Dieser Ural ist unterirdisch

Noch immer sind wir im Ural unterwegs. Noch immer sieht alles schön friedlich und sanft hügelig aus.


Aber es ist ja oft im Leben so, dass von weitem alles gut aussieht…


…und von nahem kommt das wahre Gesicht zum Vorschein. Schlaglöcher, Verwerfungen – all das, was wir unbedingt erleben wollten. Ihr Zuhause dürft euch nun erst mal schütteln und freuen, dass euer tiefergelegter Sportwagen da nicht durch muss.


Erlaubt mir aber die Anmerkung, dass diese Aufnahmen natürlich extra für euch zur Steigerung des Unterhaltungswertes gemacht wurden. Wer mich kennt, weiß, dass ich gern so fotografiere, dass es schlimmer aussieht, als es in Wirklichkeit ist. Und was euch auch verborgen bleibt, sind all die guten Straßenstücke, von denen es mehr als erwartet gibt. Wer also langsam fährt und geschickt ausweicht, kommt sogar mit dem tiefergelegten Sportwagen durch.

Beschauliches Landleben. Die ersten Gurkensetzlinge werden bald an die freie Luft dürfen. Zur Zeit warten sie geschützt unter den abgesägten Plastikflaschenböden.


Viele Holzhäuser auf dem Land sind farbenfroh und mit aufwendigen Holzornamenten verziert.


Sie kriegen die Tür nicht zu. „Da kommen – äh, ja – ja sind das etwa Außerirdische? “ „Doch, bestimmt! So müssen die aussehen. Die sind nicht von unserer Welt!“


Gemeint sind wir, die die Kinder des Dorfes bei den Höhlen von Kungur in Begeisterung versetzen.


Es ist auch in der Tat etwas Besonderes, wenn in einer 500-Seelengemeinde in kurzer Zeit 19 Reisemobile auftauchen. Wir werden freundlich empfangen. Sie winken uns zu und freuen sich über die doch etwas ungewöhnlichen Gäste.


Selbst hier werden wir von der Presse nicht verschont. Das Kungurer TV ist vor Ort.


Aber angesichts der schönen Reporterin bin ich natürlich gerne bereit, jede Frage überausführlich gründlich zu beantworten.


Mit dem gecharterten Stadtwerkebus von Kungur geht es vom Standplatz zu der Höhle, die der eigentliche Grund unseres Stopps hier ist.


Wir besuchen eine ganz besondere Höhle. Eine mit vielen Abschnitten ewiger Gefrornis. Kein Mensch käme darauf, dass es nur wenige Meter darüber blühlender Frühling ist und es darunter an einigen Stellen niemals taut. Für ein paar Minuten lasse ich euch nun allein in der Unterwelt von Kungur.


Zurück am Nachtplatz, dem Basislager des Kungurer Ski-Clubs, für dessen Gastfreundschaft wir uns ganz herzlich bedanken möchten. Im Auto der Reiseleitung ist wenig Platz, aber die Stimmung alles andere als beengt.


Wir sind gemeinsam so stark, haben so viel Spaß – Reisen in der Gruppe richtig gemacht ist ein unschlagbares Reiseformat. Wir werden euch in den nächsten Wochen noch viel davon erzählen. Schaut rein, reist am Bildschirm mit.


Euer

Kostya


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