Showdown am Persischen Golf

Shiraz liegt hinter uns, bis auf ein Fahrzeug, das mit Lagerschaden auf dem Weg dahin liegen geblieben ist. Aber keiner wird hängen gelassen, schon läuft die Maschinerie in Sachen Ersatzteilbestellung und Reparatur an. Unser Team nimmt so etwas selbst in die Hand, da es niemand anders so schnell schaffen wird.


Wir halten derweil unseren Kurs gen Süden, schließlich wollen wir noch heute Abend den Persischen Golf erreichen.


Es geht durch die Steinwüste, die niemals langweilig wird. Sind ihre Gesteinsformationen doch jedes Mal andere.


In der Nähe des Meeres gibt es ganze Wälder von Dattelpalmen. Echt lecker für die meisten, nur mir schmecken sie nicht. Schade.


Jede Stadt hat für die Schulkinder ihre eigenen Uniformen. Natürlich gibt es nur Jungen- und Mädchenschulen, gemischte Schulen sind unbekannt.


Am Strand angekommen, stehen wir eigentlich ganz schön. Eigentlich. Wenn da nicht der viele Müll wäre, den wir zumindest vor unseren Haustüren aufgesammelt haben.


Da ist ganz schön was zusammengekommen. Wir staunen nicht schlecht.


Jaaaah! Jetzt ist alles sauber, wir genießen das 28 Grad warme Wasser direkt vor unseren Wohnmobilen.


Die iranischen Frauen gehen mit voller Montur ins Wasser. Die Frauen sind seit der Revolution daran gewöhnt. Gewöhnungsbedürftig für uns.


Einen ganzen Tag am Strand – daraus kann man doch etwas machen. Machen wir auch. Just haben Hossein, Jahrgang 72, Ali, Jahrgang 87 und ich – Jahrgang 67, beschlossen, unsere Kräfte in einem Wettkampf, einem wahren Strandvierkampf zu messen. Auf geht es, die erste Disziplin:


Kurzstrecke barfuß durch den Sand. Ich erwische den schnelleren Start aber als Alis Gazellenbeine auf Touren kommen, haben Hossein und ich das Nachsehen.

Stuhlweitsprung. Es geht zunächst über 2 Stühle, die Ali locker nimmt. Bei 5 Stühlen (in der Mitte ein Stuhl Lücke) muss ich alles geben, um es gerade so zu schaffen. Bei sechs ist bei mir Schluss., Hossein hat bei 5 aufgehört und Ali zieht auch hier an uns vorbei.

Weitsprung-Momentaufnahmen. Es soll die einzige Disziplin sein, in der ich mich nicht geschlagen geben muss. Beim Steinestoßen kann Hossein noch etwas Boden gut machen, aber an Ali kommen wir alten Knacker beide nicht mehr dran.

Es gibt nur Sieger, und hat einen riesigen Spaß gemacht. Bronze geht an Hossein, Silber an mich und Gold an Ali.


Als Belohnung genießen wir den Abend im silbrig-roten, warmen Wasser des Golfes.



So wie diese beiden, voll bekleidet und plitsch nass in der Dämmerung am Persischen Golf. Schon ziemlich romantisch, oder?


Nach dem Bad noch immer in voller Montur.


Spontan eine kleine Party mit nassen Klamotten und ein paar persischen Leckereien.


Was haben die einen Spaß mit nassen Kleidern. Anscheinend mehr als wir ohne.


Lebenskünstler!


Studentenausflug zu alten Ausgrabungsstätten. Sie haben gelernt, so zu leben. Für uns ist und bleibt es fremdartig.


Aber lächeln können sie stets und viel spontaner und intensiver, als ich es aus meinem Heimatland gewohnt bin.


Während der Fahrt nach dem Weg fragen – in Persien kein Problem. Probiert das mal in China, dem, Land, wo eine schnelle kurze Antwort ohne ein Dutzend Nachfragen ähnlich undenkbar ist wie eine freiwillige Reise eines Rheinlandpfälzers nach Hessen…


Momentaufnahmen on the Iranian road. Der Verkehr ist exotisch, wenn auch nicht mehr so schlimm wie noch vor einigen Jahren.



Ali im Einsatz. Gasflaschen auffüllen. Irgendwie kriegen wir das in jedem Land gebacken, so auch im Iran.


Auch Mitte Oktober ist es im Süden noch richtig heiß, da kommt so ein klarer Gebirgsbach richtig gut.


Auf geht’s. Ein paar erfrischende Minuten müssen einfach sein. Danach geht es wieder auf das Auto und weiter durch das schöne Persien.


Blick von einer der vielen Bergstraßen, die wir bisher überwunden haben und noch überwinden werden.


Wir genießen das orientalische Land in vollen Zügen. Ein Volltreffer von der ersten Minute der Reise an. Und so soll es auch weitergehen. Genießt die Reise von zu Hause und tut mir ein Gefallen, fahrt selbst einmal hin in diese Perle des Orients. Es bleibt uns unvergessen. Wir halten derweil Kurs auf Teheran, die wohl letzte Großstadtverkehrsprüfung.


Bis bald


Kostya


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