In der Hauptstad der Ukraine: Kiew empfängt uns mit Tanz und Gold

Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben die Hauptstadt der Ukraine, Kiew, erreicht. Nach 450 Kilometern gutem Asphalt positionieren wir unsere Fahrzeuge auf dem Campingplatz in Kiew. Dieser ist infrastrukturell fast so beschaffen, wie wir es vom europäischen Westen kennen. Aber damit ist der Tag nicht zu Ende. Wir sind morgens früh in Odessa losgefahren, um noch am Abend ins Ballett zu kommen. Die Slawische Tanzkunst im prunkvollen Operntheater von Kiew hat uns verzaubert, Don Quichotes Welt werden wir nicht vergessen.

Die Stunden im Theater verflogen wie im Rausch, wir haben danach wunderbar bei frischer Regen- und Waldluft in unseren Fahrzeugen geschlafen. Das Wetter ist längst umgeschlagen, es regnet viel, die Nächte sind erholsam.

Der Folgetag gehört ganz der wunderschönen Stadt Kiew. Es ist die Stadt der hundert goldenen Kuppeln, von denen wir einige in den nächsten Stunden kennen lernen. Weiträumig und weltstädtisch kommt es daher, das Kiew des 21. Jahrhunderts. Die jungen Menschen sind schick gekleidet, die Alten schlecht.

Natürlich statten auch wir dem Höhlenkloster einen Besuch ab, bewundern die große Klosteranlage und begegnen Mönchen, die hier aber mit Touristenströmen vertraut sind.

Müde und hungrig nach so viel Besichtigung begeben wir uns in ein Hafenrestaurant, um dort bei spärlichen Portionen ein Maximum an Spaß zu haben. Das Bezahlen gestaltet sich als derartig umständlich, dass wir nur noch mit viel Lachen darauf reagieren können. Eine Reaktion, die mich sehr zufrieden stellt, wir nehmen es mittlerweile gelassen, wohl wissend, dass Dienstleistung teilweise noch sehr sowjetisch geprägt ist. Ja, unsere Gruppe ist ein gutes Team, das kann ich nun einige Tage vor dem Ende der Tour mit Gewissheit sagen. Als wir anschließend eine Bootstour auf dem größten Fluss der Ukraine, dem Dnjepr, durchführen, nehmen wir es ebenfalls sehr gelassen, dass das Schiff zwar noch schwimmt, aber eigentlich optisch eher auf den Schrott gehört. Die Fahrt genießen wir sehr, tolle Stadtpanoramen, unzählige goldene Kupplen gleiten langsam an uns vorbei. Im Vordergrund versuchen Angler, dem Dnjepr die letzten Fische zu entreißen, über uns donnern Fahrzeuge von einer Seite der Stadt auf die andere. Der riesige Dnjepr teilt die Stadt, die Zweimillionenmetropole, in zwei Hälften. Gegen frühen Abend kehren wir zum Campingplatz zurück. Dazu haben wir zwei kleine Stadtbusse gechartert, die eine Stunde dem öffentlichen Verkehr fehlen, was bei der Masse der Fahrzeuge hier kein Problem ist.

Der kommende Tag steht zur individuellen Verfügung, wir lassen uns durch das schöen Kiew treiben und werden euch davon Zuhause erzählen.

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Nach 8 Stunden Fahrt rein in die feine Kleidung und ins Operntheater.

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Prunkvolles Ambiente für eine Ballettvorstellung.

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Es ist den Akteuren gelungen, uns vollends zu verzaubern. Ein Höhepunkt unserer Reise.

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Stimmungsvolle Atmosphäre herrst in den Kiewer Kirchen. Die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche ist in ihre Kirchen und Klöster zurückgekehrt.

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Hochzeit in der Kirche für die tiefgläubigen Menschen.

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Die Kuppeln der Michaelsklöster strahlen immer, selbst wenn dunkle Wolken aufziehen.

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Und noch ein Hochzeitspaar, dass für einen Tag alles um sich her vergisst.

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Plausch auf der Parkbank im weiträumigen Höhlenkloster.

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Dort, wo viele Touristen Gotteshäuser besuchen, gibt es viele Verbote: Bitte keine Ballons in die Kirche mitnehmen…

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Die Gebäude des Höhlenklosters sind prunkvoll gestaltet.

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Gespannt lauschen die Gläubigen den Ausführungen des Popen.

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Eng und stickig ist es in den Höhlengängen des Klosters.

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Alexander, unser örtlicher Guide, erzählt mit lautem Organ über sein geliebtes Kiew. Der lange Kerl im Hintergrund gehört übrigens nicht zur Gruppe, sondern hat sich nur dazugesellt…

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Gleiten entlang des Dnjeprufers. Es gibt immer etwas zu sehen.

Bis Lemberg,
Euer Konstantin

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