100 Goldene Kuppeln im schicken Kiew

Mit ganz verdrehtem Kopf verlassen wir Odessa. Kultur und eine coole Tour – alles das haben wir bei Vorzeigewetter in Odessa erlebt. Übrigens, wenn es regnet, ist Odessa eine der traurigsten Städte der Welt. Aber bei uns scheint stets die Sonne, wir haben da eine Vertrag mit Petrus, sonst ließe es sich sicherlich nicht erklären, warum wir auch in Zukunft unseren nächsten Fixstern immer auf unserer Seite haben.


On the road again. Die große Europastraße verbindet Odessa mit Kiew. Ja, wir sind im Westen angekommen.


Oder doch noch im Osten? Entlang der Strecke passieren wir Felder, oft bis zu 10 Kilometer lang! So etwas haben wir selbst im riesigen Russland nicht gesehen.


Bevor wir den Süden der Ukraine verlassen, will ich 1 bis 2 Kilo Speisezwiebeln kaufen. Aber die Händler geben nur Sackweise ihre Ware ab. Na gut, dann kaufe ich halt den kleinsten Sack, den es gibt… Später wird die Beute mit meinen Reisemobilnachbarn und der Rest mit meinen Nachbarn in Deutschland geteilt.


Zu Gast im Restaurant Mix-Mix! Preisgünstiges leckeres ukrainisches Essen wird nun in vielen Restaurants entlang der neuen Europastraße angeboten.


Oleg und Kolia freut es! Für wenig Geld eine große Auswahl! Das Menu ist in Ukrainisch gehalten, welches aber zum Russischen relativ große Ähnlichkeiten hat und daher keine Probleme bereitet…


Der erste echte Campingplatz seit langem. Kiew verfügt über so einen – für einige Zeit nach. Dann kommt die EM nach Polen und in die Ukraine und dieser Platz wird eventuell den Baggern zum Opfer fallen. Mein Team wird aber wieder irgendetwas Neues finden, so wie wir es auch in den zurückliegenden Etappen und in Asien gemacht haben.


Die Polizisten sind der Schreck eines jeden Autofahrers, wenn der schwarz-weiße Stock ausfährt, heißt es in die Eisen gehen!


Es sei denn, man ist so drauf wie Victor, der so schnell fährt, dass kein Polizist ne Chance hat. Mit seinem gelben Autobus bringt er uns in atemberaubender Geschwindigkeit ins Zentrum der ukrainischen Hauptstadt.


Der Kreschtschatik – die Hauptprachtstraße Kiews. Hier zeigt jeder das was er hat…


…Der eine seine Probleme mit der Elektrik, die gerade einen lauten Puff gemacht hat!


Die anderen ihre schicken Jeeps. Es gehört zum Wilden Osten dazu, dass man zeigt, was man hat. Daher stolpert man hier über jede Menge teurer Autos.


Zu Besuch in der Halle des Bessarabski Markt. Die Waren sehen so aus, wie sie sind. Schön und teuer. Große Blumensträuße kosten locker 40 Euro, das Fleisch mehr als bei uns. Eine dicke Honigmelone aus Usbekistan je nach Gewicht 10 – 15 Euro!


Die meisten Ukrainer können sich solche Preise nicht leisten. Sie sind unzufrieden mit ihrer Regierung…


… und demonstrieren fast täglich gegen irgendwelche Entscheidungsträger. Die aktuelle Demonstration gilt dem Bürgermeister, dem Korruption vorgeworfen wird. Meistens stimmte dies Vorwürfe… Leider!


Auf dem Platz der Unabhängigkeit. 2004 fand hier die Orangene Revolution statt. Mittelweile ist die Euphorie dieser friedlichen Revolution gewichen und Ernüchterung eingetreten.


Vielen Menschen ist`s mittlerweile egal, was die Großen da oben verzapfen. Der normale Kiewer Bürger geht ein bis zwei Arbeiten nach und legt in der Freizeit allen Wert darauf, möglichst modisch rüberzukommen…


Wo die Kultur der Stadt ist, fragt ihr? Schaut mal genauer hin, im Hintergrund sieht man die Kuppeln der Sophienkirche. Neues und altes liegen dicht beieinander. Und wir lernen eben beides kennen.


In Kiew liegen die Wurzeln des Großrussischen Reiches, verkünden uns die Kiewer stolz. Und Kiew ist die Stadt der 100 goldenen Kuppeln, was wir auf unserer nächsten Exkursion eindrucksvoll bestätigt bekommen:


Eine Trachtengruppe bei den Höhlenklöstern lacht uns an und erinnert uns an den bevorstehenden Abend! Wir wollen es ukrainisch heftig zünftig knallen lassen.


Nachdem wir auch die äußerst flotte Rückfahrt im gelben Flitzer-Autobus überstanden haben, steht unserem abendlichen Glück nichts mehr im Wege.


Mit Brot und Salz werden wir begrüßt, ein Brauch, der in Russland und Ukraine sehr verbreitet ist. Beide Völker betonen dadurch ihre Gastfreundschaft, was wir nach bisher gemachten Erfahrungen nur bestätigen können.


Der Tisch ist mit ukrainischen Spezialitäten reich gedeckt.


Nun hat Oleg das Zepter ganz allein in der Hand. Im Westen der Ukraine ist er Zuhause und das bekommen wir bald richtig zu spüren.


Eine Folkloregruppe heizt uns richtig ein.


Die ersten schwingen das Tanzbein…


… und Kolia explodiert förmlich bei der Musik, die an keinem einfach so vorbeigeht.


Oleg legt ein paar Kohlen auf – äh schenkt ein ums andere Mal nach – Ukrainischer Wodka, der nicht blind aber den Füßen Beine macht!


Es gibt Veranstaltungen, an denen weniger Stimmung herrscht, als hier, oder? Ei ja, wir genießen den Abend und das, was bereits alles an schönen Erlebnissen hinter uns liegt.


Wären wir nicht so in Feierlaune, wären wir ein bisschen traurig, weil sich die Reise nun dem Ende zuneigt. Was sage ich? Ende? Traurig? Ach wo, wir haben 4 weitere schöne Reisetage vor uns und die werden wir genießen. Ihr könnt von der Couch aus mitgenießen, wenn ihr am Ball bleibt. Aber eins sei euch gesagt. So schön wie life hier in Kiew geht es von der Couch aus nicht!

Bis bald

Euer Kostya


022 Good bye AbenteuerOsten
VIELEN DANK FÜR EINE FANTASTISCHE ZEIT

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