind heute viel ruhigere Zeiten angebrochen. Schaut selber, was die Kosaken mit uns angestellt haben:


Die Anfahrt ins Dorf sieht abenteuerlich aus, es sind aber nur 800 Meter unbefestigter Weg, der zudem mit jedem handelsüblichen Reisemobil zu fahren ist, den wir bewältigen müssen.



Dann stehen wir auf einer der zentralen Dorfwiesen von Rogoschin. Der jetzige Dorfvorsteher Wladimir bringt uns gleich die ersten Gastgeschenke.



Man, was hat Elke zwei dicke … Melonen. Eins der ersten Gastgeschenke der Kosaken.



Die Kosakin fährt uns per Kutsche zum nahegelegenen Badeteich und zurück. Sie ist über 9 Kilometer gereist nur um uns einen Besuch abzustatten.



Die Dorfjungs zeigen uns, was sie drauf haben. Führerscheinkontrollen sind hier eher selten. Besser gesagt ausgeschlossen. Ganz ruhig darf jeder mal an den Lenker, wenn es einfach nur seine Körpergröße hergibt.



Deutsch-Russisch-Kosakische Begegnung. Um seine gegenseitige Sympathie kund zu tun braucht es keine Sprachkenntnisse.



Der Dorfvorsteher Aleksej in seinem Element. Gastgeber auf großem Fuß. Das lieben sie, die Kosaken, keine Zweifel.



Für die Gäste nur das Beste. Rudi bekommt den Fischkopf. Er ist die Krone der leckeren Ucha, der Fischsuppe, welche die Kosaken für uns gemacht haben.



Jetzt geht es erst richtig los. Wadim Borisowitsch hat sich kräftig in Schale geworfen. Mit Stolz präsentiert er seine echte Kosakenuniform.



Wir bewundern die Kosakenschwerte, die heute nur noch zur Schau getragen werden. Echte Gefahr geht von dem einstigen Reitervolk nicht mehr aus.



Und wir haben, nicht zu übersehen, echt viel Spaß.



Das ist aufrichtige Völkerverständigung. So habe ich mir das vorgestellt.



Jetzt darf sich mal jeder mit dem stolzen Wadim präsentieren.



Der Alkohol- und Spaßpegel steigt und steigt.



Wir haben unsere Tische zusammengestellt und sitzen nun an einer lustigen langen Deutsch-Österreichissch-Niederändisch-Kosakisch-Russisch-Ukrainischen Tafel. Ja, so viele Nationalitäten sind wir und erleben gemeinsam einen wunderschönen Abend, der eine immer größere Eigendynamik erlebt.



Kolja ist schon wieder am Singen, die Hüften fangen wie von selbst an zu schwingen.



Aleksej schnappt sich Lilo…



…und dann wird getanzt. Ohne Hemmungen und…



…bis zu Umfallen….


Was weiter die Nacht noch gebracht hat, lasst ihr euch von euren Lieben erzählen. Eins seht ihr aber auf jeden Fall. Wir haben eine alles andere als langweilige Fahrt. Es macht Spaß, durch touristisch völlig unerschlossene Regionen zu fahren. Bleibt dran, morgen wollen wir Wolgograd erreichen. Dort haben sie fast 37 Grad im Schatten vorausgesagt. Wir sind auf alles gefasst.

Bis bald

Euer Kostya


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