Ende in Düsseldorf, Anfang in Usbekistan und trotzdem noch in China

So international, so verrückt ist unsere Welt. Gerade eben ist der Caravan-Salon zuende gegangen. In Gedanken ständig in Mittelasien bei uns Reisenden, habe ich Kontakte gepflegt und von unseren Abenteuern erzählt. Ob das nötig war, obwohl die Reise für 2010 seit längerer Zeit überzeichnet ist? Ja, es geht mir aber nicht darum. Es geht mir viel mehr um die Menschen, die meist in Deutschland sitzen, und einen großen Anteil daran haben, dass wir eine Reise machen können, wie wir sie in den letzten Monaten erlebt haben. Das Ganze ist ein großes Gemälde, zu dem viele fähige Menschen und gute Kontakte wichtig sind.


Schluss mit den schwulstigen Worten, auf zur harten Realität. Unsere Gruppe hat die Grenze nach Usbekistan genommen, ich fiebere aus der Ferne mit, wie es meinen Leuten ergeht. Für mich ist nun etwas Luft, den Internetbericht aufzuholen, die letzten Tage waren sehr erfolgreich, aber mit ähnlich hoher Schlagzahl wie auf der Reise versehen. Nun löse ich mein Versprechen ein und lasse euch China Nachfahren, wie wir es vor wenigen Wochen erlebt haben. Es ist so einmalig fantastisch, dass es euch nicht vorenthalten werden darf. Fangen wir heute an mit dem östlichsten Punkt der Seidenstraße, der wunderschönen Stadt Xian,…


…in der auch meine Frau und mein Sohn mit von der Partie sind.


In der Nacht erleben wir eine der größten Wasser- spielanlagen Chinas.


Carmelita und Anja tanzen mit. Überall auf den großen Plätzen der Stadt ist etwas los.


Das ganze nächtliche China ist einfach schön.


Das ist GouGou, unsere Hausgrille (eigentlich eine Heuschrecke), die wir von Brigitte und Ulrich vor einigen Tagen geschenkt bekamen. Mit GouGou werden wir noch viel Spaß haben.


Habe ich gerade gesagt, China ist schön. Naja, der Besuch auf dem Meeresfrüchtemarkt vielleicht nicht ganz so.


Für mein Sohn ist´s aber allemal interessant.


Wo kann man denn sonst solche Hummer anpacken?


Und wo sieht man denn so viele (zugegeben bedauernswerte) Frösche, die einfach in Einkaufs- plastiktüten zum Verkauf abgefüllt werden?


Rums, ab ist der Kopf!


Platsch! Beim Köpfen spritzt es meterweit. Eugen hatte das Pech, zu nahe zu stehen.


Ah, nichts für Genießer. Kommt, wir verlassen den Markt.


Zum Abschied aus Xian zeigt uns die Tanz- und Musikschau die schönste Seite des östlichen Endes der Seidenstraße. Natürlich haben wir zuvor auch die Terra Kotta Armee erlebt, aber darüber wurde bereits beim letzten Internetreport berichtet.


Eugen hat längst das Blut abgewaschen und ist im sauberen Zustand der Knaller für die chinesische Damenwelt.


Wir verlassen Xian, fast alles geschieht unter den Augen der neugierigen Einheimischen.


Unsere Reisepostkarte ist ungebrochen der Hit.


Verdammt, wieder verfahren. Heute klappt es nicht mit den lokalen Guides, die uns auf eine falsche Fährte gelockt haben. Aber halb so wild, wir haben nur 10 Minuten verloren. Später soll ich dann auch einen Fehler machen und klaue unserer Gruppe eine ganzer Stunde. Asche auf mein Haupt…


Dank meiner Zögerlichkeit kommen wir eine Stunde zu spät an. Es ist bereits dunkel, aber die Neugierigen sind noch lange nicht müde.


Der nächste Morgen. Die Verfahrerlis sind vergessen, wir sind wieder mitten drin im Bad mit den Menschen der Region. Wenn sich die Chinesen auf dem Display des Fotoapparates mit uns wiedersehen, gibt es kein Halten. China ist nichts für menschenscheue Zeitgenossen.


GouGou wird immer lauter, singt fast ununterbrochen und hat alle Hemmungen abgelegt.


Tagelöhner warten auf Arbeit und schauen uns fasziniert nach.


Über eine abwechslungsreiche Strecke geht es zu unserem Nachtplatz.


Endlich stehen wir in der Natur mit Blick auf Edelweißwiesen, Bachbett und Felder.


Einmal ein paar kleine Geschenke verteilt und alle rennen dir die Bude ein.


Die nächsten Tage reisen wir durch völlig unbekanntes Gebiet. Auf Nebenstrecken abreiten wir uns durch das bergige Hinterland und kommen ob der fantastischen Landscahft und Urtümlichkeit der Dörfer aus dem Staunen nicht mehr heraus.


Nudeln werden draußen an der Luft getrocknet, dann gefaltet und zum Verkauf in den Geschäften vorbereitet.


Bald erreichen wir das Kloster Labrang und ich werde euch über die Fahrt durch die herrliche Provinz Xinhai, zuvor noch nie genehmigt für Autos, berichten. Ihr werdet es kaum glauben, aber die Aufnahmen sind authentisch. Ich habe ja die Gruppe als Zeuge.


Bis bald


Kostya


Zuhause aber in Gedanken immer in Mittelasien


033 Behaarte Arme im Kloster von Labrang
Der Weg zum Kloster Labrang führt uns in die Provinz Qinhai, von der ich auch im nächsten Bericht erzählen werde. Der Weg ist das… < mehr



031 Mit Trommelwirbel Ankunft auf der Seidenstraße
wo fange ich an, wieder aus China zu berichten? Ihr wisst ja alle, dass wir eine ganze Ecke weiter sind als mitten in China. Wir haben… < mehr



Nach Oben - professionelll geführte Wohnmobilreisen in die GUS, China und Iran - Abenteuer Osten