Good bye AbenteuerOsten – VIELEN DANK FÜR EINE FANTASTISCHE ZEIT

Kiew liegt hinter uns, einmal werden wir noch nächtigen, bevor wir Lemberg erreichen sollen. Oleg genießt sein Heimspiel und organisiert uns einen weiteren originellen Standplatz. Wir dürfen in der Apfelbaumplantage des Bürgermeisters von Dubno stehen:


Wieder ohne jeglichen Luxus, dafür aber doch ein Hauch von Paradies. Wer von den Äpfeln nascht, muss hier nicht mit Strafe rechnen.


Unterwegs in der Westukraine begegnen wir wie hier vor dem Schloss Olesko, welches wir anschließend gemeinsam besuchen werden, Pferdefuhrwerken. Mehr als im Osten der Ukraine oder gar im weiten Russland. Sind hier die Änderungen an der Bevölkerung vorbeigezogen? Es ist eine ländliche Region und diese ist hier im Westen die unterentwickelteste der ganzen Ukraine. Sind wir also mal gespannt auf Lemberg, heue Lviv, ob da der Geist des 21 Jahrhunderts angekommen ist.


Von den Österreicher erbaut, wirkt Lemberg von weitem so gar nicht ukrainisch.


Ähnlich wie in Kiew gibt es hier viel Kirchen, denen wir aber nur eine kurzen Besuch abstatten. Ganz im Gegensatz zu…


…den viele Menschen, die ihren Glauben ausüben.


Schon der Marktplatz zeigt, was Lemberg ausmacht. Eine reiche Architektur, schön anzusehen und einfach per Pedes zu erlaufen.


Gebäudeschnitzerei – auch dafür ist Lemberg bekannt. Die Abgase der Fahrzeuge des 21.und 20. Jahrhunderts haben viele Wände dunkel gemacht.


In ungewöhnlicher, schöner, teils überholungsbedürftiger Gebäudekunst spielt sich der ganz normale Lemberger Alltag ab. Und der ist, genauer hingeschaut, eigentlich viel reizvoller als Geschichte und Fassaden.


Die Kulturbeflissenen mögen mir Geschichtsbanause verzeihen, aber die kommenden Momente haben mich einfach so gefesselt, dass ich Fassaden und Geschichte für einige Momente links liegen lasse. Treiben wir nun gemeinsam durch Lembergs gegensätzliche Stadt- gesellschaft:


Entschuldigung! Aber es ist nicht wahr, dass ich nur Damen fotografiere.


Der Beweis: Lemberg ist voller Kerls, die ebenfalls einen treffenden Querschnitt durch die Gesellschaft der urbanen Regionen darstellen. Die Jungen lockeren, die mit der neuen Zeit klarkommen, die Alten, die Kinder haben, die sie versorgen und die, die durch das grobmaschige soziale Netz fallen.


Lemberg zeitigt alle sozialen Gegensätze der heutigen Ukraine. Wie schön, dass es Momente gibt, die diese Probleme ausblenden. Auch wir sollten unser Schicksal küssen, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, so zu reisen, wie wir es die letzten 6 Wochen getan haben. Und hoffentlich noch oft tun werden!


Es naht der Abschiedsabend, unser großes Ukrainisches Farewelldinner! Oleg hat noch einmal alle Register gezogen. Es ist ihm gelungen, für uns das Goldkehlchenquartett zu organisieren:

Die alle Deutsch sprechenden und singenden Banduristinnen spielen so fantastisch, dass wir vor Rührung nur so dahin schmelzen.


Tränen vor soviel ergreifender Musik – es geht tief unter die Haut –


Und ist einfach Weltklasse. Standing Ovations für die 4 Goldkehlchen. Wir werden die vier bezaubernden Damen für „Wetten Dass“ vorschlagen. Auch auf die Gefahr hin, dass dann noch mehr Tränen vor Rührung vergossen werden.


Es ist der Abend des Abschieds, der allen sichtlich schwer fällt. Bei Oleg müssen wir uns bedanken. Er war in den zurückliegenden 6 Wochen Reiseleiter, Übersetzer, Organisator, Helfer, Freund und Knotenlöser bei allen administrativen und technischen Hürden. Einfach Spitze, wir sind stolz auf dich!


Da ich Hauptverantwortlicher für diese Reise bin, kriege ich mit dem Stock eins übergebraten! Nein, so schlimm ist es nicht. Man schlägt mein Team und mich zum Ritter, ich werde zum Ritter Springensfeld, weil ich so gerne über Stühle, Tische und sitzende Seabridgler springe.


Kolia und Ilia! Ach was sagte Kolia heute am Morgen: „Mein Herz Bum Bum – Reise kaputt“. Wirklich ein Drama, dass die schöne Tour aus ist. Danke, Tausend Mal Danke für Euren Einsatz als Begleiter und Techniker!


Und nun dichtet und textet und singt ihr für mein Team und mich – wir sind zu tiefst gerührt. Ein tolles Kompliment, dass unsere Kämme bedenklich anschwellen lässt.


Noch einmal gemeinsam ausgelassen Feiern. Allein oder zu zweit reisend hätten wir nie so schöne rauschende Feste erlebt. Das geht nur gemeinsam, wir Menschen sind einfach soziale Seabridgewohnmobilgruppenreisewesen, oder?


Ausgelassen verlassen wir erst nach Datumsanfang unsere Feierstätte. Was ne Party – wir haben es echt knallen lassen!


Der nächste Morgen naht, aber wir haben Luft – einen ganzen Tag zum Ausschlafen und Erholen, Einkaufen, Packen, und …

… Ilia und Kolia nachzuwinken. Die beiden müssen knapp 2000 Kilometer fahren, bis sie das russische Wladimir erreichen, wo ihre Familien schon sehnsüchtig auf sie warten.


Oleg ist bereits zuhause bei seiner Liebsten, aber nun ist es auch Zeit für mich nach fast 100 Tagen Trennung nach Hause zu kommen. Oleg bringt uns schnell durch den ukrainischen Zoll, der noch einmal richtig akribisch unsere Autos durchsucht. Nach 4 Stunden sind wir aber alle durch. In Krakau treffen wir uns ein letztes Mal am Abend und nehmen auch untereinander Abschied. In vielen Fällen nicht für immer, unsere Wege werden sich wieder kreuzen. Schon jetzt weiß ich, dass meine Teams und ich mit dem ein oder anderen wieder Abenteuerheldentaten im Wilden Osten bestehen werde!

Euch noch mal ein Riesenkompliment und vielen vielen Dank für die vielen stimmungsvollen Abende und die pannen- und stressfreie Tour durch Russland und die Ukraine. Auf dass jetzt euch der Kamm schwellen möge!


All ihr da draußen vorm Rechner, besucht uns doch ab und zu auf unserer Seite. Im Februar 2009 gibt es die nächste Reportage, aber auch davor immer wieder mal was Neues!

Allezeit gute Fahrt auf allen Wegen wünscht euch

Euer Kostya


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