Mit Trommelwirbel Ankunft auf der Seidenstraße

Hallo Ihr Lieben,

wo fange ich an, wieder aus China zu berichten? Ihr wisst ja alle, dass wir eine ganze Ecke weiter sind als mitten in China. Wir haben mittlerweile Bischkek, die Hauptstadt Kirgistans, verlassen und halten Kurs auf das südkirgisische Osch. Das, was wir in China aber erlebt haben, darf der Außenwelt einfach nicht vorenthalten werden. Daher lass ich uns nun in Peking losfahren und bis nach Xian, an den Anfang der Seidenstraße, nachreisen.


Unsere beiden Mädels Kerstin und Jessi haben sich in Peking von uns verabschiedet und sind nun in der Lage, jedes furchterregende Krabbeltier ohne jegliche Hemmungen anzufassen. Das wird sich in der Beurteilung der Leistungen niederschlagen, was auch bitter nötig ist, weil… Halt, alles Scherz! Die beiden waren wirklich gut und haben mein Team in der Mongolei und bis Peking merklich verstärkt.


Ausfahrt aus Peking unter der für uns gewohnten großen Aufmerksamkeit.


Der Unterhaltungswert auf Chinas Straßen ist ungemein hoch. Die Chinesen sind wahre Hoch- und Breitstapler. Und wir haben unsere Freude dran.


Kleinfamilien, mindestens genauso fotogen wie die bepackten Fahrzeuge. Eigentlich ist in China alles fotogen.


Wie bei der letzten Reise kommen wir auch diesmal durch ein Tal der Steinmetze. Stoppen, schauen, staunen. Wir reisen wie in Russland, frei und individuell.


Kräftig bepackt, oft mit Hand gestapelt. Chinesen wissen, was Lastfahrzeuge können. Mehr, als die Polizei erlaubt.


Apropos erlaubt. Ob diese Überholmanöver mit der chinesischen Straßenverkehrsordnung im Einklang stehen, ist zu hinterfragen.


Stopp am Bremsenkühlstand. Staunen über uns und unsere Strecke. Groß ist die Freude über die deutsche Kappe.


Bremsenkühlstand? Ja, auch wir staunen. Passpassagen sind mit diesen Stationen versehen. Die hoffnungslos überladenen LKW bekommen hier im Passabstieg ihre Lager und Bremsen gekühlt.


Am Kohlepass angekommen. Kilometerlang stauen sich die LKW, die Strecke ist überlastet, wir quälen uns zwei Stunden durch den Aufstieg.


Und alles wegen dieser Baustelle. Den Arbeitern ist`s egal, sie genießen die durch uns gebotene Abwechslung.


Kohlereviere – das ist eine dunkle Angelegenheit. Die Luft ist voller Staub und Emissionen – Umweltfreundlichkeit sieht anders aus. Aber Millionen Menschen sind abhängig von der Kohle als einzige Verdienstmöglichkeit.


Polizeikontrolle. Aber alles läuft locker, die Polizisten sind freundlich und korrekt. Beispiele gefällig:


Vor der Strecke unserer Tour militärisch grüßen oder die Fotos im Handy zeigen, die sie mit vorherigen Reiseteilnehmern gemacht haben.


Aber so locker es auch wirkt, alles hat seine Ordnung, wir befolgen strikt die Maßgaben der Behörden. Das heißt für das Team, oft bis tief in die Nacht Dokumente für Registrierungen. zusammenzustellen


Besprechung der nächsten Tagesetappen. Mit unserem ausführlichen Straßenatlas, völlig in Chinesisch, kommen wir sehr gut zurecht…


…genauso wie mit den Menschen, denen wir unterwegs begegnen.


Sehr hilfreich ist unsere Reisepostkarte, die auch in chinesischer Sprache erklärt, was wir für Leute sind und warum wir wann wohin wie lange reisen.


Auf dem Weg durch die Berge vor Louyang. Dunstig, typisch chinesisch.


Ankunft in Louyang. Der Kleinbus ist von der lokalen Agentur und hat eine ganze Ladung voller…


…Kamele bei sich. Für jeden von uns als Geschenk. Einfach so. Sind sie nicht großzügig und gastfreundlich, die Chinesen.


Nach dem Dankeschön unsererseits werden blumig-emotionale Reden geschwungen. Aber wir Reisenden fühlen uns wirklich geehrt von der Freundlichkeit der Menschen in Louyang. Nicht zu vergessen gilt, dass wir von der Agentur und lokalen Behörde einen Platz direkt am Fluss nahe der Louyanger Grotten bekommen haben. Einen Platz, an den normalerweise keine Fahrzeuge, nicht mal Fahrräder, dürfen.


Gern beantworte ich die Fragen der chinesischen Journalisten.


Auch Yong Zhi steht im Zentrum der Aufmerksamkeit. Fragen über Fragen, die er geduldig und interessiert beantwortet.


Dann wird das Reiseleitermobil bis in die letzte Ecke aufgenommen. Ob der Film dazu es in die Kinos schafft?


Chifu, unser Fahrer des chinesischen Reiseleitungsteams hat Wind davon bekommen, dass bald meine Frau kommen wird. Genauer gesagt, morgen. Damit ich in einem sauberen Auto ankomme und sie beeindrucke, hilft er hingebungsvoll beim Reinigen. Es ist mehr als nur eine Hilfe, so sauber war das Auto seit der Wüste Gobi nicht mehr.


Schnell durch die letzte Mautstelle und dann rein nach Xian, wo uns Herr Li, der Chef unseres chinesischen Teams, …


…einen Empfang mit Knalleffekt bereitet hat.


Mit einem gewaltigen Trommelkonzert fahren wir auf den Hotelplatz ein, als ob wir gerade das Reich der Mitte erobert hätten. 30 Minuten brennen die Schlagzeuger ein gewaltiges Feuerwerk ab.


Tolle Überraschung, Herr Li! Vielen Dank!


Noch einmal Geduld, Kostya. Noch einmal Presseinterviews und jedes Detail im Wohnmobil zeigen.


Dann rein ins prunkvolle 5-Sterne-Hotel, in dem wir drei Nächte verbringen werden.


Blick von unserem Zimmer auf die Fahrzeuge. So klein und doch so Großes geleistet.


Dann ist es endlich soweit. Meine Frau und mein Sohn sind angekommen, das Gepäck voller Ersatzteile für einige unserer Fahrzeuge.


Eine gute Nacht

Kostya



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