Petersburg, Puschkin und die Polizei – Wir sind in Weliki Nowgorod!

Liebe Leserinnen und Leser,

wir, die erste Gruppe der Russlandreisenden, sind heute gegen frühen Abend in Weliki Nowgorod eingetroffen. Drei besichtigungsintensive Tage in St. Petersburg liegen nun hinter uns, dazu der heutige Besuch im weltberühmten Bernsteinzimmer in Puschkin (Zarendorf). Die Herrscher von damals haben es sich gut gehen lassen auf dem Rücken des Volkes. Und heute? Es ist wohl nicht mehr ganz so extrem, aber dass Oligarchen sich Fussballklubs kaufen können, ist doch genauso schlimm wie der Bau der Prunkschlösser.

Zum ersten Mal sind wir nicht gemeinsam (also im Konvoi), sondern individuell uüber die russischen Strassen gedonnert. Ja, es hat schon den einen oder anderen Reisemobilisten erwischt, der in eine Polizeikontrolle kam, weil ein deutsches Nummernschild in Kombination mit einem Reisemobil wohl einen Abkassierreflex auslöst. Zu schnell, falsch überholt oder einfach zu Unrecht angehalten – die Polizisten wollten bis zu 400 Deutschmark oder 100 Dollar, was ja fast das Gleiche ist. Dabei liegt die Höchststrafe bei 500 Rubel, umgerechnet 17 Euro.

Wir haben daher im Anschluss an diese Etappe einen Aufklärungskurs in Sachen Verhalten im Polizistenregeldschungel in Russland gemacht, da es im Süden unterhalb Moskaus erst so richtig losgeht mit den Kontrollen. Nun dürften wir fit sein für die nächsten Abschnitte. Der Verkehr ist sehr stark, die LKW, oft amerikanischen Typs, donnern auch durch geschlossene Ortschaften mit über 80 Sachen. Die wissen anscheinend, wo die Polizisten mit ihren Radarpistölchen stehen.

Übrigens, gestern traf die zweite Gruppe in St. Petersburg ein, wir waren für eine Nacht über 30 Wohnmobile. Sergej, Campingplatzbesitzer und Sergej, Tourbegleiter Gruppe 2, schmissen eine Runde mit Wodka, Huhn und Keksen. Weiter werden sich unsere Wege nicht kreuzen, wir machen den Weg frei für, euch, die ihr nach uns kommt, okay?

Hummerjeeps kennt ihr, aber hier in St. Petersburg gibt es sogar Stretchhummers!!!!!!

Nun muss ich zurück zum Standplatz, ich wünsche euch eine gute Nacht.
Kostya

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